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180025 PS Das Erscheinen der Moral (2017S)

Über den ästhetischen Aspekt des Sittlichen

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 07.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 14.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 21.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 28.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 04.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 25.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 02.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 09.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 16.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 23.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 30.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 13.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 20.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 27.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im ersten Teil seiner 'Kritik der Urteilskraft' stellt Immanuel Kant die Resultate vor, die sich aus seinem transzendentalphilosophischen Ansatz für den Bereich der Ästhetik ergeben. Er entfaltet seine Behandlung des Geschmacksurteils über das Schöne sowie des Urteils über das Erhabene nicht zuletzt auch unter Bezugnahme auf die Begriffe der Freiheit, der Ideen der reinen Vernunft sowie des Sittlich-Guten. Damit stehen auch die praktische Philosophie oder die Moral noch einmal im Blick einer kritischen Untersuchung. Die Art und Weise, wie Kant in seiner Dritten Kritik die Frage nach dem Verhältnis der Moral zur Sinnlichkeit thematisierte, fand viel Beachtung und wurde Bezugspunkt der Beschäftigung zahlreicher Nachfolger.

Friedrich Schillers ästhetische Schriften präsentieren sich in dieser Sache wohl als das früheste Echo, das seither in den unterschiedlichsten Bezugnahmen auf Kants Ästhetik und Moralphilosophie mitzuerklingen pflegt. Dabei stellt sich in der Forschung und in der Interpretation der Texte beider Autoren beständig die Frage, wie die teils unter Vorbehalten erfolgende Vereinnahmung der kantischen Philosophie durch Schiller einzuschätzen sei, die insbesondere im Zuge seiner Überlegungen zu der Rolle erfolgt, welche die Kunst in der menschlichen Erziehung, der sittlichen Bildung und schließlich auch in der Politik spielen könnte.

Die Lehrveranstaltung führt in diese Problematik anhand der gemeinsamen Auseinandersetzung mit den betreffenden Texte Kants und Schillers ein. Diese sollen von den Teilnehmern in den jeweiligen Einheiten präsentiert und in der Diskussion mithilfe des LV-Leiters in ihren vielfältigen Aspekten erschlossen werden. Die gemeinsame Erarbeitung soll eine hinreichende Vertrautheit mit den Positionen beider Denker vermitteln, um die Teilnehmern und Teilnehmerinnen 1. an die selbständige Auseinandersetzung mit Kants Ästhetik auf dem Niveau der heutigen Forschung heranzuführen, wie es etwa in den Arbeiten von Birgit Recki oder Hannah Ginsborg repräsentiert ist, und um ihnen 2. ein eigenständiges Urteil über die kontroversen Bewertungen zu erlauben, welche Kants Gedanken zu Moral und Ästhetik sowie Schillers Anknüpfung an und sein Einspruch gegen Kant erfahren haben – so etwa bei Paul de Man oder Hans Feger.

Die Lehrveranstaltung wird von einem Tutorium, gehalten von Sophie Pia Stieger, begleitet, das wöchentlich, voraussichtlich am Montag um 18.30 im Hörsaal 3C stattfindet.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Bedingungen für einen erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung ist die Gestaltung einer Einheit, die aktive Teilnahme an der Erarbeitung des Textverständnisses in der gemeinsamen Diskussion der jeweiligen Textgrundlagen und die Abgabe einer nicht zu umfangreichen schriftlichen Auseinandersetzung mit selbigen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Kant: Kritik der Urteilskraft.

Schiller: Kallias oder über die Schönheit; Über Anmut und Würde; Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen.

Birgit Recki: Ästhetik der Sitten.
Hans Feger: Poetische Vernunft.
Paul de Man: Aesthetic Ideology.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 6.1
MA Ethik M01.3 PS
UF PP 11

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52