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180129 UE Rhetorik und Argumentationstheorie für das Lehramt (2021W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
GEMISCHT

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die LV wird, sofern möglich, als Präsenz-LV abgehalten; ggf. wird auf digital gewechselt.
UPDATE (vom 19.11.2021): Die LV findet bis auf Weiteres digital über Zoom statt.

Dienstag 12.10. 16:45 - 18:15 Hybride Lehre
Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Dienstag 19.10. 16:45 - 18:15 Hybride Lehre
Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Dienstag 09.11. 16:45 - 18:15 Hybride Lehre
Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Dienstag 16.11. 16:45 - 18:15 Hybride Lehre
Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Dienstag 23.11. 16:45 - 18:15 Hybride Lehre
Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Dienstag 30.11. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 07.12. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 14.12. 16:45 - 18:15 Hybride Lehre
Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Dienstag 11.01. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 18.01. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 25.01. 16:45 - 18:15 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Argumentationstheorie beschäftigt sich mit der Frage, welche Argumentationsformen geeignet sind, einen Standpunkt auf korrekte und überzeugende Weise zu begründen, ohne dabei in Widersprüche oder Argumentationsfehler zu geraten. Ihre historischen Wurzeln hat die Argumentationstheorie in der Rhetorik, die von Aristoteles erstmals wissenschaftlich begründet und mit der Logik auf eine Stufe gestellt wird. Zentrale Fragen sind u.a.: Was ist überhaupt ein gutes, überzeugendes Argument? Welche Gründe können angeführt werden, um Argumente zu stützen oder zu schwächen? Wie identifiziert man Fehlschlüsse und Scheinargumente? Was sind die Besonderheiten philosophischen Argumentierens wie Selbstanwendungsargumente, Gedankenexperimente etc.?

Ziel der LV ist die Vermittlung und praktische Einübung der Grundlagen philosophischen Argumentierens ausgehend von paradigmatischen Texten der Philosophie (Aristoteles, Locke, Carnap, Putnam, Foucault u.a.).

Methode: Präsentation & Diskussion, Hausübungen, Textanalyse und Verfassen eigener Kurzpapers

Die LV wird von einer Fachmentorin begleitet. Neben der Vertiefung des Lehrstoffes, der Textlektüre und der gemeinsamen Diskussion bietet die Mentorin Unterstützung bei der Textanalyse und dem Verfassen eigner kurzer Texte nach den Standards wissenschaftlichen Arbeitens.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehleinheiten)
- aktive Mitarbeit, Vorbereitung der Texte & Übungen
- Verfassen von Kurzpapers
- Zwischen- & Abschlusstest
Der Reader zur LV kann beim Abschlusstest verwendet werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Kenntnisse der LV "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" werden vorausgesetzt.
1. regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehleinheiten)
2. aktive Mitarbeit und Vorbereitung der Texte und Übungen (20%)
3. Kurzpapers (40%)
4. Zwischentest & Abschlussprüfung (40%)
Die Teilleistungen 3 & 4 müssen jeweils positiv abgeschlossen werden.

Benotung:
Sehr gut: 100-90 % | Gut: 89-81 % | Befriediegend: 80-71 % | Genüngend: 70-60 % | Nicht genügend: 59-0 %

Mit der Anmeldung zu dieser Lehrveranstaltung stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen im moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Prüfungsstoff

Philosophie und Rhetorik: Geschichte und System der Rhetorik, Philosophie und Literatur
Grundlagen der Argumentationstheorie: Struktur und Funktion von Argumenten, log. und rhet. Argumentationsschemata, Toulmin-Schema, formale und informale Fehlschlüsse
Argumentieren in der Philosophie: Ethik und Argumentation, sprachkritische Argumente, Selbstanwendungsargumente, transzendentale Argumente, Gedankenexperimente, diskursanalytische und dekonstruktive Argumentationsstrategien

Literatur

Die philosophischen Primärtexte werden als Reader (erhältlich im Facultas-NIG-Shop erhältlich) zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung:
Posselt, Gerald/Hetzel, Andreas: "Rhetorisches Philosophieren", in: Dies. (Hg.): Handbuch Rhetorik und Philosophie. Berlin: de Gruyter 2017, 1-19. DOI: https://doi.org/10.1515/9783110318197-002

Grundlagen:
Flatscher, Matthias/Posselt, Gerald/Weiberg, Anja: Wissenschaftliches Arbeiten im Philosophiestudium. 2., aktual. Aufl. Wien: facultas 2018 (= UTB 3563).
Posselt, Gerald/Flatscher, Matthias (2018): Sprachphilosophie: Eine Einführung. Unter Mitarbeit von Sergej Seitz. 2., aktual. Aufl. Wien: facultas 2018.
Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren. München: Beck 2004.

Seminarliteratur:
Aristoteles: Metaphysik. Reinbek: Rowohlt 1994.
Butler, Judith: "Imitation und die Aufsässigkeit der Geschlechtsidentität", in: Kraß, Andreas (Hg.): Queer Denken. Gegen die Ordnung der Sexualität. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2003, 144-168.
Carnap, Rudolf: "Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache", in: Carnap, Rudolf: Scheinprobleme in der Philosophie und andere metaphysikkritische Schriften. Hamburg: Meiner 2004, 81–110.
Derrida, Jacques: "Derrida im Gespräch (mit Florian Rötzer)", in: Rötzer, Florian (Hg.): Französische Philosophen im Gespräch. 2. Aufl. München: Boer 1987, 69–90.
Descartes, René: Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Lateinisch-Deutsch. Auf Grund der Ausg. von Artur Buchenau, neu hg. von Lüder Gäbe. 2. Aufl. Hamburg: Meiner 1977.
Foucault, Michel: "Mein Körper, dies Papier, dies Feuer", in: Foucault, Michel.: Schriften in vier Bänden. Dits et Ecrits. Band II: 1970-1975. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002, 300–331.
Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Aus dem Franz. von Walter Seitter. Mit einem Essay von Ralf Konersmann. Erw. Ausg. Frankfurt a.M.: Fischer 1991.
IJsseling, Samuel: "Philosophie und Textualität. Über eine rhetorische Lektüre philosophischer Texte", in: Orth, Ernst Wolfgang (Hg.): Zur Phänomenologie des philosophischen Textes. Freiburg: Alber 1982, 57–76.
Locke, John: Versuch über den menschlichen Verstand. In vier Büchern. Übers. von C. Winckler. 4. durchges. Aufl. Hamburg: Meiner 1981.
Nietzsche, Friedrich: "Ueber Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne", in: Kritische Studienausgabe. Bd. 1. 2. Aufl. München u.a.: dtv/de Gruyter 1988, 873-890.
Putnam, Hilary: "Gehirne im Tank", in: Putnam, Hilary: Vernunft, Wahrheit und Geschichte. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1990, 21-40.
Rawls, John: Eine Theorie der Gerechtigkeit. Übers. von Hermann Vetter. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1975.
Singer, Peter: "Leben nehmen: Der Embryo und der Fötus", in: Singer, Peter: Praktische Ethik. Stuttgart: Reclam 2006, 177–203.
Thomson, Judith Jarvis: »Killing, Letting Die, and the Trolley Problem«, in: The Monist 59, 1976, 204-217.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 10.01.2022 13:50