Universität Wien FIND
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180102 SE Tod und Unsterblichkeit (2019S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Das Seminar findet, wie Sie dem VLV entnehmen können, in der Zeit vom 23. - 26. Mai 2019 statt. Der Ort ist das Bildungshaus des Stiftes Zwettl. Mit unserer Arbeit beginnen wir Donnerstag, (dies ist diesmal kein Feiertag), um 18.30 Uhr und beenden sie am Sonntag zu Mittag. Ich hoffe, es wird genügend Möglichkeiten geben, im Rahmen der Lehrveranstaltung, aber auch nebenbei, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Umgebung des Bildungshauses zu genießen.

Treffpunkt zur Anreise ist Donnerstag, der 23. Mai 15.00 Uhr vor dem Seiteneingang des NIG, Liebiggasse. Wenn nicht genügend private Autos vorhanden sind, in denen alle unterkommen, besteht die Möglichkeit, mit der Bahn und/oder mit dem Bus nach Zwettl (Stift) zu fahren. Die Abfahrtszeit ist, z.B. laut vorläufigem Fahrplan, vom Franz Josef Bahnhof 12:04, Krems Bhf. 13:14, weiter ÖBB-Postbus 13.18 Zwettl 14:28 Stift. Damit niemand zurückbleibt, ersuche ich Sie, mir bis spätestens 15. April mitzuteilen, wer mit dem Auto nach Zwettl fährt und wie viele andere Teilnehmer/innen Sie noch mitnehmen können. Ich hoffe, dass alle angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die es wünschen, eine Mitfahrgelegenheit finden. Bitte teilen Sie mir bis zu diesem Termin auch den Bedarf mit. Wir werden vorweg versuchen, die Mitnahme zu organisieren. Sollte es nicht gelingen, für jemanden von Ihnen eine Mitfahrgelegenheit sicherzustellen (für die Reihung gilt der Zeitpunkt der Rückmeldung), so lasse ich Sie dies umgehend wissen, und Sie können sich auf eine Bahn- bzw. Busfahrt einstellen.

Über Unterkunft und Verpflegung erfahren Sie alles aus den Informationen , die Ihnen nach der Anmeldung zugehen.


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zum Inhaltlichen: Der Tod ist zweifelsfrei ein Grundphänomen unserer Existenz als Menschen. Sofern es stimmt, dass der Mensch nicht nur Bewusstsein hat, sondern als Wissen seiner selbst Selbstbewusstsein ist, unterscheidet er sich im Wissen um sich von jedem andren Seienden. Sein Tod ist nicht nur ein Absterben und Vergehen, wie wir es vom nichtmenschlichen Seienden kennen.

Können wir, wie Epikur meint, sagen „der Tod als das schrecklichste Übel für uns“ ist nur ein „Nichts“, das uns nichts angeht? Stimmt es, dass „solange wir da sind, der Tod nicht da ist, und, wenn der Tod da ist, wir nicht mehr“ da sind? Die Frage nach dem Sinn des Lebens angesichts der Unausbleiblichkeit seines Endes konfrontiert uns mit einem zu unserem Leben gehörenden Widerspruch. Hölderlin klagt in einem seiner Briefe: „Gott … mag es mir verzeihen! Ich begreife den Tod nicht in seiner Welt.“ Und doch lässt sich der Tod auch als Befreiung und Erlösung verstehen. Heraus aus dieser Widersprüchlichkeit, in der der Tod erfahren wird, stellt sich die Frage nach einem Sinn des Lebens über den Tod hinaus. Dies ist nicht nur als eine Frage von Religionen zu verstehen, sondern, zumindest seit Sokrates, auch als eine der Philosophie. Diese Frage ist in unterschiedlicher Weise eine des persönlichen Geschicks, unserer Geschichte, in der wir leben, der Natur, des Universums insgesamt. Zu verschiedenen Zeiten der Geschichte wurden unterschiedliche Bestimmungen von Tod und Unsterblichkeit unternommen und der Sinn unseres Lebens verschieden gedacht.

In der Vorbereitungsphase erhalten Sie Detailinformationen zur Durchführung des Seminars, Texte zum Lesen, Diese Nachrichten über Ihre universitäre E-Mail übermittelt, sobald Sie sich angemeldet haben, bzw. die Anmeldungen abgeschlossen sind.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit und schriftliche Seminararbeit zum Thema und den gemeinsam erarbeiteten Einsichten im Seminar..

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Allgemeine Kenntnis der auszugsweise erarbeiteten wichtigsten Gedankengänge und ihrer Begründungen. Gewünscht ist eigene Kreativität, die vorgegebene Texte und deren Fragestellungen in angemessener Weise Interpretiert.

Prüfungsstoff

Ergibt sich aus den gemeinsam zur Thematik Erarbeiteten. Das Thema der Seminararbeit kann innerhalb dieses Rahmens selbständig gewählt werden.

Literatur

Wird in der Vorbereitungsphase und während des Blocks genannt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 04.11.2019 10:28