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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180125 SE Fachdidaktik Philosophie (2013W)

Präsentation und Analyse von Unterrichtssequenzen

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 11.10. 10:00 - 13:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 11.10. 14:00 - 15:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 25.10. 10:00 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 25.10. 14:00 - 15:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 08.11. 10:00 - 13:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 08.11. 14:00 - 15:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 29.11. 10:00 - 13:00 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 29.11. 14:00 - 15:30 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Freitag 13.12. 10:00 - 13:00 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Freitag 13.12. 14:00 - 15:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung


Im Lichte von Adornos Hinweis, dass Philosophie ein paradoxes Gebilde sei; gleichzeitig ist sie ein Fach und kein Fach, soll das Schul-Fach Philosophie betrachtet werden.
(Vgl. dazu: Theodor W. Adorno, Philosophische Terminologie. Bd. 1, hg. von Rudolf zur Lippe, Frankfurt am Main 1973, S. 9)

Nachdem über die Vermittelbarkeit von Philosophie überhaupt diskutiert wurde, werden didaktische Varianten dieses Fach betreffend vorgestellt. Es werden weiters verschiedene Methoden und Wege des Philosophierens vorgestellt – ein Handwerkszeug zum Philosophieren soll präsentiert und anhand von praktischen Beispielen vorgestellt werden.

Im Zentrum der Lehrveranstaltung wird aber die praktische Lehrtätigkeit stehen. Die TeilnehmerInnen sollen eine konkrete Unterrichtssequenz ausarbeiten und präsentieren – dies natürlich abgestimmt auf den Lehrplan und realistische Themenstellungen im Unterricht. Mit Hilfe der Beobachtungen und Reflexionen der Gruppe sollen auch erste Modifizierungs- und Optimierungsprozesse des eigenen Unterrichtens starten können. Spezielles Augenmerk wird auf das Thema Stundeneröffungen bzw. Einstieg in die Unterrichtsstunde gelegt. Das Arbeiten mit (approbierten) Philosophie-Schulbüchern und Primärtexten soll eingeübt werden. Auch das sokratische Gespräch soll thematisiert und geübt werden.
Es gilt zum Philosophieren hin-zu-führen, zu motivieren - der Philosophie-Unterricht als Offerieren-von-Denkangeboten. Die SchülerInnen sollen ja – das ist ein fundamentales Ziel – zu eigenen Denkschritten geführt und motiviert werden.
Letztlich soll der Einsatz von sogenannten neuen Medien besprochen werden; Medienmöglichkeiten und Recherchemöglichkeiten der heutigen Jugendlichen (Internet: Wiki, You tube, Smartphones etc.) sollen diskutiert werden. Wie kann das Technisch-Neue mit dem Klassisch-Philosophischen kombiniert werden?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Anwesenheit (mind. 80 %)
Aktive Mitarbeit
Präsentation der Unterrichtssequenz
Schriftliche Seminararbeit

(In der ersten Lehrveranstaltung am Beginn des Semesters werden die Themen der zu präsentierenden Unterrichtssequenzen vergeben.)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Vielfältige Möglichkeiten und Methoden den Philosophieunterricht zu gestalten sollen aufgezeigt werden. Praktische Unterrichtsteile und deren Reflexion sollen den konkreten Unterricht simulieren und vorstellbar machen.

Prüfungsstoff

Möglichst breit soll auch der methodische Zugang zu den genannten Inhalten sein: Abgesehen vom Lehrervortrag werden über Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten auch Unterrichtsgespräche bzw. Diskussionen stattfinden. Schließlich sollen speziell die praktischen Unterrichtssequenzen reflektiert werden.
Ein breites Spektrum an Möglichkeiten den Philosophieunterricht zu gestalten soll aufgezeigt werden: ausgehend von der Alltagserfahrung hin zum abstrakten Primärtext, vom klassischen Höhlengleichnis zu aktuellen Fragen der Hirnforschung oder der neuen Medien.
Flankierende Informationen (Gesetzliches, Wahlpflichtfach, Leistungsbeurteilung, 'Neue' Reifeprüfung, etc.) werden geliefert.
Am Ende wird eine schriftliche Arbeit den eigenen didaktischen Prozess abrunden.

Literatur

Jonas Pfister, Fachdidaktik Philosophie, Bern 2010
Volker Steenblock, Philosophische Bildung: Einführung in die Philosophiedidaktik und Handbuch: Praktische Philosophie, Münster, 5. Aufl. 2011
Dieter Birnbacher und Dieter Krohn (Hrsg.), Das sokratische Gespräch, Stuttgart 2002
Kirsten Meyer (Hrsg.), Texte zur Didaktik der Philosophie, Stuttgart 2010

Empfohlen wird das Sichten bzw. die Lektüre mehrerer in Österreich approbierter Philosophie-Schulbücher.
Weiters ist das Studium des aktuellen Lehrplanes für Psychologie und Philosophie zu empfehlen.

(In der ersten Lehrveranstaltung am Beginn des Semesters werden die Themen der zu präsentierenden Unterrichtssequenzen vergeben.)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

PP 57.4.2

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36