Universität Wien FIND

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180046 SE Fachdidaktik Philosophie (2017S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Unentschuldigte Abwesenheit in der ersten LV-Einheit führt zur automatischen Abmeldung!! Sollten Sie in der ersten Einheit verhindert sein, schreiben Sie daher rechtzeitig an: donata.romizi@univie.ac.at

Montag 06.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 20.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 27.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 03.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 24.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 08.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 15.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 22.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 29.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 12.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 19.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 26.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die LV ist im Sinne der forschungsgeleiteten Lehre konzipiert. Die Studierenden werden in ein Forschungsprojekt involviert, dessen Hauptziel ist, Konzepte und Übungen aus der Philosophischen Praxis in Hinblick auf eine Umsetzung im Philosophieunterricht zu erarbeiten und zu adaptieren.
Die Philosophische Praxis ist eine relativ neue Richtung der Philosophie, die unterschiedliche Formen des nicht-akademischen Philosophierens umfasst. Sie ist Anfang der 1980er Jahre aus der Initiative des deutschen Philosophen Gerd Achenbach als philosophische Lebensberatung entstanden und sie hat sich mittlerweile sowohl geographisch als auch inhaltlich stark entwickelt: Heute fallen unter dem Begriff der "Philosophischen Praxis" unterschiedliche Tätigkeiten, wie das Philosophieren in Kaffeehäusern ("Café-Philo", nach einem Konzept von Marc Sautet) oder allgemein in der Öffentlichkeit, das Philosophieren mit Kindern, das Philosophieren auf Reisen oder bei Wanderungen und Vieles mehr.
Die Philosophische Praxis bietet ein enormes Potential für die Entwicklung der Fachdidaktik der Philosophie - ein Potential, dessen Entfaltung erst in den Anfängen steht. Zwar sind Philosophie-Praktiker keine Lehrer, die Gestaltung eines guten Philosophieunterrichts stellt aber Lehrern vor Anforderungen, die mit jenen der Philosophischen Praxis vergleichbar sind: es handelt sich z.B. in beiden Fällen darum:
- die Relevanz der Philosophie für das individuelle und soziale Leben zur Geltung zu bringen;
- philosophische Fragen an die menschliche Erfahrung anzuknüpfen;
- die Philosophie in verständlicher und lebendiger Form zu vermitteln;
- die Philosophie auch für jene Menschen fruchtbar zu machen, die sich beruflich mit der Philosophie nicht beschäftigen bzw. nicht beschäftigen werden.

In dem ersten Teil der LV sollen Ansätze, Konzepte und Übungen aus der Philosophischen Praxis durch Frontalunterricht, Lektüren und Videos erklärt und besprochen werden. Abschließend werden Übungen präsentiert und teilweise ausprobiert, die im Kontext der Philosophischen Praxis entwickelt wurden und im Unterricht umsetzbar sind.
Der zweite Teil wird aus Präsentationen der Studierenden bestehen, die eigene Übungen für den Philosophieunterricht im Sinne der Philosophischen Praxis entwickeln sollen. In diesem Rahmen werden die Studierenden sowohl von den "Peers" als auch von der LV-Leiterin Feedback bekommen, das einer abschließenden Ausarbeitung der Übung in schriftlicher Form dient.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Mitarbeit bei der LV und regelmäßige kurze schriftliche Reflexionen
- Mündliche Präsentation des eigenen Konzepts für eine Übung
- Schriftliche, kurze Abschlussarbeit (7-8 Seiten): Ausarbeitung der Übung und Bezug auf den einschlägigen philosophisch-theoretischen Hintergrund.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zur Leistungsbeurteilung wird Folgendes herangezogen:
- Mitarbeit bei der LV und regelmäßige kurze schriftliche Reflexionen (20% der Gesamtnote)
- Mündliche Präsentation des eigenen Konzepts für eine Übung (20% der Gesamtnote)
- Schriftliche, kurze Abschlussarbeit (60% der Gesamtnote).
NB: bei der Beurteilung werden nicht nur die Inhalte, sondern auch die Form (korrekte Sprache, Strukturiertheit, Einhaltung wissenschaftlicher Standards) berücksichtigt.

Prüfungsstoff

Vgl. oben.

Literatur

Alberti, S. (2009): Pratiche Filosofiche a scuola, Milano: IPOC (die Inhalte dieses auf Italienisch verfassten Buchs werden von der LV-Leiterin im Rahmen der LV vermittelt).
Gutknecht, T. - Himmelmann, B. - Stamer, G. (Hg. 2006): Beratung und Bildung, Jahrbuch der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis, Bd. 2, Berlin: LIT Verlag
Krämer, C. (2013): Philosophische Praxis für die Fachdidaktik Ethik und Philosophie, Saarbrücken: Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA Ethik M03.2 LV für M03
PP § 57.4.2
UF PP 10 Pflichtmodul Fachdidaktik

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36