Universität Wien
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180127 SE Einführung zur indischen Philosophie (2023S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Englisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Wöchentlich, dienstags 11:30-13:00

  • Dienstag 07.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 14.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 21.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 28.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 18.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 25.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 02.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 09.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 16.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 23.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 06.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 13.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 20.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Dienstag 27.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zweisprachig: Deutsch-Englisch
In diesem Seminar geht es darum, Sie in wesentliche Grundbegriffe der indischen Philosophie aus der Perspektive von drei unterschiedlichen Traditionen indischer Philosophie einzuführen.
In den ersten Seminareinheiten (Block 1) werden wir uns philosophischen Grundbegriffen wie Wahrheit & Unwahrheit, Sein & Werden, Bewusstsein & Materie aus dem Kontext des ältesten aller Veden, dem Ṛgveda (ca. 1500 BCE) widmen. Zentral für das Verständnis dieser Begriffe ist das "&", das zwischen binären Begriffen vermittelt und dessen Sitz "Herz" (hṛdaya) genannt wird, da im "Herz" alle binären Strukturen zusammenlaufen: Sein & Nichtsein, Mikrokosmos & Makrokosmos etc. Als "Mitte-zwischen-Zwei" ist das Herz Ort der universellen Synthesis aller denkbaren Dualitäten. Das Wort "Herz" bezeichnet in diesem Kontext primär daher kein Organ, weder eines menschlichen noch eines anderen Organimus, sondern eher das, was wir mit Leibniz "Monade" nennen können: Den Sitz eines Kreises, dessen Mitte unser eigenes Psychomental bildet und dessen Umkreis die Welt, die unser leibliches In-der-Welt-sein psychomental umgibt.
In einem zweiten Seminarblock werden wir dieselben Begriffe aus der Perspektive des Kashmir'schen Shivaismus analysieren (Blüte 9.-11. CE). Damit sollen Sie ein Gefühl und einen Begriff dafür bekommen, wie sich zentrale Grundbebgriffe indischer Philosophien über mehr ca. 2.500 Jahre in der indischen Philosophiegeschichte erhalten, aber auch gewandelt haben.
In einem letzten, dritten Block werden wir dieselben Grundbegriffe noch einmal aus der neovedantischen Perspektive von Sri Aurobindo's "Intergralem Yoga" untersuchen (19.-20 CE). Aurobindo's "Synthesis of Yoga" eignet sich besonders für eine Einführung in die indische Philosophie, weil Aurobindo, selbst aufgewachsen in England und dort akademisch westlich sozialisiert, sich nach seiner Rückkehr nach Indien die spirituelle Tradition indischer Philosophien selbst erst neu aneignen, um nicht zu sagen, neu erlernen musste. Sein "Integraler Yoga" lässt sich daher nicht nur als eine explizite Re-Lektüre und Wiederaneignung klassicher indischer Traditionen der Philosophie lesen; er stellt auch eine kreative Neuinterpretation dieser Traditionen dar, in der Aurobindo den Anspruch stellt, eine Spiritualität anzudenken, deren Kommen erst in Entfaltung begriffen ist und daher noch aussteht. Eine Spiritualität der Zukunft, die eine des (gnostischen) Herzens sein wird.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Alle Seminarteilnehmer*innen müssen jeweils einen Text, der auf Moodle für die Lehrveranstaltung bereitgestellt wird, mündlich referieren. Die Referate sollen die wichtigsten Gedanken des Textes für alle Seminarteilnehmer*innen herausarbeiten, kritisch befragen und historisch kontextualisieren. Die mündlich vorgetragenen Texte sollen im Voraus als Audiofile an den Lehrveranstaltungsleiter (arno.boehler@univie.ac.at) gesandt werden, der diese auf Moodle bereitstellt. Datei-Name: DATE_NAME_SE_
Teilleistungen:
1) Mündlicher Vortrag (15 Minuten) + schriftliche Abgabe des Vortrags (ca. 4 Seiten)
2) Eine Audio-Aufnahme dieser Präsentation muss einige Tage vor der Präsentation des Vortrags per E-Mail an den Kursleiter geschickt werden. Die Audiodatei ist der zweite Teil Ihrer Seminarleistung.
3) Das dritte Kriterium für die Bewertung ist die aktive Teilnahme an den Seminardiskussionen.
Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie automatisch zu, dass Ihre schriftlichen Teilleistungen mittels Turnitin geprüft werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Gesamtnote setzt sich zusammen aus: 1) mündliche Präsentation + schriftlicher Text (40%), 2) Audiodatei (20%), 3) aktive Teilnahme an den Gruppendiskussionen (40%). Benotungsskala: 0-50 % = ungenügend. 51-63 Punkte = ausreichend. 64-76 Punkte = befriedigend. 77-89 Punkte = gut. 80-100 Punkte = sehr gut. Zum Bestehen des Seminars müssen > 50% erreicht werden. Im Falle einer entschuldigten Abwesenheit (max. 2 pro Semester) werden Sie gebeten, den Kursleiter rechtzeitig zu informieren.

Prüfungsstoff

Alle Seminarteilnehmer*innen müssen jeweils einen Text, der auf Moodle für die Lehrveranstaltung bereitgestellt wird, mündlich referieren. Die Referate sollen die wichtigsten Gedanken des Textes für alle Seminarteilnehmer*innen herausarbeiten, kritisch befragen und historisch kontextualisieren. Die mündlich vorgetragenen Texte sollen im Voraus als Audiofile an den Lehrveranstaltungsleiter (arno.boehler@univie.ac.at) gesandt werden, der diese auf Moodle bereitstellt. Datei-Name: DATE_NAME_SE_

Literatur

Basic texts (obligatory literature. PDF’s provided on Moodle, Literature Folder)
• Sri Aurobindo Ghose (1998): The Secret of the Veda, VOLUME 15 THE COMPLETE WORKS OF SRI AUROBINDO, Sri Aurobindo Ashram Trust. Pondicherry.
• Sri Aurobindo Ghose (1999): The Synthesis of Yoga, VOLUMES 23 and 24, THE COMPLETE WORKS OF SRI AUROBINDO, Sri Aurobindo Ashram Trust. Pondycherry.
• Skora, Kerry Martin: The Pulsating Heart and Its Divine Sense Energies. Body and Touch in Abhinavagupta's Trika Śaivism, Numen, Vol. 54, No. 4, Religion through the Senses (2007), 420–458. URL: https://www.jstor.org/stable/27643281.

Additional texts (recommended)
• Bäumer, Bettina (2016): Die flüssige Natur ästhetischer Erfahrung. Polylog 35, 89–95.
• Böhler, Arno und Loughnane, Adam und Parkes, Graham (2015): „Performing Philosophy in Asian Traditions.“ Performance Philosophy Journal Vol 1, 133–147.
• Muller-Ortega, Paul Eduardo (1989): The Triadic Heart of Siva. State University of New York Press: New York.
• The Aphorisms of Shiva (1992): The SivaSūtra with Bhāskara’s Commentary, the Vārttika Translated with Exposition and Notes by Mark S. G. Dyczkowski. Foreword by Pual E. Muller-Ortega, SUNY Series in Tantric Studies. State University of New York Press: New York.
• The Stanzas on Vibration (1992): Translated with Introduction and Exposition by Mark S. G. Dyczkowski. New York: University Suny Press.
• White, David Gordon (2000): Tantra in Practice: mapping a Tradition. In: ders. (Hg.): Tantra in Practice. Princeton University Press: Princeton / Oxford.
• White, David Gordon (1991): Tantra in Practice. Princeton Readings in Religions. Princeton University Press: Princeton.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 14.03.2023 11:29