Universität Wien FIND

170731 UE OUT OF DIALOGUE COMES A FOCUS TO BE SHARED_FILMPORTRAITS | Artistic Research x Filmmuseum (2020W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 20.10. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG
Dienstag 10.11. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG
Dienstag 24.11. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG
Dienstag 01.12. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG
Dienstag 15.12. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG
Dienstag 12.01. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG
Dienstag 26.01. 10:00 - 13:00 Österreichischen Filmmuseum "Unsichtbares Kino 3" EG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt
Wie nähere ich mich einem Menschen oder einem Menschenbild? Was kann ich über einen Menschen oder von ihm erfahren, wenn ich eine Kamera als Blickwerkzeug dabeihabe? Wenn jeder Begegnung etwas Bildhaftes innewohnt: Mit welchen Bedingungen des Sichtbarmachens und Verbergens konfrontiert die Idee von Gegenseitigkeit? Was, wenn die Narration Nebensache ist?

Wir wollen uns experimentell der Praxis des Filmportraits widmen, Blickrichtungen befragen, diese weiterdenken und drehen: Jenseits von talking heads und objektifizierenden Konfrontationen sollen Formen einer audiovisuellen Annäherung erprobt werden, die Begegnung suchen und die Potentiale der dazwischengeschobenen Apparatur ausloten. Wo ist die durch die Kamera entstehende Distanz zu wahren, wo ist sie zu überwinden? Was hat es mit Nahferne und Fernnähe auf sich?

Ausgehend von Christiana Perschons Künstlerinnen*portrait „Sie ist der andere Blick“ (2018) sowie Fragmenten und Überlegungen aus ihrem aktuellen Schaffen sollen experimentelle filmische Arbeiten entstehen, die Menschenbilder zeichnen. Wesentlich wird dabei sein, eine „Zwischensicht“ zu generieren, die auf formale Mitbestimmung durch die portraitierte Person baut, den Zeitraum zwischen dem Selbst und der*dem Anderen wahrnimmt, Vorstellungen von Ich und Wir reflektiert und neu verhandelt. Der Erfahrungsaustausch mit dem Subjekt als feministische Strategie ist dabei ebenso zentrale Voraussetzung wie die Bereitschaft, von der portraitierten Person und dem, was sie umgibt, zu lernen. „I do not intend to speak about. Just speak nearby“, wie es mit Trinh T. Minh-ha eine der bedeutenden Stimmen der de- und postkolonialen sowie feministischen Auseinandersetzung für uns maßgeblich formuliert. Eine kritische Bezugnahme zu vorgefertigten Ideen zum Dokumentarischen und seinen vermeintlichen Authentizitäten ist unserem Vorhaben folglich inhärent.

Ziele
Die Lehrveranstaltung ist als Einführung in die künstlerische Forschung und ihre Ansätze konzipiert. Sie konfrontiert mit archivarischen und künstlerischen Anliegen, Arbeitsweisen und Erfahrungen der Praxis. Ziel ist es, Film und Bewegtbild als ein Werkzeug der Wissensproduktion und des Erkenntnisgewinns begreiflich und nutzbar zu machen. Wir arbeiten in Anlehnung an zeitgenössische Praxen und Theorien des Experimentalfilms. Die Resultate der künstlerischen Forschungsprojekte (kurze Filmportraits) werden potentiell und formabhängig im Kinosaal des Filmmuseums präsentiert.

Methoden
Zu Beginn ist ein Screening und Künstlerinnengespräch mit Christiana Perschon im Filmmuseum geplant. Unter wissenschaftlich-künstlerischer Anleitung werden anschließend audiovisuelle Werke produziert und der Forschungsprozess dabei dokumentiert. Die Produktion der jeweiligen künstlerischen Forschungsprojekte erfolgt in der Gruppe und wird als work in progress jede Einheit betreut.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zunächst ist einzeln und schriftlich eine konzeptuelle Reflexion auszuarbeiten (1 Seite). Die konzeptuelle Arbeit an den Filmportraits und ihre Produktion erfolgt in der Gruppe und ist in ihrem Fortschritt jede Einheit zu dokumentieren. Auf die zweiwöchtentlichen Kurzpräsentationen gibt es stets Feedback – es wird Einheit für Einheit kollektiv daran gearbeitet. Nach der Exposition / Abschlusspräsentation der Projekte ist ein kurzer Bericht über Prozess und Erkenntnisgewinn einzureichen.

Geplant ist die Abhaltung der LV im Kinosaal des Österreichischen Filmmuseums. Im Foyer des Filmmuseums gilt die Maskenpflicht. Für jene Personen, die die LV in diesem Zusammenhang nicht im Präsenzformat besuchen können sowie im Falle erneuter Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 werden wir via Stream aus dem Kinosaal bzw. Home Office arbeiten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Der Besuch dieses Moduls bedingt den erfolgreichen Abschluss des Pflichtmoduls der STEOP.

Der positive Abschluss aller Teilleistungen (schriftliche Reflexion 30%, Fortschrittspräsentation 30%, Produktion & Bericht 40%) ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung gesamt.

Prüfungsstoff

Siehe oben.

Literatur

Interessensgeleitet, wird in der LV bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 14.10.2020 16:49