Universität Wien

170739 UE "Das Recht, Rechte zu haben" (2023W)

Videokunst im Kontext aktueller politischer Diskurse

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Teilnahme an allen Terminen ist verbindlich. Ausnahmen können nur in rechtzeitiger Absprache vereinbart werden. Aktuelle Informationen werden via Mail verschickt.

  • Samstag 14.10. 09:45 - 14:45 Digital
  • Samstag 18.11. 09:45 - 17:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Sonntag 19.11. 09:45 - 17:15 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Hannah Arendt hat sich vor allem in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ kritisch mit dem zeitgenössischen Verständnis der Menschenrechte auseinandergesetzt. Um Rechte zu haben, so Hannah Arendt, muss der Mensch mehr sein als nur ein Mensch, nämlich ein Mitglied einer politischen Gemeinschaft, denn nur als ein solches Mitglied kann ein Individuum einklagbare Rechte auf Bildung, Arbeit, Wahlen, Gesundheitsfürsorge, Kultur (usw.) genießen. Das Seminar wird sich mit Videokunst der letzten 20 Jahre beschäftigen (u.a. mit Arbeiten von Halil Altindere, Yael Bartana, Hito Steyerl) und der Frage nachgehen, wie diese Arbeiten mit verschiedensten künstlerischen Strategien versuchen, aktuelle politische Diskurse zu erweitern. Im Zentrum stehen Fragen nach dokumentarischer Ästhetik, Zeugenschaft und politischer Performativität als Aspekte eines aktuellen Medienarchivs. Das Seminar bietet eine interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Film, Video, Performance, konzeptueller Kunst sowie Kulturwissenschaften an.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Das Input-Referat (10 min.) soll Fragestellungen des Seminars aufgreifen und im Plenum zur Diskussion stellen. Englische Sprachkenntnisse für Textlektüre und Verständnis der zum Teil englischsprachigen künstlerischen Arbeiten sind Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar. Die Diskussionsergebnisse sollen in einer Art Thesenpapier festgehalten werden (Abgabe direkt am Ende des Seminars). Auch ist die Teilnahme an Schreibübungen verbindlich.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Input-Referat im Seminar und Recherche zu einer künstlerischen Arbeit und/oder einem kulturwissenschaftlichen Text (70 %). Aktive Teilnahme an den Diskussionen im Seminar und in Form von Schreibübungen (30 %).

Prüfungsstoff

Die künstlerischen Arbeiten inspirieren die Analyse der wissenschaftlichen Texte und geben Interpretationsmöglichkeiten für eine Kontextualisierung der in den Texten aufgeworfenen Fragestellungen. Dabei geht es jeweils um eine Text- als auch Werkanalyse – die sowohl inhaltliche, ästhetische als auch formale Aspekte miteinbezieht.

Literatur

CAMP Center for Art on Migration Politics (2017), We shout and shout, but no one listens: Art from conflict zones, Kopenhagen.
Genfer Flüchtlingskonvention (1951), Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951.
Jaar, Alfredo u.a., "One Million German Passports“ (2023), Zeitung zur Installation des Künstlers Alfredo Jaar in der Pinakothek der Moderne, München mit Beiträgen von internationalen Expert:innen, Wissenschaftler:innen und Schriftsteller:innen.
Kuster, Brigitta, Tsianos, Vassilis S. (2019), Erase them! Eurodac and Digital Deportability. https://transversal.at/pdf/journal-text/293/
Meyer, Katrin (2016), Macht und Gewalt im Widerstreit: Politisches Denken nach Hannah Arendt, Schwabe Verlag.


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 28.08.2023 11:27