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180002 SE Dimensionen interkultureller Philosophie (2017S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 06.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Freitag 07.04. 10:00 - 13:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Samstag 08.04. 09:30 - 13:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Freitag 12.05. 10:00 - 13:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Samstag 13.05. 09:30 - 13:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Freitag 16.06. 10:00 - 13:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Samstag 17.06. 09:30 - 13:00 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Interkulturelle Fragestellungen sind gegenwärtig von bedrängender Aktualität: Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Religions- und Kulturgemeinschaften prägen den politischen Diskurs sowohl international als auch innerhalb einzelner Nationen. Entsprechend gefragt sind wissenschaftliche Kenntnisse über andere Kulturen, ihre Glaubensvorstellungen, Sitten und Traditionen. Aber was kann die Philosophie dazu beitragen?
Aufgabe einer Philosophie der Interkulturalität ist es zuallererst, die Dimension der Interkulturalität auszuweisen. Was ist vorausgesetzt, damit sich Kulturen überhaupt in ihrer je eigenen Wirklichkeit begegnen und erfahren können? Neben einer kritischen Diskussion des Kulturbegriffs rückt die Analyse der Dimension der Interkulturalität dabei v. a. den Begriff der Welt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Der griechisch-abendländischen Tradition zufolge leistet gerade die Philosophie den Schritt über die Partikularität kultureller Lebenswelten hinaus zur Universalität der einen Welt. Diese Verknüpfung von Philosophie und Universalität ist der Grund dafür, dass Heidegger in einem Vortrag aus dem Jahr 1955 sagen kann, dass die Philosophie in ihrem Wesen griechisch und die Redeweise von einer abendländisch-europäischen Philosophie in Wahrheit eine Tautologie sei. Findet die interkulturelle Begegnung also auf dem Boden der Philosophie griechisch-abendländischer Provenienz statt? Oder gibt es eine Dimension, in der auch die Entdeckung von Welt nur einen Beitrag zum Gespräch verschiedener Traditionen darstellt? Wenn die Dimension der Interkulturalität den durch die Philosophie eröffneten Weltbezug aber noch unterfangen soll, dann kann sie das nur tun, indem die Philosophie selber interkulturell wird. Im Seminar soll deshalb danach gefragt werden, was an unserer Philosophietradition in ihrer historischen Vielfalt und Wandelbarkeit europäisch ist und worin die Veränderung des Philosophieverständnisses besteht, die durch die interkulturelle Situation der Philosophie heute angestoßen wird.
Das Seminar bietet einen Einstieg in die Philosophie der Interkulturalität und behandelt zugleich zahlreiche weiterführende Aspekte auch für fortgeschrittene Studierende.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Teilnahme und aktive mündliche Mitarbeit
- Lektüre der im Seminar behandelten Texte
- 3 Essays (je 3-5 Seiten), die jeweils im Anschluss an einen Block zu erstellen sind

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

- Martin Heidegger, Was ist das die Philosophie? Stuttgart: Klett-Cotta 1956.
- Klaus Held, Die Entdeckung der Welt bei den Griechen als Ursprung Europas, in: ders., Europa und die Welt. Studien zur welt-bürgerlichen Phänomenologie. Sankt Augustin: Academia 2013, S. 97-127.
- Niels Weidtmann, Philosophie der Interkulturalität. Aufgaben, Dimensionen, Wege. Tübingen: UTB 2016.
Sekundärliteratur wird in der LV bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 8.1
PP § 57.3.7.
MA Ethik M02 D
MA M 2
HPS M4

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52