Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Weitere Informationen zum Lehrbetrieb vor Ort finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

170730 UE WHERE THE HELL IS THE FILMIC? Artistic Research x Filmmuseum (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Uhrzeit: jeweils Dienstag, 10:00-13:00

Termine und Ort:
15.10.19, 2 H 558, UZA II, Rotunde
22.10.19 Kinosaal des Filmmuseums (Augustinerstraße 1, 1010 Wien)
05.11.19, 2 H 558, UZA II, Rotunde
19.11.19, Sammlungen Filmmuseum Heiligenstadt
03.12.19, 2 H 558, UZA II, Rotunde
10.12.19, 2 H 558, UZA II, Rotunde
14.1.20, 2H558, UZA II, Rotunde
28.01.20, 2H558, UZA II, Rotunde


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

INHALT.
Bewegtbilder stellen nicht nur eine der wichtigsten Kunstformen des 20. und 21. Jahrhunderts dar – wir erfahren einen Großteil unserer Bildung, Information und Unterhaltung via Bewegtbilder. Während das Kino seine Dominanz als Massenmedium längst eingebüßt hat, bleiben nicht nur Filmaufnahmen – ob auf analogem Film oder in digitalen Trägermedien – sondern auch das Filmische selbst ein Schlüssel zum Verständnis der modernen Welt. Filmisches Wissen, und darunter verstehen wir das Wissen um die Konstitution von Bewegtbildern sowie die Befähigung, visuelle Medien als ein Ensemble aus Realitätsabdruck, ästhetischer Gestaltung und technischer Gemachtheit "lesen zu können", ist Teil einer demokratischen Grundbildung. Es ist ein Schlüssel zum Verständnis der modernen Welt und notwendig, um durch die immer komplexer werdenden Welten des Internets und der (sozialen) Medien navigieren zu können. Was aber ist das „Filmische“? In den vielfältigen hochverdienten Ansätzen von Film-, Medien- und Kulturtheorie taucht der Begriff in unterschiedlichsten Varianten auf – und bleibt ob seiner diversen Bedeutungen mitunter vage. Wie lässt es sich über eine verbale Beschreibung hinausgehend konzipieren? Die Lehrveranstaltung interessiert sich dafür, wie sich das Filmische – über seine theoretischen Konzeptionen hinausgehend – als "Tacit knowledge" (implizites Wissen) begreifbar machen lässt. Dazu muss es zunächst einmal versammelt werden: Ausgehend von der Begegnung mit Mitarbeiter*innen der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums – mit jenen also, die sich mit dem beschäftigen, was vom Film übrigbleibt bzw. den Medienwechsel überlebt – widmen wir uns den filmischen Grundelementen: Nach dem Motto "You can know more than you can tell" wollen wir Kunstwerke produzieren, die filmische Grundelemente wie Bewegung, Zeit, Stillstand, Material (Formate, Tonspur, Perforationsloch), die Apparatur (Kamera, Projektor, Kino), Montage, Kopierung, Struktur, Licht, Dunkelheit, Überlagerung, Überblendung, Dynamik, Linearität, Emotion etc. als Destillate der Praxis erschließen, um das "Filmische" zu konkretisieren, es greifbar zu machen – und dadurch sein Fortleben in der Gegenwart identifizieren zu können.

ZIELE.
Die Lehrveranstaltung ist als Einführung in die künstlerische Forschung und ihre Ansätze konzipiert. Sie konfrontiert mit archivarischen und künstlerischen Anliegen, Arbeitsweisen und Erfahrungen der Praxis. Ziel ist es, Film als ein Werkzeug der Wissensproduktion begreiflich zu machen und seine Grundelemente im Modus der experimentellen Gestaltung zu erarbeiten. Es soll eine Idee des Erhalts und der Weitergabe filmischen Wissens befördert werden, die sich aus der Abhängigkeit von ökonomisch, politisch und wirtschaftlich nicht funktionierenden Maßnahmen (wie etwa die gescheiterte Utopie der Erhaltung von Filmlaboren auf staatlicher Basis) löst und sich medienübergreifend in filmischer Kunst artikuliert. Die Resultate der künstlerischen Forschungsprojekte werden auf der Website des Filmmuseums dokumentiert.

METHODE
Zu Beginn ist ein Besuch in der Sammlung des Filmmuseums geplant. Im Modus der experimentellen Gestaltung werden anschließend audiovisuelle, haptische, textliche Werke produziert und der Forschungsprozess dabei dokumentiert. Die Produktion der jeweiligen künstlerischen Forschungsprojekte erfolgt in der Gruppe und wird als work in progress jede Einheit betreut.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zunächst ist einzeln und schriftlich als Grundlage eine Reflexion zum Wesen des Filmischen zu verfassen. (1 Seite) Danach ist - wieder einzeln und schriftlich - ein Konzept für ein vom Arbeitsumfang her dem Rahmen angemessenes, realisierbares künstlerisches Forschungsprojekt auszuarbeiten (1 Seite). Die Konzepte werden im Anschluss diskutiert und Gruppen gebildet. Die Produktion der jeweiligen künstlerischen Forschungsprojekte erfolgt in der Gruppe und wird als work in progress jede Einheit betreut. Nach der Exposition der Projekte im Kurs ist einzeln ein kurzer Bericht über Prozess und Erkenntnisgewinn einzureichen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Der positive Abschluss aller Teilleistungen (Reflexion zum Wesen des Filmischen 30%, Konzept 30%, Produktion & Bericht 40%) ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung gesamt.

Prüfungsstoff

Siehe oben.

Literatur

Interessensgeleitet, wird in der LV bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 09.10.2019 15:08