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170620 SE MA 1.3. "Diskurse und Methoden" (2019S)

"Ich bin dann mal weg": Practices of Care

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 11.03. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 18.03. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 25.03. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 01.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 08.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 29.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 06.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 13.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 20.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 27.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 03.06. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 17.06. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Montag 24.06. 15:00 - 16:30 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

ICH BIN DANN MAL WEG – Practices of Care

Ziele
• Fähigkeit zur differenzierten und reflektierten Analyse und Verknüpfung von historischen und gegenwärtigen gesellschaftlichen Praxen marginalisierten Wissens mit Fragestellungen der Theaterwissenschaft und Performance Studies
• Ausbau theaterhistorischen und -theoretischen Fachwissens sowie LV-übergreifenden Verknüpfung mit aktuellen und historischen Theoremen in weitergehender sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive.
• Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen, kritisches Hinterfragen eigener Positionen
• Die begleitende Entwicklung eines Semesterprojekts gibt Gelegenheit zur Vertiefung wissenschaftlicher Techniken und Herangehensweisen in Hinblick auf den MA-Abschluss (Thesenentwicklung, Quellenumgang, Kontextualisierung).

Inhalte

Die Lehrveranstaltung befragt Theater und die Entstehung von Theaterstrukturen aus einem Verständnis von Reisen/Auszeit/Nichtverortung heraus, einerseits im Zusammenhang der Frühneuzeit (Entstehen von Berufstheater) mit Schwerpunkt Spanien, anderseits im Zusammenhang von Gegenwartsgesellschaften, in denen international tätige Gruppen und die Übertragung und Aneignung geographisch spezifischer Praktiken zu einer globalen Theaterlandschaft gehören.
Ausgehend von der zurzeit wieder populären Figur des Pilgerns – des Zusammentreffens einer anderen Verortung und einer anderen affektiven Situierung – fragt die Lehrveranstaltung Ausgangsbedingungen von Theater als ‚anderem‘ Ort und als Care Practice.
Gibt es Parallelen zwischen frühneuzeitlichen, reisenden Akteur*innen, die ihre spezifischen, marginalisierten Wissenskulturen als Grundlage für zu bezahlende Darstellungen nahmen, und gegenwärtigen gesellschaftlichen Erscheinungen? Inwieweit wäre dabei eine Wahrnehmung als ‚Unterhaltung‘ durch eine Wahrnehmung als ‚Heilen‘ zu ergänzen oder zu ersetzen? Ist ‚Theater‘ (und wenn ja: in welcher Definition?) eine Schnittmenge‚ in der sich aktuelle Phänomene wie „practices of self-care“ im Umfeld von politischem Aktivismus oder performative Heilpraktiken und ältere Darstellungsformen marginalisierten Wissens begegnen?

Methoden
• Lektüre(n)
• Diskussion (Plenum und Kleingruppe)
• Kleingruppenarbeiten (tw. mit Peerfeedback)
• Analyse von (historischen und gegenwärtigen) Fallbeispielen
• stufenweise Entwicklung eines individuellen Semesterprojekts (Themenfindung, Abstract und Feedback) sind in den Seminarablauf integriert.
• möglicherweise: Exkursion und Austausch mit Expert*innen
• möglicherweise: Gestaltung eines Abschlusssymposiums der Lehrveranstaltung
• abschließende Präsentation des Semesterprojekts (nach Wunsch öffentlich/nicht öffentlich) im Vortragsformat oder ggf. auch als schriftliche Arbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungskontrolle:
Es gibt 2 Prüfungsleistungen, die zu erbringen sind:
1) ein Semesterprojekt, entweder als Hausübung (12-15 Seiten) oder als gleichwertige schriftl. und mündl. Vortragsausarbeitung (50%).
Zum Semesterprojekt zählen auch die fristgerechte Ausarbeitung Abgabe von Thema und Abstract.
2) Mitarbeit bei Aufgabenstellungen in der LV (Moderationen, Präsentationen, Kurzpapers, Kleingruppenaufgaben u.ä.) sowie die kontinuierliche Mitarbeit in Diskussion und Sitzungsgestaltung (50%).

Nach Rücksprache mit der Seminargruppe können die Prüfungsleistungen sich noch verändern (z.B. bei sehr großen/sehr kleinen Gruppen und abhängig von Wissensständen in der Gruppe).
Bei prüfungsrelevanten Handicaps (z.B. Legasthenie, Phobien – bitte nach Möglichkeit mit dem Team Barrierefrei abklären, https://barrierefrei.univie.ac.at/ ) wenden Sie sich bitte an die LV-Leitung, um ggf. eine alternative Prüfungsmöglichkeit abzusprechen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen:
Alle Teilprüfungen der LV (s.o.) müssen für einen positiven Abschluss individuell bestanden werden (jeweils mind. Note 4)
Die Bereitschaft zur Lektüre und zur Diskussion, auch von englischen Texten, wird vorausgesetzt.
Es besteht Anwesenheitspflicht, d.h. Sie sollten idealerweise keinen Termin verpassen. Es dürfen jedoch einige Termine, mit vorheriger Abmeldung per Mail, durch eine Proxy-Leistung werden ( = Abgabe einer kürzeren schriftlichen Aufgabe im Kontext der jeweiligen Seminarsitzung, im Umfang von 1- 2 DINA4-Seiten (4000 Zeichen), hochzuladen auf Moodle bis vor der folgenden Sitzung. Auf diese Texte erhalten Sie ein Feedback).
Das Aufarbeiten der Inhalte und Texte verpasster Sitzungen wird vorausgesetzt.

Für eine 4 sollten Sie:
• nicht ohne vorherige Abmeldung (per Mail) fehlen
• alle Abwesenheiten fristgerecht durch eine Proxy-Leistung kompensieren
• ein genügendes Seminarprojekt entwickeln und präsentieren bzw. schreiben
• eine genügende und Ihren Kolleg*innen gegenüber wertschätzende Mitarbeit in den Kleingruppenarbeiten abliefern
• im Semester mind. 3 inhaltliche relevante Wortbeiträge im Plenum liefern
• sich am Peerfeedback in genügender und wertschätzender Weise beteiligt haben.

Prüfungsstoff

Lektüretexte, gemeinsam erarbeitete/referierte Positionen und Fallbespiele, weiterführende Kontextualisierungen

Literatur

Pflicht- und weiterführende Literatur werden über Moodle bzw. die Unibibliothek zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

092: § 5(1)

Letzte Änderung: Mi 03.07.2019 09:07