180075 PS Migration, Feindbilder und kulturelle Konflikte (2018S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Fr 09.02.2018 12:00 bis Fr 23.02.2018 12:00
- Abmeldung bis Sa 31.03.2018 12:00
Details
max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Montag 05.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 19.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 09.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 16.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 23.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 30.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 07.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 14.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 28.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 04.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 11.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 18.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
- Montag 25.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Referat, Mitarbeit, schriftliche Abschlussarbeit (ca. 10-15 Seiten)
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Eine eigenständige, reflektierte Beschäftigung mit den Themen der LV und insbesondere mit dem für die Abschlussarbeit und/oder das Referat gewählten Spezialthema soll erkennbar sein. Wichtig, insbesondere für die Abschlussarbeit, sind kohärente und konsistente Argumentation, Verwendung von themenrelevanter Literatur und Bezugnahme auf diese (Zitierweise nach Wahl, doch sollte das gewählte Modell konsequent beibehalten werden). Ansonsten ist für die Beurteilung vor allem engagierte Beteiligung an Diskussionen und die eigenständige Beschäftigung mit Texten, die im Rahmen der LV besprochen werden, von großer Bedeutung.
Prüfungsstoff
Themen der LV
Literatur
Agamben, Giorgio: Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben (Frankfurt am Main 2002).
Assmann, Aleida: Identitäten (2. Aufl. Frankfurt am Main 1999).
Bade, Klaus J. (Hg.): Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart (Paderborn et al. 2010).
Donhauser, Gerhard: Angst und Schrecken. Beobachtungen auf dem Weg vom Ausnahmezustand zum Polizeistaat in Europa und den USA (Wien 2015).
Geertz, Clifford: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme (4. Aufl. Frankfurt am Main 1995).
Gutmann, Amy: Das Problem des Multikulturalismus in der politischen Ethik. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 43. Jg., 2 (1995) 273–305.
Heiss, Johann / Feichtinger, Johannes (Hg.), Der erinnerte Feind (= Historische Studien zur „Türkenbelagerung“ 2; Wien 2013).
Hetzel, Andreas (Hg.): Alterität und Anerkennung (Baden-Baden 2011).
Kolnai, Aurel: Ekel, Hochmut, Haß. Zur Phänomenologie feindlicher Gefühle. Mit einem Nachwort von Axel Honneth (Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007).
Koselleck, Reinhart: Zur historisch-politischen Semantik asymmetrischer Gegenbegriffe. In: Koselleck, Reinhart, Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten (= stw 757, 3. Aufl. Frankfurt am Main 1995) 211 – 259.
Lehmann, Sandra: Hass oder der Impetus der Vernichtung. In: Liebsch, Burkhard/Hetzel, Andreas/Sepp, Hans Rainer (Hg.): Profile negativistischer Sozialphilosophie. Ein Kompendium. Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Sonderband 32 (2011) 95–110.
Moller Okin, Susan: Konflikte zwischen Grundrechten. Frauenrechte und die Probleme religilöser und kultureller Unterschiede. In: Gosepath, Stefan/Lohmann, Georg (Hg), Philosophie der Menschenrechte (Frankfurt am Main 1998) 310 – 342.
Reisigl, Martin: Feindbild, in: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 10: Nachträge A–Z (Darmstadt 2012) 291.
Schlabach, Jörg: Scharia im Westen. Muslime unter nicht-islamischer Herrschaft und die Entwicklung eines muslimischen Minderheitenrechts für Europa (Berlin et al. 2009).
Schmitt, Carl: Der Begriff des Politischen. Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien (3. Aufl. Berlin 1991).
Vogel, Elisabeth (Hg.): Zwischen Ausgrenzung und Hybridisierung (Würzburg 2003).
Zehetgruber, Christoph: Islamisches Strafrecht versus europäische Werteordnung. Ein Rechtsvergleich (Wien 2010).
Assmann, Aleida: Identitäten (2. Aufl. Frankfurt am Main 1999).
Bade, Klaus J. (Hg.): Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart (Paderborn et al. 2010).
Donhauser, Gerhard: Angst und Schrecken. Beobachtungen auf dem Weg vom Ausnahmezustand zum Polizeistaat in Europa und den USA (Wien 2015).
Geertz, Clifford: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme (4. Aufl. Frankfurt am Main 1995).
Gutmann, Amy: Das Problem des Multikulturalismus in der politischen Ethik. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 43. Jg., 2 (1995) 273–305.
Heiss, Johann / Feichtinger, Johannes (Hg.), Der erinnerte Feind (= Historische Studien zur „Türkenbelagerung“ 2; Wien 2013).
Hetzel, Andreas (Hg.): Alterität und Anerkennung (Baden-Baden 2011).
Kolnai, Aurel: Ekel, Hochmut, Haß. Zur Phänomenologie feindlicher Gefühle. Mit einem Nachwort von Axel Honneth (Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007).
Koselleck, Reinhart: Zur historisch-politischen Semantik asymmetrischer Gegenbegriffe. In: Koselleck, Reinhart, Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten (= stw 757, 3. Aufl. Frankfurt am Main 1995) 211 – 259.
Lehmann, Sandra: Hass oder der Impetus der Vernichtung. In: Liebsch, Burkhard/Hetzel, Andreas/Sepp, Hans Rainer (Hg.): Profile negativistischer Sozialphilosophie. Ein Kompendium. Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Sonderband 32 (2011) 95–110.
Moller Okin, Susan: Konflikte zwischen Grundrechten. Frauenrechte und die Probleme religilöser und kultureller Unterschiede. In: Gosepath, Stefan/Lohmann, Georg (Hg), Philosophie der Menschenrechte (Frankfurt am Main 1998) 310 – 342.
Reisigl, Martin: Feindbild, in: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 10: Nachträge A–Z (Darmstadt 2012) 291.
Schlabach, Jörg: Scharia im Westen. Muslime unter nicht-islamischer Herrschaft und die Entwicklung eines muslimischen Minderheitenrechts für Europa (Berlin et al. 2009).
Schmitt, Carl: Der Begriff des Politischen. Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien (3. Aufl. Berlin 1991).
Vogel, Elisabeth (Hg.): Zwischen Ausgrenzung und Hybridisierung (Würzburg 2003).
Zehetgruber, Christoph: Islamisches Strafrecht versus europäische Werteordnung. Ein Rechtsvergleich (Wien 2010).
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36
Sobald von uns und den Anderen, den Fremden die Rede ist und dabei an größere, mehr oder minder kohärente, homogene Gruppen gedacht ist, hat man es nicht nur mit groben Vereinfachungen, sondern auch mit sozialen Identitätsbildungen zu tun. Diese erfolgen nicht selten (auch) über Ein- und Ausgrenzungen, „asymmetrische Gegenbegriffe“ (Koselleck 1995, 211 ff.), die sich in „Freund-Feind“-Dichotomien (Schmitt 1991, insbes. 26 ff.) manifestieren und mit sehr „feindlichen Gefühlen“ (Kolnai 2007, 7 – 65, 100 – 142) aufgeladen sein mögen.
Was können Begriffe wie Integration und Inklusion in diesem Zusammenhang ganz konkret bedeuten? Welche Möglichkeiten bestehen, welche Grenzen – und für wen? Was geschieht im Fall von nicht imaginierten und nicht herbeigeredeten kulturellen Konflikten, etwa, wenn infolge missglückter Integration ohnehin offene Probleme innerhalb einer Gesellschaft, wie z. B. ein manifester Gendergap, verschärft werden oder verschärft zu werden scheinen? Auf welcher Grundlage sind Lösungen oder auch nur als adäquat empfundene Perspektiven für alle Beteiligten vorstellbar?Methoden: Referate, Vortrag des LV-Leiters, Diskussion, gemeinsame Lektüren, gemeinsame Filmanalysen