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180092 SE Stimme Ausdruck Philosophie (2018W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 08.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 15.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 22.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 29.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 05.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 12.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 19.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 26.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 03.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 10.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 07.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 07.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Montag 14.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 21.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
Montag 28.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3F NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte:
Stimme ist ein Phänomen, dem wir täglich begegnen. Sie ist das Medium, durch das Menschen miteinander sprechen, aufeinander hören, das Medium, durch das sich Kunst in verschiedener Weise artikuliert. Stimme begleitet uns, wir reagieren auf sie, doch was wissen wir über sie, wenn wir nicht gerade zu denen gehören, die die Stimme über den unmittelbaren Gebrauch hinaus ausbilden? Das philosophische Hinterfragen macht das Nächste zu einem Fernen, zu einem Fremden. In Abwandlung von Augustinus, wir wissen, was die Stimme ist, sollen wir uns über sie erklären, dann wissen wir es nicht mehr. Wenn man über Stimme nachdenkt, sie genauer erkundet, genauer hinhört, entdeckt sich ein ungeahnter Kosmos. Ein Sprichwort sagt, Der Ton macht die Musik. Was damit gemeint ist, hat sich die Konfliktforschung längst zum Thema gemacht. Man kann emotional verletzen ohne auch nur ein beleidigendes Wort zu gebrauchen, eben durch den Ton, den Tonfall des Gesagten. Doch zur Musik: Die Stimme ist das Urinstrument aller Musik. Die Geige soll singen, PianistInnen, DirigentInnen singen nicht selten innerlich mit, von den stimmlichen Künsten ganz zu schweigen, die bald solistisch, bald im Chor, Texte oder reine Klänge gestalten. Die Neue Musik hat vielfältige Formen stimmlicher Klanggebung erkundet, die sich von den eingespielten abendländischen Traditionen abheben.

Ziele:
Diese Lehrveranstaltung steht in Verbindung mit dem Konzert-Symposion Stimme Ausdruck Philosophie, das die LV-Leiterin in Zusammenarbeit mit dem Festival für Neue Musik Wien Modern 2018 und mit der Sängerin und Performerin Salome Kammer organisiert hat. Zunächst will die Lehrveranstaltung im ersten Teil bis Ende November auf das interdisziplinäre Konzert-Symposion vorbereiten, das am So/Mo, 25./26. November ganztägig stattfindet und dessen Teilnahme verpflichtend ist.
Folgende Werke werden beim Konzert-Symposion durch Vorträge aus Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Psychologie, Rollengestaltung, Philosophie beleuchtet, und zuvor im Seminar gemeinsam erarbeitet:

Hugo Ball (1886-1927): Sechs Laut- und Klanggedichte (1916)
Giacinto Scelsi (1905-1988): Canti del Capricorno (1962-1972)
John Cage (1912-1992): Aria (1956)
Luciano Berio (1925-2003): Sequenza III (1966)
György Kurtág (*1926): Einige Sätze aus den Sudelbüchern Georg Christoph Lichtenbergs
Mauricio Kagel (1931-2008): Turm zu Babel (2002)
Carola Bauckholt (*1959): Die Alte 11’ Emil (2003)
Iris ter Schiphorst (*1956): Changeant (2004)

Zum Auftakt der Veranstaltung wird Salome Kammer am 8. Oktober 2018 anwesend sein.
Wir werden der Frage nachgehen, warum nonsense-Texte und menschliche Lautmalerei interessieren und KomponistInnen wie InterpretInnen aber auch HörerInnen einladen, sich auf sie einzulassen. Ist diese Kunst schön, ist sie wahr? Was will sie? Will sie überhaupt etwas? Und was heißt es für KomponistInnen wie InterpretInnen, solche Werke aufzuführen.
Im Zweiten Teil der Lehrveranstaltung wird ab Dezember dem Phänomen der Stimme anhand von ausgewählter Literatur vertieft nachgegangen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Methoden:

Leistungskontrolle:
Es handelt sich um eine immanente Lehrveranstaltung, die regelmäßige Präsenz erfordert. Ein Referat zu Quellentext, zu Toneinspielung und ausgewählten Forschungsbeiträgen, aktive Teilnahme am Unterrichtsgespräch, sowie die Teilnahme am Konzert-Symposion (25. und 26. November 2018) sind Voraussetzung für den positiven Scheinerwerb.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Literatur und Kompositionen werden auf Moodle zum Download bereitgestellt werden

Das Programm des Konzert-Symposions wird in Kürze bereitgestellt werden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: So 03.02.2019 21:47