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170530 UE Auf der Spitze getrieben. Tanz und Gender Studies. Eine Einführung. (2017W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 21.10. 13:15 - 18:15 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Sonntag 22.10. 13:15 - 16:30 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Samstag 11.11. 13:15 - 18:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sonntag 12.11. 09:00 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 20.01. 08:00 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sonntag 21.01. 09:00 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Tanz als "reine" Körperkunst ist besonders eng mit Geschlechtervorstellungen und damit zusammenhängenden Diskursen verbunden; er ist entsprechend in Kultur- und Theatergeschichte einzubetten. Im Tanz bilden sich zeitgenössische Geschlechterdiskurse ab, umgekehrt wirkt er
- in stetigem Changieren zwischen hoher Artifizialität und der Orientierung an einem als "natürlich" postulierten Körper - an der Konstruktion eines normierten Körper- und Bewegungsverständnisses mit. Dem gegenüber steht, vermehrt auch gerade in jüngerer Zeit, aber auch ein bewusstes Aufbrechen tradierter Körper- und Geschlechtervorstellungen im und durch Tanz. Dennoch wirken ältere Traditionen, insbesondere in den institutionalisierten Infrastrukturen, bis heute nach, was sich z. B. noch in populären Tanzfilmen ablesen lässt. Welche Bewegungen kodieren welche Geschlechterbilder und welche Geschlechtervorstellungen lassen sich umgekehrt aus einem Tanz-Repertoire ableiten?

Die Lehrveranstaltung bietet eine theoretisch-historische Einführung in das Thema entlang an Beispielen des westlichen Bühnentanzes. Zu vermittelnde Ziele sind die Verknüpfung von Körper- und Geschlechterdiskursen mit spezifischen Frage- und Problemstellungen von Tanz und Tanzwissenschaft, Kompetenz im Hinterfragen zeitgenössischer und historischer Tanzproduktionen in Verbindung mit weitergehenden Kontexten von Körper und Geschlecht, Aufmerksamkeit gegenüber möglichen Widersprüchen zwischen offizieller Geschichtsschreibung und getanzter Praxis, Sensibilisierung für verschiedene Körperlichkeiten und Fähigkeit zu ihrer Beschreibung und selbstständigen kontextualisierenden Analyse.

Methoden: Textlektüre, gemeinsame und eigenständige Analyse von Beispielen (Videosichten, Aufführungsbesuche), Diskussionen und Hinterfragen von Körpermustern, Bewegungs- und damit zusammenhängenden Konventionen.

Der Besuch einer Vorstellung des Wiener Staatsballetts am 10.11.2017 ist vorgesehen (Kosten max. 4 Euro, Wartezeit für die Stehplätze bitte einrechnen), weitere Theaterbesuche angestrebt.

Darüber hinaus sind auch Vorschläge der Studierenden willkommen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Voraussetzung
Die regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar sowie die Bereitschaft zur Lektüre, auch von englischen Texten, wird vorausgesetzt. Sie sind zur Anwesenheit verpflichtet, dürfen dabei zu einem Termin entschuldigt fehlen.

Es sind drei Prüfungsleistungen zu vollbringen, die jede einzeln bestanden werden müssen:

- mündliche Präsentation/Moderation (20-30min) (40 %)

- schriftliche Kreativübung (2500-3000 Zeichen) (30%)

- 3 Lektürekarten (jeweils ca. 1500 Zeichen) (je 10%)

Die mündliche Mitarbeit wird nicht gesondert benotet, kann aber in die abschließende Benotung zum Auf- oder Abrunden einfließen.

In Rücksprache mit den Seminarteilnehmer_innen können sich die Prüfungsleistungen auch ändern (z.B. wegen der Gruppengröße).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es sind drei Prüfungsleistungen zu vollbringen, die jede einzeln bestanden werden müssen

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff bilden die Themen, Diskussionen und Texte, die im Rahmen der Lehrveranstaltung erarbeitet und behandelt werden

Literatur

Pflicht- und weiterführende Literatur werden bei Veranstaltungsbeginn über Moodle bzw. die Unibibliothek zur Verfügung gestellt. Der Themenplan wird zur ersten Sitzung ausgeteilt werden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42