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180051 KU Kant: Anthropologie in pragmatischer Absicht (2020S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 11.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 18.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 25.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 01.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 22.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 29.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 06.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 13.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 20.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 27.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 03.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 10.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 17.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Mittwoch 24.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt:
Mit dem Werk kritischen Werk Kants verbindet sich bis heute zuweilen die Vorstellung eines Vernunftrigorismus, ein misslicher Vorwurf, der sich ebenso hartnäckig hält, wie er in der Sache fehl geht. Schiller war der erste, der diesen Vorwurf öffentlich aussprach, dann aber sich überzeugen ließ, dass die Unbedingtheit der Vernunft bestimmte, unhintergehbare Funktionen im Denken erfüllt, die gleichwohl mit einer anthropologisch psychologischen Perspektive vereinbar ist. Eine Auseinandersetzung mit Kants Schrift Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, die spät erst, 1798, als Buch erschien, erschließt Kants Denken von eben dieser anderen Perspektive. Vorlesungen über Anthropologie hat Kant nahezu während seines ganzen akademischen Professorenlebens gehalten, sie aber erst spät zu einer Publikation zusammengefasst.

Ziele:
Mit der genauen Lektüre der Schrift Anthropologie in pragmatischer Hinsicht wird sowohl ein Zugang zu den Grundzügen von Kants Denken als auch seinem damit einhergehenden psychologischen Blick auf die Bestimmung des Menschen vermittelt. Der Mensch ist immer zugleich als Vernunftwesen und als sinnliches Wesen zu sehen. In dieser Dualität gilt es, den Menschen in seiner Bestimmung zu verstehen, die wesentlich damit verbunden ist, aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszutreten, wie es in dem berühmten Aufsatz Kants in der Berliner Monatsschrift von 1784, Was ist Aufklärung? formuliert ist. Ziel ist es, sich selbst, die Welt und die Anderen zu erkennen. Kants Anthropologie wird kontextualisiert durch Lektüre aus seinen eigenen Schriften, sowie einiger sein Denken maßgeblich bestimmender Schriften von Schiller, Platon, Rousseau oder Hume.

Methoden:
Kants Schrift wird in textnaher gemeinsamer Lektüre gelesen, studiert und diskutiert. Für jede Einheit wird überdies eine Schrift in Auszügen herangezogen, auf die sich Kant in den jeweiligen Abschnitten besonders stützt. Ein genauer Lektüreplan wird in der 1. Sitzung ausgegeben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es handelt sich um eine immanente Lehrveranstaltung, die regelmäßige Mitarbeit erfordert. Referate zu Quellentext und ausgewählten Forschungsbeiträgen bzw. weiteren Texten, aktive Teilnahme am Unterricht sowie ggf. Teilnahme an Videokonferenzen sind Voraussetzung für den positiven Scheinerwerb.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung für eine wenigstens positive Beurteilung: Referat zu Quellentext und ausgewählten weiteren Texten und Forschungsbeiträgen, regelmäßige Teilnahme an der Lehrveranstaltung.

Prüfungsstoff

Literatur

Immanuel Kant: Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, hrsg. von Reinhard Brandt Hamburg (Meiner) 2000.

Immanuel Kant, Der Streit der Fakultäten, Hrsg. von Horst D. Brandt und Piero Giordanetti, Hamburg (Felix Meiner Verlag) 2005.

Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft, Hrsg. von Heiner F. Klemme, Hamburg (Felix Meiner Verlag) 2009.

Immanuel Kant, Was ist Aufklärung? Ausgewählte kleine Schriften, Hrsg. von Horst D. Brandt, Hamburg (Felix Meiner Verlag) 1999.

Ferner:
David Hume, Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral, Hrsg. von Manfred Kühn, Hamburg (Felix Meiner Verlag) 2003.

Richard Hunter, Plato’s Symposium, Oxford (University Press) 2004.

Platon, Symposion / Gastmahl, Hrsg. und übersetzt von on Barbara Zehnpfennig, Hamburg (Felix Meiner Verlag) 2012.

Jean-Jacques Rousseau, Schriften zur Kulturkritik, Hrsg. von Kurt Weigand, Hamburg (Felix Meiner Verlag) 51995.

Friedrich Schiller: Kallias oder über die Schönheit. Über Anmut und Würde, Hrsg. von Klaus L. Berghahn, Stuttgart (Reclam) 1986.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20