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170620 SE MA 1.3. "Diskurse und Methoden" (2021W)

Medialität und Praxis

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
VOR-ORT

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

SA 09.10.2021 15.00-16.30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
FR 05.11.2021 13.15-18.15 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
SA 06.11.2021 14.00-19.00 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
FR 03.12.2021 15.00-19.00 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
SA 04.12.2021 14.00-19.00 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
FR 21.01.2022 13.15-18.15 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde
SA 22.01.2022 14.00-19.00 Seminarraum 1 2H316 UZA II Rotunde


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt: Die praxistheoretische Wende, die sich seit der Jahrtausendwende in den Kultur- und Sozialwissenschaften vollzogen hat, ist auch für die Medienwissenschaft von Belang: Um ontologisierenden Zuschreibungen (Technikdeterminismus, Medienapriori und -generativismus) vorzubeugen, werden Medien zunehmend über die Praktiken bestimmt, in die sie eingebunden sind. Medialität kann demnach nicht für sich, losgelöst von diesen Praktiken, rein aus der Beschaffenheit des Mediums selbst erfasst werden, sondern wäre allenfalls indirekt, über ihre jeweilige kulturell eingebettete Performativität, zu erschließen. Wie allerdings kann hierbei das Verhältnis von Medium und materieller Praxis konkret gedacht werden?

Methoden: Wir befassen uns mit aktueller Literatur, die verkörperte soziale Praktiken zur Materialität von Medien im Beziehung setzt. Wir diskutieren die Anwendbarkeit dieser Ansätze auf medienkulturelle Phänomene und die damit verbundenen Erkenntnisgewinne, aber auch die Risiken einer utilitaristischen Verkürzung von Praxis, einer Entdifferenzierung von Praktiken und (technizistisch gefassten) Operationen sowie einer Ausblendung der Bedeutung des Theoretisch-Konzeptuellen.

Ziele: Die Studierenden erlangen Kenntnisse über den „practice turn“ in der zeitgenössischen Kulturwissenschaft und dessen medienwissenschaftliche Bedeutung. Sie lernen sowohl praxistheoretische Ansätze auf medienkulturelle Phänomene anzuwenden als auch die Grenzen dieser Ansätze zu reflektieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es handelt sich um eine Lehrveranstaltung mit immanentem Prüfungscharakter. Neben der aktiven Teilnahme fließen das übernommene Referat, die schriftlichen Stellungnahmen zur Lektüre sowie die Abschlussarbeit in die Beurteilung ein.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Voraussetzungen für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung sind regelmäßige Teilnahme, die Übernahme eines Kurzreferats (15-20 Minuten), eine schriftliche Stellungnahme im Vorfeld jedes Blocktermins, welche die eigenständige Auseinandersetzung mit der Literatur dokumentiert, sowie eine kurze Abschlussarbeit (2500 Wörter). Eine etwaige Abwesenheit von einzelnen Blockterminen ist individuell mit dem Lehrveranstaltungsleiter abzuklären.
Die Beurteilung setzt sich zu je 25% zusammen aus:
- Referat
- regelmäßige, aktive Mitarbeit
- schriftliche Stellungnahmen zur Kursliteratur (je eine pro Block)
- Abschlussarbeit

Prüfungsstoff

Literatur

Hörning, Karl/Reuter, Julia (Hg., 2004): Doing culture. Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis. Bielefeld: Transcript.
Mersch, Dieter/Krtilova, Katerina (Hg., 2019): Praxis und Medialität (Internationales Jahrbuch für Medienphilosophie, Bd. 5). Berlin/Boston: De Gruyter.
Weitere Literatur wird in der Vorbesprechung bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 21.10.2021 17:48