170550 UE Tauwetter: Neue Wellen und Strömungen im osteuropäischen Film 1956-1970 (2014W)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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Blocktermine im Jura Soyfer-Saal jeweils von 17:30-20:45 Uhr am Do 09.10., 23.10., 06.11., 20.11., 04.12., 18.12.2014 und Do 15.01.2015
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mi 17.09.2014 09:00 bis Mi 01.10.2014 23:59
- Abmeldung bis Fr 17.10.2014 23:59
Details
max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine
Zur Zeit sind keine Termine bekannt.
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Unbedingte Anwesenheit beim 1. Termin, regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Gruppenreferate, schriftliche Einzelabschlussarbeit.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Einführung in einen bisher im deutschen Sprachraum wenig beachteten wichtigen Teil des europäischen Nachkriegskinos. Auseinandersetzung über die historische Rezeption der besprochenen Autoren und ihren Werken im Ost- und Westblock, sowie die gegenwärtige Wahrnehmung in der Filmwissenschaft.
Prüfungsstoff
Nach einer Einführung und Sichtung diverser Beispiele, sind Diskussionen zu den gezeigten Werken geplant. Zusätzlich die Besprechung angegebener Literatur und ausgewählter Dokumente. Für die Gruppenreferate und Abschlussarbeiten werden Themenfelder vereinbart.
Literatur
Wird in LV bekannt gegeben.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36
Möglich machte dies der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow: mit seiner Rede am XX. Parteitag der KPdSU am 25. Februar 1956 in Moskau, in welcher die Entstalinisierung ihren Ursprung fand und die sogenannte Tauwetterperiode ihren Anfang nimmt und in Folge eine Liberalisierung der Politik, der Wirtschaft und des Kulturbetriebs anbrach.
Ausgehend von der Sowjetunion, mit kleiner Verzögerung auch in deren Satellitenstaaten, entwickelten sich in den Ländern neue Formen eines künstlerischen Ausdrucks - mit individuellen nationalen Ausprägungen.
Jedoch im Gegensatz zu den Neuen Wellen und Strömungen im Westen, war die Situation hinter dem eisernen Vorhang immer noch eine andere: Die Filmautoren mussten sich in staatlichen Produktionsverhältnissen und gegen die politische Zensur der Partei- und Staatsbürokratien emanzipieren.
Durch die Absetzung Chruschtschows 1964 wurde das Wetter für die Künstler wieder frostiger. Spätestens mit dem Einmarsch der Warschauer Pakt Truppen in Prag, im August 1968, war das Tauwetter vorüber.
Diese Lehrveranstalung gibt einen Überblick über die Filmautoren der sowjetischen Tauwetterperiode, die Protagonisten der Polnischen Schule, die Filmemacher der Budapester Schule in Ungarn, die RegisseurInnen der Tschechoslowakischen Neuen Welle, die Filmautoren der DDR und etwas über den Tellerrand hinaus, auf den Novi Film, die Belgrader Schule im kommunistischen, blockfreien Jugoslawien.