Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180103 SE Das Kunstwerk als Herausforderung (2020S)

Heidegger, Benjamin und Interkulturelle Perspektiven

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Organisatorische Fragen an: michael.zangerl@univie.ac.at

Donnerstag 19.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 26.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 02.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 23.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 30.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 07.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 14.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 28.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 04.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 18.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 25.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Frage nach der Kunst beschäftigt seit langem und bis zum heutigen Tag die Gemüter. Was macht ein Kunstwerk zum Kunstwerk? Worin unterscheidet es sich von alltäglichen Gegenständen? Gibt es hier überhaupt noch einen signifikanten Unterschied? Quer durch die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen bis in unsere Alltagserfahrungen hinein bleiben diese Fragen virulent.
Das Seminar möchte zunächst anhand der Lektüre zweier Grundtexte aus dem 20 Jh. in die Frage einführen, worin die Bedeutung der Kunst für das menschliche Selbstverständnis besteht, was Kunst zur Kunst macht und welche Belange die Kunst für philosophische Fragestellungen hinsichtlich von Erkenntnis, Wahrheit, Gesellschaft, Sozialität, Politik, Medialität u.a. hat bzw. haben könnte. Die beiden vorgeschlagenen, ungefähr zur gleichen Zeit entstandenen Texte von Martin Heidegger und Walter Benjamin haben das Besondere, dass sie zum einen nach wie vor als Basistexte zur Kunst und zum künstlerischen Selbstverständnis dienen können, zum anderen gehen beide in unterschiedliche Richtungen kunsttheoretischer wie kunstpraktischer Selbstklärung, was das künstlerische Motiv der „Herausforderung“ nur noch stärker profiliert.
Das Seminar gliedert sich in drei Abschnitte: 1. wird es mit Heidegger darum gehen, den Weg des Kunstwerks vom "Ding zum Werk", vom "Werk" zur "Wahrheit" und wiederum von der "Wahrheit" zur "Kunst" nachzuzeichnen. 2. wird mit Benjamin die Frage virulent, dass und wie die Kunst ihr spezifisches Merkmal der "Aura" verliert und durch ihre technische Reproduzierbarkeit geschichtliche, gesellschaftliche und politische Relevanz erhält, wie sich Kunst auch rezeptionsästhetisch emanzipiert und in neuen Formen der Photographie, der Architektur und des Films zum Tragen kommt. 3. soll anhand außereuropäischer Konzepte der Blick auf interkulturelle Fragestellungen hin erweitert werden, was v.a. der globalen Entwicklung und Öffnung des Kunstgeschehens Rechnung tragen möchte.
Neben dem Bekanntwerden mit den Basistexten sollen die verhandelten Ansätze in eine wechselseitig kritische und konstruktive Diskussion gebracht werden.

Ziele: Einblicke in ein genuines Verstehen von Kunst und darüber hinaus Eröffnungen dessen, worin Qualität und Kraft der Kunst bestehen kann, wenn sie über ihre gewöhnliche Domäne "bloß" ästhetischer Belange hinaus in Betracht kommt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Beteiligung an Diskussion, Referat, schriftliche Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Das Seminar möchte einige mit der Frage nach der Kunst verbundenen Problemstellungen herausarbeiten, und ist sowohl für den Magister- und Master- als auch für Bachelorstudiengang geeignet. Die auf Moodle bereitgestellten Textauszüge sollten hierzu für die jeweiligen Sitzungen aufmerksam gelesen sein, um in der Veranstaltung selbst aktiv mitarbeiten zu können.

.) Regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar: max. drei Fehlstunden
.) Schriftliche Hausarbeit von ca. 15 Seiten (60% der Note)
.) (Gruppen-)Referat, insg. 15-20 Minuten (30%)
.) Mitarbeit (10%)

Prüfungsstoff

Literatur

Martin Heidegger, Der Ursprung des Kunstwerkes, in: ders., Holzwege, Frankfurt/M. (Klostermann) 19805, S. 1-72. [Sh. auch Gesamtausgabe, Bd. 5, Holzwege (1935-1946), Frankfurt/M. (Klostermann) 20032.]
Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Frankfurt/M. (Suhrkamp) 199622, S. 9-44. [Sh. auch Reclamausgabe bzw. Gesammelte Schriften. Band I, Werkausgabe Band 2, herausgegeben von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, S. 471-508.]
Weitere Primär- sowie ggf. Sekundärliteratur wird noch ergänzt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21