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180097 SE Grundfragen der Daseinsanalyse (2021W)

Wachen Träumen Schlafen -Seinsformen und ihre Bedeutung für die psychotherapeutische Praxis

2.00 ECTS (1.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
VOR-ORT

07. Jänner 2022

Dr. Hellmuth Lilienthal
Über die Wirkung von Träumen
Ausgehend von einem durch Plotin überlieferten Ausspruch Heraklits, dass die
Wachenden eine einzige und gemeinsame Welt haben, doch im Schlummer wendet
sich jeder von dieser ab in seine eigene, sollen diese und andere Charakteristiken
des Träumens kritisch beleuchtet und der Bezug zu anderen Seinsweisen,
insbesondere zum Wachen erörtert werden. Warum träumen wir? Und wie stehen
Träumen und Wachen zur Wirklichkeit? Während im Wachen Handlungen zu direkten
Wirkungen führen, weshalb von manchen Autoren auch der Wachzustand als Domäne
der Wirklichkeit angesehen wurde, sind die Wirkungen von Träumen oft indirekt,
sublimer und verborgener. Deshalb sollen ausgewählte Wirkungsbereiche des Träumens
eingehender betrachtet werden. Dabei besteht die grundsätzliche Schwierigkeit, dass
Träumen nur von der anderen Seinsweise des Wachens her zu erschließen
28. Jänner 2022

Dr. med. Lora Vidic
Gefangen im Traum: wenn der Körper erkrankt
Der Mensch besitzt nicht sein Leiben wie einen Gegenstand, schreiben die Herausgeber
von Leiben und Leben im Frühjahr 1977, sondern muss zum Verständnis seines leiblichen
Kranksein den ganzen Mensch mit seinen sozialen und mitmenschlichen Bezügen in
Betracht ziehen. Wie die Träume zum Schlafen und das Denken und Fühlen zum
Wachzustand gehören, so bilden das Leiben und leben eine Einheit der menschlicher
Existenzweise. Doch wie aktiveren wir die Heilungskräfte unseres Körpers? Und wie können
wir unseren Körper dabei unterstützen unsere Psyche gesund zu halten? Wenn die
daseinsanalytische Psychotherapie zuallerst eine Herausforderung an den Kranken stellt aus
seinem Versteckt herauszukommen, sich selber zu bestätigen und durch seine Bestätigung
die tiefverwurzelten Überzeugungen, Gewohnheiten zu verlassen, ist damit der Heilungsweg
beschritten ?

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Organisatorische oder auch sonstige Fragen bitte an: ralph.schwarzenbacher@univie.ac.at

Bei diesem SE handelt es sich um eine Vortragsreihe mit anschließenden Diskussionen in Kooperation mit dem Österreichischen Daseinsanalytischen Institut (ÖDAI)

+++Die Sitzung am 10.12. nach 20:00 ist eine interne Sitzung+++

Das Verfassen von BA-Arbeiten ist in diesem SE nicht möglich.

05.November 2021 Mag. Dr. Johannes Vorlaufer
Hoffentlich waren Sie in den Ferien in einer fruchtbaren Wachheit für die Träume.
Zur fundamentalontologischen Dimension des Bezugs von Wachsein und Träumen. 1952 schreibt Heidegger in einem Brief an Medard Boss: Hoffentlich waren Sie in den Ferien
in einer fruchtbaren Wachheit für die ‚Träume’.Davon ausgehend sucht das Referat unser
Wachsein und Träumendsein in ihrem Bezug zueinander und in fundamentalontologischer Hinsicht zu bedenken. Inwiefern kann das Wachsein für Träume fruchtbar sein? Warum haben uns Träume etwas zu sagen? Und wie können wir auf ihr Gesagtes und Ungesagtes
hören?

19.November 2021 ao. Univ. -Prof., Mag. Dr. Dr. Karl Baier
Dem träumenden Dasein auf der Spur
Überlegungen zum daseinsanalytischen Traum-Diskurs
Die Traumtheorie und die ihre therapeutische Anwendung bilden ein Kernstück der Daseinsanalyse. Der Vortrag gibt eine Einführung in das Verständnis des Träumens bei
Medard Boss und seine Vorgeschichte.
Außerdem wird ein Einblick in die verschiedenen Positionen gegeben, die innerhalb der
Daseinsanalyse in der Auseinandersetzung mit Boss entwickelt wurden.

10.Dezember 2021 Mag. Dr. Murat Ates
Gibt es ein Subjekt, das sich durchhält? Im Wachen, Träumen und Tiefschlaf.
Abstract: Ob ein Mensch wach ist oder ob er träumt, immer trägt sich in den Ereignissen beider Verfassungen ein und dasselbe Dasein aus, stets ist es die Selbigkeit einer
menschlichen Existenz, die sich als eine Identität durch das Wachen und Träumen hindurchhält, schreibt Medard Boss. Wir werden uns ausgehend von diesem Zitat mit der Frage beschäftigen, ob und inwiefern das Subjekt bzw. das Dasein eine Kontinuität aufweist,
die sich derart im Wachen, Träumen aber auch im Tiefschlaf durchzuhalten vermag. Oder sind die Brüche, Lücken und Diskontinuitäten in der Selbstwahrnehmung derart radikal, dass
wir dem Zitat widersprechen müssen? Ist das Dasein diskontinuierlich? Im Versuch einer Klärung dieser Fragestellung werden wir uns nicht nur mit den (teils doch konkurrierenden)
Auffassungen von Psychoanalyse und Daseinsanalyse befassen, sondern uns zumal mit interkulturellen Philosophien, insbesondere mit Vedantischen und Daoistischen Ansätzen auseinandersetzen.

Freitag 05.11. 18:30 - 22:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Freitag 19.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Freitag 10.12. 20:15 - 21:45 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Freitag 07.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Freitag 28.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

siehe moodle

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

siehe moodle

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

siehe moodle

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

ACHTUNG: 1-stündig!!

Letzte Änderung: Mi 10.11.2021 13:28