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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

180164 SE Mentale Repräsentation (2019W)

Propositionale Einstellungen und mentaler Gehalt

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Moodle; Mi 29.01. 11:30-13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 09.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 16.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 23.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 30.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 13.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 20.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 27.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 11.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 08.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 15.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
Mittwoch 22.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Als mit Bewusstsein ausgestattete Tiere haben Menschen die grundlegende Fähigkeit, ihre Umgebung mental zu repräsentieren. Eine zentrale Frage der Philosophie des Geistes lautet daher: Was ist mental Repräsentation? Im Seminar werden wir uns zwei Arten von Antworten genauer ansehen: Einerseits Theorien, die interne mentale Vehikel für mentale Repräsentationen annehmen–wie die interne-Satz-Theorie und die Language of Thought Hypothese; andererseits Theorien, die keine solche interne, satz-artige Struktur von mentalen Repräsentationen annimmt und stattdessen mentale Repräsentation in Analogie zur Repräsentationsweise von geographischen Karten erklären will–wie mögliche-Welten Theorien von mentalem Gehalt und „measure-theoretic“ Theorien des Geistes.

Ausgehend von diesen zwei Arten von Theorien werden wir die mentale Repräsentation bei inkohärenten, bzw. fragmentierten, mentalen Zuständen untersuchen. Ein mentaler Zustand einer Person ist fragmentiert, wenn dessen Repräsentation die Welt nicht als ein kohärentes, logisch geschlossenes Ganzes darstellt, sondern aus einer Vielzahl möglicherweise inkompatibler Fragmente zusammengesetzt ist, von denen jedes einen bestimmten Ausschnitt der Wirklichkeit repräsentiert. Fragmentierungstheorien haben in neuester Zeit einige Aufmerksamkeit in der Philosophie des Geistes und der Erkenntnistheorie auf sich gezogen. Im Seminar werden wir die grundlegenden Fragmentierungstheorien der 1980er Jahre (David Lewis, Robert Stalnaker) und neuere Entwicklungen kennenlernen. Wir werden einige Artikel aus der unveröffentlichten Essaysammlung „The Fragmented Mind“ (Oxford University Press) lesen.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, dass Sie als Teilnehmende
+ mehrere grundlegende Theorien mentaler Repräsentation in der Philosophie des Geistes kennenlernen, vergleichen und kritisch reflektieren können,
+ die Probleme solcher Theorien mit inkohärenten Überzeugungen und anderweitig `mangelhaften' repräsentationalen geistigen Zuständen erkennen und analysieren können,
+ die wichtigsten Fragmentierungstheorien kennenlernen, vergleichen und kritisch relflektieren können,
+ Einblick in die neueste Forschung zu mentaler Fragmentierung erhalten und sich darin orientieren lernen,
+ in die Lage versetzt werden, sich philosophisch-argumentativ zu offenen Fragen der zeitgenössischen Philosophie des Geistes zu positionieren und eine Forschungsleistung im Ausmaß einer Seminararbeit zu erbringen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

20% Diskussionführung in einer Sitzung
20% Zusammenfassungen der Seminartexte (10x)
60% Essay

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mit der Anmeldung zu dieser Lehrveranstaltung stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen im Moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Prüfungsstoff

Literatur

Überblick zum Seminarthema:
1) Mentale Repräsentation: Pitt, David, "Mental Representation", The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Winter 2018 Edition), Edward N. Zalta (ed.), URL = <https://plato.stanford.edu/archives/win2018/entries/mental-representation/>, besonders §§1, 2, 6, 8, 9
2) Mentaler Gehalt – Language of Thought vs Map Theory: D. Braddon-Mitchell & F. Jackson (2013). The Philosophy of Mind and Cognition: An Introduction. Blackwell, Kapitel 10 & 11
3) Fragmentierung des Geistes: A. Egan (2008): "Seeing and believing: perception, belief formation and the divided mind", Philosophical Studies 140(1). Besonders §§ 1-2.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 21.01.2020 09:28