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180124 SE Methodologische Grundlagen der Komparativen Philosophie (2017S)

Philosophische Anthropologie in der Gegenwart

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

ACHTUNG!! Die Lehrveranstaltung entfällt am 02.05.2017!!

Dienstag 07.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 14.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 21.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 28.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 04.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 25.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 09.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 16.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 23.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 30.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 13.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 20.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 27.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Da manche Rituale in menschlicher Kommunikation durch schnelle, flüchtige Angabe u. Entnahme der Informationen per IT Medieninstrumenten quasi entartet sind, bietet sich diese LV als eine Station zur Überlieferung der Freude der Philosophie. Im SE wird der Zugang zur Quelle sowie die Essenz der Philosophie erläutert und zur Diskussion gestellt.
Ziel dieses Seminars ist es, sich mit dem dargebotenen Stoff auseinanderzusetzen, um ein dynamisch flexibles Denken zum erkennenden Wissen als vernachlässigte Quelle der Philosophie erreicht werden kann.
Inhalte:
Im Zeitalter der Computerisierung jeglicher Information und Vermarktung jeglchen Zeiraums scheint es, dass man „Philosophie“ als eine obsolete, veraltete Wissenschaft vernachlässigt. Doch lässt sich Philosophie keineswegs als Teilgebiet der Analytik, Informatik bzw. Naturwissenschaft zurückdrängen. Sie basiert im Grunde auf Human- und Geisteswissenschaft (R. Reininger, "Metaphysik der Wirklichkeit"), indem sie als reflektierende Wissenschaft aller Wissenschaften mit ihrer Eigenständigkeit niemals an Bedeutung verlieren kann.
Der Stoff des Seminars basiert auf der parallel dargebotenen Vorlesung. Gerade in unserer Zeit der dichten Vernetzung durch digitale Informationen, sind Menschen oft abhängig von IT Medieninstrumenten, wobei man die Relevanz des gründlichen, eigenständigen Denkens und Handelns außer Acht lässt. Ironische Phänomene sind die, dass man nur objektiven nachweislichen Daten aus positiven Fakten folgt, indem die "Zeit" zum absolut einheitlichen Maß aller Dinge geworden ist, womit Menschen durch "Gewinn oder Verlust" der Zeit, nur schnell eine Masse von Information aufgreifen wollen: Während dessen sind sie von diesem Tempo der "running information in a virtual high way" quasi selbstlos mit involviert. In dieser Hauptströmung des IT-Technizismus und -Utilitarismus, lebt die Philosophie des Geistes in der Orientierung an der Wiederherstellung der Humanität wieder auf.
Zum Rekonstruieren des verödeten Grundes steht hier an dieser Universität eine reichhaltige Genealogie der Humanistischen Philosophie vom 20.-21. Jahrhundert: R. REININGER, E. HEINTEL, H.-D. KLEIN u.a.
Methoden:
Das SE geht an Hand des neu erschienenen Buchs von Hashi, "KOmparative Philosophie für eine globale Welt", Hauptteil IV.
Komparatives Denken gehört zu jeder Schrittsetzung einer tiefgründig philosophischen Reflexion. Komparative Philosophie zeigt sich als ein philosophisches System, das eine komparative Denkmethode als Hauptmodus zur Entwicklung philosophischer Reflexionen etabliert. Sie dient vor allem dazu, die Originalität jedes Denkers im Zusammenhang mit dessen kulturellem Hintergrundes aufzugreifen. Erst von dort aus kann der Denkende zwischen den Horizonten der nicht relativierbaren Kulturen und Denkweisen positioniert werden, und man selbst kann sich als Vermittler der Differenzen und Gegensätze verstehen. Wichtig ist eine scharfe Einsicht hinsichtlich des Aufgreifens der philosophisch gemeinsamen Problematik. Falls man sich bloß an äußere Einkleidung der Worte klammert, bleibt man am Horizont der Äußeren Reflexion (Hegel), einer bloßen Beobachtung von außen stecken, der kein weiterer Schritt zur intensiven Reflexion (Reflexion des Setzens bei Hegel) folgen kann. Eine dialektische Überprüfung und Auseinandersetzung mit jeglichen Komponenten des dargebotenen Themensubjekts ermöglicht den Teilnehmern/innen den Gewinn einer unbeirrbaren Erkenntnis. Eine Kompetenz im Fach Philosophie, die dazu dient, sich reflexiv- kritisch und konfrontativ mit unterschiedlichen Denkweisen und -Horizonten zu beschäftigen, kann durch Auseinandersetzung mit der Komparativen Philosophie effektiv und rationell erreicht werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme am SE. Selbständiges Denken zum gegebenen Thema. Durch Mitwirkung bei der Diskussion erhöht sich die Kompetenz der Kandidaten/innen. Während des Semesters wird 2 - 3 Mal eine kleine Übungsfrage zum Abfassen eigensätndigen Gedankens innerhalb der SE-Stunde dargeboten, zwecks der Entwicklung und Bestärkung der Fähigkeit der Teilnehmer/innen.
Nähere u. darüber hinausgehende Fragen werden ausschließlich in der wöchentlichen Sprechstunde (DI, 17-18 Uhr, D 0307) persönlich erörtert und betreut.
(OHNE Voranmeldung per E Mail)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Eine intensive Verfolgung des Stoffes und aktives Mitwirken bei der Übung in Komparativer Philosophie. Wenn möglich, ist eine Teilnahme an der parallel stattfindenden Vorlesung wohl erforderlich.
Man darf sich nicht durch grundlose, flüchtige Informationen irreleiten. Letzteres ist von anonymen Sendern ohne Verantwortung ständig im Internet unterwegs. Philosophie steht dazu, Schein und Sein gründlich zu unterscheiden. Vorübergehende Modeerscheinung, ideologische od. taktische Propganda gehört zum Schein. Zum Sein hingegen gehören unveränderliche Wahrheiten. Das Letztgenannte ermöglicht ein einsichtsvolles Denken und Handeln, das man im eigenen Leben mit integrieren kann.

Prüfungsstoff

Zeugniserwerb erfolgt:
ENTWEDER durch Abhaltung eines mündlichen Referates ODER durch Abgabe einer schriftlichen SE-Arbeit AB ENDE des Semesters.

Literatur

E. Heintel, Was kann ich wissen? Was sol ich tun= Was darf ich hoffen?, Wien 1993
- , Gesammelte Abhandlungen Bd. 5, Stuttgart 1996
- , Sprachphilosophie, Darmsztadt 1072
H.-D. Klein, Metaphysik, Wien 2005
- , Geschichtsphilosophie, Wien 2005
- , System der Philosophie Bd. IV, Frankfurt a.M. 2003
R. Reininger, Metaphysik der Wirklichkeit, Basel, München 1970
- , Philosophie des Erlebens, Wien 1976
T. Nagel, Geist und Kosmos, Frankfurt a.M. 2013
F. Worms, "La revolution de l'information", Radio France, Sendereihe "Idee et Philosophie", 09.01.2017
Dogen, shobo genzo;, übersetzt von Hashi (siehe Moodle 2014, 2015)
S. Hisamatsu, Die Fülle des Nichts, Pfullingen 1975.
K. Nisitani, Was ist Religion?, Frankfurt a.M. 2002
K. Nishida, Über das Gute, Frankfurt a.M. 1993
H. Hashi, Philosophische Anthropologie zur globalen Welt, Münster/Berlin/Zürich/ London/Wien 2014.
- , Komparative Philosophie für eine globale Welt, Münster/Berlin/Zürich/ London/Wien 2016.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M 8.2
BA M 10
PP § 57.3.7.
MA Ethik M02 D

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52