Universität Wien

180100 SE Fachdidaktik Philosophie (2015W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

NB (1): die LV fängt pünktlich an!
NB (2): Unentschuldigte Abwesenheit in der ersten LV-Einheit führt zur automatischen Abmeldung!! Sollten Sie in der ersten Einheit verhindert sein, schreiben Sie daher rechtzeitig an: donata.romizi@univie.ac.at

  • Dienstag 13.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 20.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 27.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 03.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 10.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 17.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 24.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 01.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 15.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 12.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 19.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien
  • Dienstag 26.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 3C, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/3. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Rahmen der LV sollen Ansätze, Konzepte und Übungen, die im Zusammenhang mit der Philosophischen Praxis entwickelt wurden, für die Didaktik der Philosophie fruchtbar gemacht werden.
Die Philosophische Praxis ist eine relativ neue Richtung der Philosophie, die unterschiedliche Formen des nicht-akademischen Philosophierens umfasst. Sie ist Anfang der 1980er Jahre aus der Initiative des deutschen Philosophen Gerd Achenbach als philosophische Lebensberatung entstanden und sie hat sich mittlerweile sowohl geographisch als auch inhaltlich stark entwickelt: Heute fallen unter dem Begriff der "Philosophischen Praxis" unterschiedliche Tätigkeiten, wie das Philosophieren in Kaffeehäusern ("Café-Philo", nach einem Konzept von Marc Sautet) oder allgemein in der Öffentlichkeit, das Philosophieren mit Kindern, das Philosophieren auf Reisen oder bei Wanderungen und vieles mehr.
Die Philosophische Praxis enthält ein enormes Potential für die Entwicklung der Fachdidaktik der Philosophie - ein Potential, dessen Entfaltung erst in den Anfängen steht. Zwar sind Philosophie-Praktiker keine Lehrer, die Gestaltung eines guten Philosophieunterrichts stellt aber Lehrern vor Anforderungen, die mit jenen der Philosophischen Praxis vergleichbar sind: es handelt sich z.B. in beiden Fällen darum:
- die Relevanz der Philosophie für das individuelle und soziale Leben zur Geltung zu bringen;
- philosophische Fragen an die menschliche Erfahrung anzuknüpfen
- die Philosophie in verständlicher und lebendiger Form zu vermitteln
- die Philosophie auch für jene Menschen fruchtbar zu machen, die sich beruflich mit der Philosophie nicht beschäftigen bzw. nicht beschäftigen werden.
Eine erste systematische Reflexion zum Potential der Philosophischen Praxis für die Fachdidaktik Ethik und Philosophie hat Christian Krämer in einem neuen Buch präsentiert (vgl. Literatur).
Die italienische Lehrerin und ausgebildete Philosophie-Praktikerin Simona Alberti hat außerdem aus der Philosophischen Praxis einige Übungen für den Schulunterricht herausgearbeitet, mit großem Erfolg ausprobiert und in einem Buch darüber berichtet.
Ausgehend aus diesen Pionierarbeiten werden wir im Rahmen der LV versuchen, einerseits das Verhältnis zwischen Philosophischer Praxis und Philosophiedidaktik theoretisch zu reflektieren, andererseits werden wir philosophisch-praktische Übungen entwickeln, die im Philosophieunterricht fruchtbar eingesetzt werden können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit bei der LV und regelmäßige kurze schriftliche Reflexionen von Lektüren (50%)
Schriftliche kurze Abschlussarbeit (7-8 Seiten), in der eine Übung konkret geplant und mit Bezug auf den einschlägigen philosophisch-theoretischen Hintergrund reflektiert wird (50%).
Anwesenheitspflicht (Mindestaufforderung für eine positive Beurteilung): max. 3 mal fehlen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Theorie: die Philosophische Praxis kennenlernen, ihr Potential für den Philosophieunterricht herausarbeiten, das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis mit Bezug auf die Philosophie reflektieren.
Praxis: Entwicklung von philosophisch-praktischen Übungen für den Philosophieunterricht.

Prüfungsstoff

Vortrag (v.a. zwecks der Darstellung der Inhalte des auf Italienisch verfassten Buchs von Simona Alberti durch die LV-Leiterin); gemeinsame Besprechung von Lektüren; selbstständige Forschungsarbeit in Kleingruppen (Entwicklung von Übungen).

Literatur

Alberti, S. (2009): Pratiche Filosofiche a scuola, Milano: IPOC (die Inhalte dieses auf Italienisch verfassten Buchs werden von der LV-Leiterin im Rahmen der LV vermittelt).
Gutknecht, T. - Himmelmann, B. - Stamer, G. (Hg. 2006): Beratung und Bildung, Jahrbuch der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis, Bd. 2, Berlin: LIT Verlag
Krämer, C. (2013): Philosophische Praxis für die Fachdidaktik Ethik und Philosophie, Saarbrücken: Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

PP 57.4.2

Letzte Änderung: Sa 08.07.2023 00:17