Universität Wien

180074 UE UE Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (2025S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Liedauer , Moodle
2 Möck , Moodle

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

Hinweis der SPL Philosophie:

Das Abgeben von ganz oder teilweise von einem KI-tool (z.B. ChatGPT) verfassten Texten als Leistungsnachweis (z.B. Seminararbeit) ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich als mögliche Arbeitsweise genehmigt wurde. Auch hierbei müssen direkt oder indirekt zitierte Textstellen wie immer klar mit Quellenangabe ausgewiesen werden.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann zur Überprüfung der Autorenschaft einer abgegebenen schriftlichen Arbeit ein notenrelevantes Gespräch (Plausibilitätsprüfung) vorsehen, das erfolgreich zu absolvieren ist.

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 11.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 18.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 25.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 01.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 08.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 29.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 06.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 13.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 20.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 27.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 03.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 10.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 17.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Kurs ist eine Einführung in das, was die (akademische) Philosophie als ‚Handwerk‘ ausmacht. Darunter fällt zuallererst der Umgang mit Texten.
Die Studierenden lernen, A) verschiedenartige und teilweise schwierige Texte mit Verständnis zu lesen und zu verwenden, B) Literatur zu recherchieren und mit ihr wissenschaftlich korrekt umzugehen, C) was die Vorzüge gemeinsamer Diskussion in der Philosophie und die Grundlagen eines gelungenen Referats sind und D) selbst Texte nach wissenschaftlichen Standards zu konzipieren und zu verfassen.
Die beiden Ziele der LV bestehen einerseits darin, die verbindlichen Regeln des philosophischen wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen und andererseits, verschiedene mögliche Arbeitsweisen kennenzulernen und auszuprobieren. Die Aufgaben, die während des Kurses (bzw. vorbereitend) zu erledigen sein werden, zielen auf beides – also sowohl das Erlernen, als auch das Ausprobieren. Der Kurs versteht sich als Übungsraum; um dies zu ermöglichen, wird auf eine wertschätzende und inklusive Atmosphäre und eine gute Fehlerkultur geachtet sowie die engagierte Vorbereitung und Mitarbeit seitens der Studierenden vorausgesetzt.
Wir werden vor allem, aber nicht nur, mit Texten aus der praktischen Philosophie (Ethik, Politische Philosophie) arbeiten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Vorbereitung und Mitarbeit:
Für (fast) jede Sitzung ist in Vorbereitung ein Text zu lesen. Wir werden in der Stunde in Kleingruppen und in der Großgruppe zu Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens - Lesen und Exzerpieren, Sprechen über Texte, korrekter Umgang mit Literatur, wissenschaftliches Schreiben - sowie zu den gelesenen Texten arbeiten.

Kleine Aufgaben:
Über das Semester hinweg werden max. fünf schriftliche Aufgaben gestellt, die in Nachbereitung der Stunden zu erledigen sind.

Lesekreise:
Nach einer Eingangsphase werden Studierende sich als Lesekreise (aka “Referatsgruppen”) zusammentun, die jeweils einen Text untereinander besprechen und einen kurzen Input für die Stunde vorbereiten. Die Lesekreispräsentationen werden ab dem zweiten Drittel des Semesters stattfinden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent; regelmäßige Anwesenheit (max. 2 Fehlstunden) ist Voraussetzung für den positiven Abschluss.

• Vorbereitung (= den Text für die jeweilige Einheit lesen) und Mitarbeit 20% = 20 Punkte
• Kleine Aufgaben während des Semesters 50% = 50 Punkte
• Beteiligung an einer Lesekreispräsentation 30% = 30 Punkte

Notenschlüssel:
Sehr gut: 100-87 Punkte
Gut: 86-75 Punkte
Befriedigend: 74-63 Punkte
Genügend: 62-51 Punkte
Nicht genügend: 50-0 Punkte

Die Verwendung von generativer KI ist in diesem Kurs - außer wenn sie für eine Aufgabe dezidiert gefordert wird - ausdrücklich nicht erlaubt.
Mit der Anmeldung zu dieser Lehrveranstaltung stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen im Moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Prüfungsstoff

Grundlegende Techniken des philosophischen wissenschaftlichen Arbeitens. Die Beherrschung des „Prüfungsstoffs“ wird durch die abzugebenden Teilleistungen (inkl. Beteiligung in der Stunde) überprüft. Die Inhalte der Primärtexte sind nicht Prüfungsstoff, da es in dieser Lehrveranstaltung um das Erlernen von Fertigkeiten geht, es muss mit ihnen aber - korrekt - gearbeitet werden.

Literatur

Zum wissenschaftlichen Arbeiten:
Das methodische Rückgrat der Lehrveranstaltung bildet das am Institut verwendete Handbuch:
Flatscher, Matthias, Gerald Posselt und Anja Weiberg. Wissenschaftliches Arbeiten im Philosophiestudium. Stuttgart: UTB, 2011.
Weitere verwendete Handbücher:
Esselborn-Krumbiegel, Helga: Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum Wissenschaftlichen Schreiben. Vierte Auflage. Paderborn: Schöningh (utb) 2014.
Wolfsberger, Judith: Frei geschrieben. Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. 4. Auflage. Wien: Böhlau (utb) 2016 (1997).

Primärtexte (vorläufig):
• Arendt, Hannah: „Wahrheit und Politik”, in: Dies.: Wahrheit und Lüge in der Politik. Zwei Essays. München; Berlin: Piper 2015, 44–93. Auszug.
• Descartes, René: Meditationen. Hg. und übers. von Christian Wohlers. Hamburg: Meiner 2009. Auszug.
• Fanon, Frantz: Schwarze Haut, weiße Masken. Wien Berlin: Turia+Kant 2020. Auszug.
• Fricker, Miranda: „Powerlessness and Social Interpretation“, in: Episteme. A Journal of Social Epistemology. 3 (1-2), 2006, 96-108.
• Gardiner, Stephen M.: „A Perfect Moral Storm”, in: Simon Caney; Stephen Gardiner; Dale Jamieson; Henry Shue (Hg.): Climate Ethics. Essential Readings. New York: Oxford Univ. Press 2010, 87-98.
• Husserl, Edmund: Cartesianische Meditationen. Eine Einleitung in die Phänomenologie. Hg. Von Elisabeth Ströker. Hamburg: Meiner 1995. Auszug.
• Kant, Immanuel: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Hg. Von Rolf Toman. Köln: Könemann 1995, 180 – 196 („Erster Abschnitt, Übergang von der gemeinen sittlichen Vernunfterkenntniß zur philosophischen“).
• Levinas Emmanuel: „Die Philosophie und die Idee des Unendlichen“, in: Ders.: Die Spur des Anderen. Untersuchungen zur Phänomenologie und Sozialphilosophie. Freiburg, München 1992, 185-208.
• Platon: „Kriton“, in: Ders.: Sämtliche Werke, Bd.1. Übers. v. Friedrich Schleiermacher. Hg. von Ursula Wolf. 33. Aufl. Hamburg: Rowohlt 2015.
• Young, Iris Marion: “Werfen wie ein Mädchen. Eine Phänomenologie weiblichen Körperverhaltens, weiblicher Motilität und Räumlichkeit”, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 41 (3), 1993, 707-725.

Es ist geplant, einzelne Texte auf Englisch zu lesen; darüber können wir in der ersten EH aber noch sprechen.
Die Literaturliste wird bis Semesterbeginn noch ergänzt und kann u.U. auch während des Semesters leicht abgeändert werden. Anschaffungen im Vorfeld sind nicht nötig – die benötigten Texte werden auf Moodle zur Verfügung gestellt, bzw. der Zugang über u:search in der ersten LV-Einheit erklärt.

Gruppe 2

Hinweis der SPL Philosophie:

Das Abgeben von ganz oder teilweise von einem KI-tool (z.B. ChatGPT) verfassten Texten als Leistungsnachweis (z.B. Seminararbeit) ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich als mögliche Arbeitsweise genehmigt wurde. Auch hierbei müssen direkt oder indirekt zitierte Textstellen wie immer klar mit Quellenangabe ausgewiesen werden.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann zur Überprüfung der Autorenschaft einer abgegebenen schriftlichen Arbeit ein notenrelevantes Gespräch (Plausibilitätsprüfung) vorsehen, das erfolgreich zu absolvieren ist.

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 18.03. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 01.04. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 29.04. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 13.05. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 27.05. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Dienstag 10.06. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
  • Freitag 20.06. 13:15 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In dieser LV erlernen die Studierenden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens in der akademischen Philosophie. Nach Absolvieren der LV sind die Studierenden mit den wichtigsten ‚Werkzeugen‘ für ihr weiteres Philosophiestudium ausgestattet, mit formalen Konventionen des wissenschaftlichen Schreibens vertraut und dazu in der Lage, eigene philosophische Texte zu verfassen.

Dafür beschäftigen wir uns intensiv mit den drei Phasen auf dem Weg zur wissenschaftlichen Arbeit: 1. Der Umgang mit dem Primärtext, 2. Die Literaturrecherche, 3. Der Schreibprozess.

Konkrete Lerninhalte dieser LV sind unter anderem der aktive Zugang zu philosophischen Texten (Identifizieren zentraler Thesen und Argumente, Erarbeiten von Lektürefragen, etc.), Strategien für die Literaturrecherche, das Entwickeln einer geeigneten Fragestellung, der sinnvolle Einsatz von Literaturverweisen und das Zitieren nach gängigen Konventionen. Außerdem werden wir uns mit dem Schreibprozess sowie möglichen Herausforderungen wie etwa Schreibblockaden auseinandersetzen.

In dieser LV setzen wir uns mit verschiedenen Textsorten und Themen in der Philosophie auseinander, um den Zugang zu diversen Formen philosophischer Literatur zu üben.

Der Kurs legt besonderen Wert auf die Anwendung der erworbenen Fähigkeiten anhand von Beispielen und Übungen sowie den Austausch zwischen Studierenden. Er versteht sich als Raum des Lernens; Fragen sowie Fehler sind elementare Bestandteile eines gelingenden Lernprozesses. Außerdem wird auf eine umsichtige Diskussionskultur geachtet.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Folgende Leistungen werden im Laufe des Semesters für die LV erbracht:
– aktive Mitarbeit, Lektüre der Texte und Anwesenheit
– unbenotete kleinere schriftliche Aufgaben (zur Umsetzung des Gelernten sowie als Vorbereitung auf die Sitzungen)
– zwei größere schriftliche Aufgaben
– Impulsreferat/mündlicher Lesekreisbericht

Die Aufgaben sind im vorgesehenen Moodle-Ordner innerhalb der jeweils vorgegebenen Deadline hochzuladen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Dies ist eine prüfungsimmanente LV. Anwesenheit ist somit verpflichtend. Studierende dürfen höchstens einmal einer Sitzung fernbleiben. Die regelmäßige Vorbereitung sowie die aktive Teilnahme am Diskussionsgeschehen und das Einreichen der unbenoteten schriftlichen Aufgaben sind Teil der Kursleistung.

Prüfungsstoff

In dieser LV steht das Erlernen der Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens im Zentrum. Deren Anwendung ist deshalb Prüfungsstoff dieser LV und wird mithilfe der Teilleistungen überprüft. Zugleich ist ein grundsätzliches Verständnis der Primärtexte notwendig für die erfolgreiche Bearbeitung der Aufgaben.

Literatur

Alle für diese LV relevanten Texte werden auf Moodle hochgeladen oder sind online zugänglich. Die folgende Literaturliste ist vorläufig und wird bis Semesterbeginn noch ergänzt sowie evtl. verändert.

Primärtexte:

Adorno, Theodor W.: "Philosophie und Lehrer", in: Erziehung zur Mündigkeit. Hg. von Gerd Kadelbach. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 31–52.

Alcoff, Linda Martín: „Philosophy and Philosophical Practice”, in: The Routledge Handbook of Epistemic Injustice. Hg. von Ian James Kidd, José Medina, Gaile Pohlhaus. New York: Routledge 2017, 397–408. https://doi.org/10.4324/9781315212043-38

Austin, John L.: „Performative Äußerungen“, in: Ders.: Gesammelte philosophische Aufsätze. Stuttgart: Reclam 1986, S. 305–27.

Butler, Judith: Haß spricht. Zur Politik des Performativen. Aus dem Amerik. von Kathrina Menke und Markus Krist. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2006. (Auszüge)

Descartes, René: Meditationes de prima philosophia / Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Lat. / dt. (Übersetzung von A. Buchenau, überarbeitet von H.G. Zekl und L. Gäbe). In: Ders.: Philosophische Schriften in einem Band. Hamburg: Meiner 1996. (Auszüge)

Haraway, Donna J.: „Situiertes Wissen Die Wissenschaftsfrage im Feminismus und das Privileg einer partialen Perspektive“. In: Dies.: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen. Hg. von Carmen Hammer und Immanuel Stieß. Aus dem Amerik. von Dagmar Fink, Carmen Hammer, Helga Kelle, Anne Scheidhauer, Immanuel Stieß, Fred Wolf. Frankfurt a. M.: Campus Verlag 1995, S. 72–97.

Saussure, Ferdinand de (2001): Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Hg. von Charles Bally und Albert Sechehaye unter Mitwirkung von Albert Riedlinger. Aus dem Franz. von Herman Lommel 3. Aufl. mit einem Nachwort v. Peter Ernst. Berlin; New York: de Gruyter. (Auszüge)

Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen. Auf der Grundlage der kritisch-genetische Edition. neu herausg. von
Joachim Schulte. 9. Aufl. Frankfurt: Suhrkamp 2019. (Auszüge)

Zum wissenschaftlichen Arbeiten:

Flatscher, Matthias, Gerald Posselt und Anja Weiberg: Wissenschaftliches Arbeiten im Philosophiestudium. Stuttgart: UTB 2011.

Esselborn-Krumbiegel, Helga: Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. Vierte Auflage. Paderborn: Schöningh (utb) 2014.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 04.06.2025 13:46