Universität Wien FIND

170540 UE Film Curatorship II (2015S)

Film zeugt Film

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

6 x 4 Stunden Blöcke + 2 Screenings

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 164 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Die Anmeldung erfolgt über UNIVISonline, angemeldete Studenten/-innen werden am 6. März über Aufnahme informiert. Bis zum 10. März muss im Filmmuseum der Unkostenbeitrag entrichtet und Teilnahmekärtchen abgeholt werden - Augustinerstraße 1 (Mo-Do 10-18 Uhr, Fr 10-13 Uhr). Andernfalls werden sie abgemeldet und freigewordene Plätze werden der Reihung entsprechend an die Warteliste weitergegeben. Unkostenbeitrag: 32,- Euro
Neben den Seminarterminen sind auch die 2 genannten Abendvorstellungen obligatorischer Bestandteil der LV.
11. März: 18:30 Uhr – Kunst der Moderne: Kino / 20:30 Uhr – Archiv der Moderne: Zettelkatalog
Jeweils Dienstags: 24. März, 12 bis 16 Uhr / 14. April, 12 bis 16 Uhr / 21. April, 12 bis 16 Uhr / 28. April, 12 bis 16 Uhr / 12. Mai, 12 bis 16 Uhr / 19. Mai, 12 bis 16 Uhr
BITTE ALLE NACHFRAGEN AUSSCHLIESSLICH AN: a.bachmann@filmmuseum.at


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die klassische Definition der Museumsarbeit - Sammeln, Bewahren, Erforschen, Vermitteln, Ausstellen - umreißt jenes Feld, in dem Filmkurator/inn/en arbeiten (auch jene, die nicht an Archiv- bzw. Museumseinrichtungen tätig sind). Ein solches Verständnis von Filmkuratorenschaft ist hochgradig interdisziplinär; es steht mit den Geistes- und Kulturwissenschaften ebenso im Austausch wie mit dem Kinobetrieb und dem Feld der Film- und Labortechnik (die zunehmend digitale Medien miteinbezieht). In der Archiv- und Museumsarbeit kreuzen sich Schwerpunkte universitärer Film- und Medienwissenschaft mit Fragen nach den materiellen Grundlagen des Films, nach der Definition und Zugänglichkeit des Gegenstands und nach einer Politik des Filmausstellens bzw. der Filmerfahrung in der „transitorischen Zone“ zwischen Kino und digitaler Dissemination.
Die LV im Sommersemester versteht sich als zweiter Teil der bereits im vorangehenden Wintersemester angeboten LV FILM CURATORSHIP I: FILM MATERIAL, BEWAHREN UND BEWEGEN und wird auch diesmal aus 6 vierstündigen Blöcken bestehen. Ein vollständiges und weitreichendes Bild entsteht beim Besuch beider LVs, jedoch wird jedes Semester so gestaltet, dass es in sich abgeschlossen ist und nicht ursächlich den Besuch des jeweils anderen Teils voraussetzt. In jedem einzelnen Semester wird eine vielfältige Kombination der Themengebiete und der präsentierten Fallstudien angestrebt. Die spezifischeren Inhalte und Beispiele im WS und im SoSe sind komplementär, nicht redundant.
Die LV wird u.a. folgende Teilthemen und Fragen ansprechen:
1) Filme zeigen, Programm machen: Aber Warum und Wie und mit welchem Ziel?
2) Film-Museum und die Rolle des Films in (anderen) Museen
3) Zeigen, Sprechen, Schreiben: Medientransfer im Museum
4) Künstler als Archivarbeiter, Found-Footage und Kompilationsfilme
5) Filmnutzung und Filmrechte, Film & Fernsehen, filmvermittelnde Filme

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit, Mitarbeit, Kleinere schriftliche Arbeit oder Referat

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die LV soll anhand von Fallstudien aus der Museumsarbeit kuratorische Prinzipien der Entscheidungsfindung und damit das Berufsbild des Filmkurators/der Filmkuratorin anschaulich machen. Indem das Seminar die Teilaspekte dieser Tätigkeit (inklusive der Kooperation zwischen Filmmuseen/archiven und Künstler/innen) zueinander in Beziehung setzt, soll ein differenzierter Eindruck von ihr entstehen, der den Kern jeglicher Arbeit mit Film berührt. Im Rahmen des Studiums von Filmtheorie und Filmgeschichte dient ein solcher, an Technologien und Prozessen der Filmbewahrung und –präsentation orientierter Zugang als zeitgemäße Ergänzung.

Prüfungsstoff

Die LV ist im Sinne einer filmischen Echokammer aufgebaut und konfrontiert die Studierenden in möglichst großer Intensität mit vielfältigem Material; d.h. mit den Filmen selbst, ihren kuratorischen Vermittlungs- und Vernetzungstechniken und konservatorischen Praktiken. Die Echos, die dabei entstehen, zielen auf erweiterte Handlungsmöglichkeiten der Studierenden in potentiellen Berufsfeldern: Kuratorenschaft, Museums- und Archivpraxis, Filmkritik, Filmgeschichtsschreibung, Kulturmanagement, Medienarbeit, Kunstpraxis usw.
Die Veranstaltung geht von der Prämisse aus, dass die konkrete Anschauung, die Lektüre von Filmen im Kino zentraler Ausgangspunkt jeder reflexiven Beschäftigung mit dem Medium ist. Das Filmmuseum bietet dafür den adäquaten Ort und das Anschauungsmaterial aus der eigenen Sammlung.

Literatur

Literaturhinweise:
Während der LV wird auf eine Vielzahl von Publikationen hingewiesen, vorbereitend ist die Lektüre folgender Bücher empfohlen:
- Film Curatorship. Archives, Museums, and the Digital Marketplace (Hrsg.: Paolo Cherchi Usai, David Francis, Alexander Horwath, Michael Loebenstein)
- Keepers of the Frame: The Film Archives (Penelope Houston)
- Screen Dynamics. Mapping the Borders of Cinema (Hrsg.: Gertrud Koch, Volker Pantenburg, Simon Rothöhler)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36