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180095 SE Phänomenologie von Schwangerschaft und Geburt (2018S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 02.05. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 09.05. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 16.05. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 23.05. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 06.06. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 13.06. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 20.06. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 27.06. 09:45 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Seminar werden wir uns mit der Erfahrung der Geburt beschäftigen, um Rückschlüsse darauf zu ziehen, welche Art von Pflege in dieser Situation förderlich ist. Unsere Methode wird die Phänomenologie sein, als Beschreibung unserer leiblichen Erfahrung. Besondere Schwerpunkte liegen auf der genauen Beschreibung der involvierten Emotionen oder Gefühle, wobei Angst und Staunen wesentliche Rollen spielen (und Heidegger uns wichtige Ansätze liefert). Aufgabe der Pflege ist es, die Angst in Schach zu halten und die Erwartung des Staunens zu unterstützen. Dazu notwendig ist geeignete Kommunikation, wozu wir mit Merleau-Ponty der Unterscheidung zwischen verbaler und non-verbaler (leiblicher) Kommunikation nachgehen. Responsivität bildet einen wichtigen Begriff als Antworten auf die Situation und die beteiligten Individuen.
Das Seminar ist für Studierende der Philosophie und der Pflegewissenschaften offen, und von dieser Begegnung der Disziplinen sollten hilfreiche Impulse ausgehen. Sowohl beim Referat als auch beim Essay wird der jeweilige Hintergrund der Studierenden berücksichtigt.
Sprache: Deutsch

Studierende werden:
mit Phänomenologie von Schwangerschaft und Geburt vertraut
die Grundbegriffe der Phänomenologie wie Welt, Gefühle, Leiblichkeit kennenlernen
lernen, wie man im Ausgang von bestimmten Philosophen philosophische Texte interpretiert
lernen, den Bezug zwischen Philosophie und Pflegewissenschaft herzustellen
originelle Forschung im Zusammenhang zeitgenössischer Theorien in Philosophie und Pflegewissenschaft durchführen

Anwendung der phänomenologischen Methode zur genauen Beschreibung unserer Erfahrung von Schwangerschaft und Geburt
Genaue Lektüre, Interpretation und kritische Diskussion geeigneter Texte
Vortragen eines Referats
Schreiben eines Essays

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme (nicht mehr als drei Mal unentschuldigtes Fehlen), Lektüre der zentralen Texte, aktive Beteiligung an den Diskussionen, Präsentation eines Referates mit Handout und Diskussionsfragen und Verfassen eines Essays (ca. 4000 Wörter).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Siehe oben: Art der Leistungskontrolle. Die schriftliche Seminararbeit ist zu 80% Grundlage der Leistungsbeurteilung, das Referat zu 20%.

Prüfungsstoff

Gemeinsame Lektüre und Diskussion.

Literatur

Ausgewählte Literatur:
Butler, Judith: Kritik der ethischen Gewalt, Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2007.
Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Nijhoff, 1993.
Merleau-Ponty, Maurice: Phänomenologie der Wahrnehmung, Berlin: de Gruyter, 1966.
Mullin, Amy: Reconceiving Pregnancy and Childcare: Ethics, Experience, and Reproductive Labour, Cambridge: Cambridge UP, 2005.
Schott, Robin May (Hg.), Birth, Death, and Feminity: Philosophies of Embodiment, Bloomington: Indiana UP, 2010, S. 73-156.
Thomson, G., Dykes, F. & Downe, S. (eds.). Qualitative Research in Midwifery and Childbirth: Phenomenological Approaches, London: Routledge, 2011.
Young, Iris Marion: Pregnant Embodiment: Subjectivity and Alienation, in: The Journal of Medicine and Philosophy 9 (1984), S. 45-62.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 09.10.2018 11:07