Universität Wien

170622 SE MA 1.3. "Diskurse und Methoden" (2025S)

Der "Theatermacher" Ferdinand Raimund: Spielformen der Wiener Vorstadtbühne im 19. Jahrhundert

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 21.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
  • Freitag 23.05. 13:15 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
  • Freitag 13.06. 13:15 - 18:15 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
  • Samstag 14.06. 10:00 - 16:00 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
  • Freitag 20.06. 13:15 - 18:15 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
  • Samstag 21.06. 10:00 - 16:00 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ferdinand Raimund (1790–1836) gilt heute als österreichischer Biedermeierdichter, dessen naiv-sentimental anmutende Märchendramen zu einer ästhetischen Hebung des Wiener Vorstadttheaters beigetragen haben. Die Lehrveranstaltung konzentriert sich hingegen auf den Theaterpraktiker Raimund, der zeit seines Lebens nicht nur als Dramatiker, Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor wirkte, sondern auch seine Stücke als früher Theateragent erfolgreich vermarktete. Anhand der Dramatik Raimunds sollen einerseits der ‚Schauspieler im Text‘, andererseits die Produktionsbedingungen an den Wiener Unterhaltungsbühnen im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts hinterfragt und diskutiert werden. So scheint der üppige Zauberapparat, der die Theatermaschinerie in Bewegung setzte, mitunter eine poetische Indirektheit der zeitgenössischen Lebensrealien in Zeiten von Überwachung und Zensur durchschimmern zu lassen. Zudem wird sich die Frage stellen, welche schauspielerischen Möglichkeiten und Freiräume die Dramaturgie der Raimund’schen Stücke für Inszenierung und Aufführung bietet. Immerhin kam es in den letzten Jahren zu einer regelrechten Renaissance Raimunds an österreichischen Bühnen, an der sich auch Regisseure wie Achim Freyer oder Herbert Fritsch beteiligt haben.
Die Lehrveranstaltung versteht sich als Lektüreseminar, in dem die Theatertexte Raimunds hinsichtlich ihrer Dramaturgie und ihrem zeitgenössischen Kontext diskutiert werden. Hierdurch sollen Einsichten in Raimunds Komik, aber auch in die Stilbrüche seiner bisweilen eigenwilligen Zauberstücke vermittelt werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit und Lektüre der Texte, Referat, kurze wissenschaftliche Abschlussarbeit (ca. 10 Seiten)

__________________________________________
Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Lektüre der Texte (25%), Referat (25%), wissenschaftliche Arbeit (50%)

Prüfungsstoff

Literatur

Zur Einführung:
Ian F. Roe: Ferdinand Raimund. Hannover: Wehrhahn 2010.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 11:04