Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

170700 VO Aktionskunst (2017W)

Vorlesung

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

16.10.2017

Montag 09.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 16.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 23.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 30.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 06.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 13.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 20.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 27.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 04.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 11.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 08.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 15.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Montag 22.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Valie Export, Otto Mühl, Günter Brus, Rudolf Schwarzkogler und Hermann Nitsch waren in den 1960er die Aktionskünstler in einer politisierten Wiener Kunstszene, die nach Faschismus und Nationalsozialismus die bürgerliche Kunst und Saturiertheit mit ihren aktionistischen Auftritten torpetierten, die gesellschaftlich festgeschriebene Position der KünstlerIn einer Veränderung unterzogen. Der Arbeitsprozess ersetzt das Werk, der Körper mit seinen Ausscheidungen und Flüssigkeiten wird als Material verwendet. In den 1950er und 1960er Jahren wurde die österreichische Kunstszene durch eine restriktive Kunst- und Kulturpolitik bestimmt. Eine Aufarbeitung des Austrofaschismus fand nicht statt. Die Pläne der Amerikaner "belastete" Personen auszutauschen und einen Neubeginn zu versuchen, wurden durch den Ausbruch des Kalten Krieges rasch obsolet. Österreich war selbst im Jahr der Studentenunruhen weit davon entfernt eine politische Revolte zu erleben. Happening, Fluxus, Wiener Aktionsmus entwickelten sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in einer Zeit gesellschaftlicher Krisen und des Auflebens der Konsumindustrie. Bereits 1970 war die historische Phase vorbei, überholt von den Ereignissen der realpolitischen Welt. Die spektakulären Aktionsformen können als Vorläufer der Studentenunruhen und der Hippiebewegung gesehen werden. So vollzog sich eine - sanfte - kulturelle Veränderung, die sich massiv 1976 mit der Arena-Bewegung manifestierte und den daraus entstandenen Freiräumen der Selbstverwaltung sowie der Anti-Atom-Bewegung und der Hainburger Aubesetzung. Auch nach alternativen Lebensformen wurde gesucht. Die Gründung der Aktionsanalytischen Kommune Friedrichshof (1972 auf einem alten Landgut im Burgenland) sollte die durch die Erziehung in der Kleinfamilie entstandenen Schädigungen aufheben. Aspekte von Verletzung, Zerstörung und Gewalt prägen die Aktionen der Wiener Aktionisten. Die Verbindung von Film und Aktion weist im Wiener Aktionismus unterschiedliche Varianten und Praxisformen auf. Generell ist zu unterscheiden zwischen Aktionen, die ausschließlich für die Kamera konzipiert und durchgeführt wurden und jenen Filmen mit Handlungsvarianten und der Binnenstruktur Aktion, die ein Set, ein Drehbuch als Grundlage haben.

Ziele und Methoden

Gesellschaftspolitische Entwicklungen und Tendenzen der österreichischen und internationalen Kunstzszene nach 1945. Die KünstlerInnen artikulierten ihre Vorstellungen in zahlreichen Manifesten, Interviews und Aufsätzen. Diese Manifeste und Partituren der Aktionen sowie die Aktionen selbst wird dieVorlesung vorstellen, auch mit der bewußten Setzung von inhaltlichen Schwerpunkten. Die historische und zeitgenössische Kontextualisierung soll den Blick schärfen und den Wiener Aktionismus aus der Retroperspektive befreien und in einen lebenden Diskurs im 21. Jahrhundert überführen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Gespräch, Essay

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

umfangreiche Literaturliste auf moodle

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Sa 24.04.2021 00:19