Universität Wien FIND

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180185 UE Rhetorik und Argumentationstheorie für das Lehramt (2017S)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Thonhauser , Moodle
2 Auinger
3 Romizi , Moodle
4 Bernhard , Moodle
5 Wagner , Moodle

An/Abmeldung

An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 09.03. 16:45 - 20:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Donnerstag 23.03. 16:45 - 20:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Donnerstag 06.04. 16:45 - 20:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Donnerstag 27.04. 16:45 - 20:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Donnerstag 11.05. 16:45 - 20:30 Hörsaal 3B NIG 3.Stock
Donnerstag 01.06. 16:45 - 20:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Es ist das vorrangige Ziel der Lehrveranstaltung, die Studierenden dabei zu unterstützen, sich argumentative und kommunikative Grundkompetenzen anzueignen, um diese im weiteren Verlauf des Studiums aber auch in ihrer späteren Lehrtätigkeit flexibel anwenden zu können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf philosophischen Formen des Argumentierens. Die Erarbeitung argumentationstheoretischer Grundbegriffe und gängiger Argumentationsmuster erfolgt dabei in Verflechtung von theoretischer Einführung durch Impulsvorträge (vom Lehrveranstaltungsleiter und von Studierenden) und praktischer Erprobung anhand der gemeinsamen Lektüre kurzer Ausschnitte aus philosophischen Primärtexten. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, die Studierenden zu befähigen, komplexe (philosophische) Texte zu verstehen, die darin vorkommenden Argumentationsmuster zu erkennen und auf ihre Gültigkeit und Stichhaltigkeit hin befragen und kritisieren zu können. Schließlich sollen die Studierenden auch dazu gebracht werden, die Techniken des Argumentierens selber anzuwenden. Einerseits erfolgt dies durch Diskussionen in den Einheiten (in Kleingruppen und im Plenum). Andererseits dienen eine Reihe kleinerer schriftlicher Aufgaben dazu, die eigene Schreibkompetenz weiter zu entwickeln. Alle schriftlichen Aufgaben werden vom Lehrveranstaltungsleiter gelesen und mit Feedback versehen. Zudem wird beim abschließendem Essay ein Peer Feedback Verfahren durchgeführt, in welchem die Studierenden sich wechselseitig bei der Textproduktion unterstützen.
Neben diesem argumentationstheoretischen Fokus bietet die Lehrveranstaltung auch einen Überblick über die Geschichte der Rhetorik und einen Einblick in das komplexe Verhältnis von Rhetorik und Philosophie. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Rhetorizität und Textualität der Philosophie gelegt. Auch hier wird als vorrangiges Ziel verfolgt, den Studierenden Werkzeuge in die Hand zu geben, die sie sowohl bei der Lektüre philosophischer Texte als auch beim Verfassen verschiedener Textformen unterstützen.
In den einzelnen Lehrveranstaltungseinheiten wechseln sich Aktivitäten in Kleingruppen, Vorträge zu argumentationstheoretischen Grundbegriffen und Themen der Rhetorik und die gemeinsame Textlektüre ab. Großer Wert wird auf die eigenständige Vorbereitung der Pflichtlektüre sowie die termingerechte Abgabe der schriftlichen Aufgaben gelegt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung. Regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung. Abwesenheit bei maximal einem Blockterminen ist zulässig. Das Lesen der Pflichtlektüre, die termingerechte Abgabe kleinerer Arbeiten und die aktive Beteiligung in den Einheiten sind wesentliche Bestandteile der Leistungskontrolle. Im Detail setzt sich die Leistungskontrolle aus folgenden Elementen zusammen:
-> Selbstständige Vorbereitung der Pflichtlektüre, aktive Beteiligung in der Einheit und Beteiligung am Peer Feedback (15%)
-> Referat oder Podiumsdiskussion (10%)
-> Schriftliche Kurztests (keine Hilfsmittel) (30%)
-> Kleinere Textformate: Dialog (5%), Kommentar (15%), Essay (25%)

Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen mindestens 55% der geforderten Leistung erbracht werden.

Literatur

Ein detaillierter Semesterplan wird nach erfolgter Anmeldung auf Moodle einsehbar und in der ersten Einheit genau erklärt.

Die Lehrveranstaltung greift hauptsächlich auf folgende Einführung in die Argumentationstheorie zurück:
Pfister, Jonas: Werkzeuge des Philosophierens, 2. Aufl., Stuttgart: Reclam, 2015.

Folgende philosophische Primärtexte werden gelesen:
Hume, David: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, Stuttgart: Reclam, 1990, 1. Teil: S. 41-43; 2. Teil: S. 49-55.
Leibniz, Gottfried Wilhelm: Kleine Schriften zur Metaphysik, übersetzt und hrsg. von Hans Heinz Holz, Frankfurt: Insel, 1986, S. 243-247.
Ryle, Gilbert: Der Begriff des Geistes, übersetzt von Kurt Baier, Stuttgart: Reclam, 2015, S. 14-17.
Descartes, René: Meditationen über die Grundlagen der Philosophie, Hamburg: Meiner, 1994, 11-16.
Searle, John R.: „Ist der menschliche Geist ein Computerprogramm“, in: Spektrum der Wissenschaft, März 1990, S. 40-47.
Rawls; John: Eine Theorie der Gerechtigkeit, übersetzt von Hermann Vetter, Frankfurt: Suhrkamp, 1979, S. 27-39.

Weitere Texte, auf die sich die Lehrveranstaltung stützt:
Aristoteles: Rhetorik, übersetzt und hrsg. von Gernot Krapinger, Stuttgart: Reclam, 1999, S. 7-21.
Baggini, Julian/Fosl, Peter S.: The Philosopher‘s Toolkit. A Compendium of Philosophical Concepts and Methods, 2. Aufl., Chichester: Wiley-Blackwell, 2010.
Flatscher, Matthias/Posselt, Gerald/Weiberg, Anja: Wissenschaftliches Arbeiten im Philosophiestudium, Stuttgart: UTB, 2011.
Kolmer, Lothar/Rob-Santer, Carmen: Studienbuch Rhetorik, Paderborn: UTB, 2002.
Kruse, Otto: Lesen und Schreiben: Der richtige Umgang mit Texten im Studium, Stuttgart: UTB, 2010.
Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, 3. Aufl., München: Beck, 2010.
Ueding, Gert: Klassische Rhetorik, München: Beck, 1995.
Ueding, Gert: Moderne Rhetorik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. München: Beck, 2000.

Gruppe 2

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 07.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 14.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 21.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 28.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 04.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 25.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 02.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 09.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 16.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 23.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 30.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 13.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 20.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Dienstag 27.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Diese Lehrveranstaltung zur Rhetorik und Argumentationstheorie thematisiert die vielfältigen Formen von Begründungszusammenhängen und Begründungsstrategien in philosophischen und nichtphilosophischen Diskursen.
LV-Ziele:
Verständnis theoretischer Grundlagen der Rhetorik und praktische Einübung in den Umgang mit spezifisch philosophischen Argumentationsweisen.
LV-Methoden:
Vermittlung rhetorischer Schlüsselbegriffe, Textinterpretation, Analyse von Argumentationsstrukturen, eigenständige Argumentationsfindung, Aufbau und Systematisierung eigener Argumentationsstrategien (mündlich wie auch schriftlich).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

> Anwesenheit: allerhöchstens zwei entschuldigte Fehleinheiten (bei Erfüllung Teilleistung von 15%)
> Aktive Mitarbeit dokumentiert durch eine verschriftliche Wortmeldung inklusive Vertiefung der darin angesprochenen Thematik, Umfang mindestens eine Seite (bei Erfüllung Teilleistung von 25%)
> Stundenreflexion zu einer Einheit oder einem in dieser Einheit behandelten Thema, Umfang mindestens zwei Seiten (bei Erfüllung Teilleistung von 35%)
> Beteiligung an einem detaillierten Protokoll, das von mehreren Studierenden gemeinsam verfasst werden kann, Umfang mindestens zwei Seiten (bei Erfüllung Teilleistung von 25%)
Die Prozentangaben stellen eine quantitative Richtlinie dar, die durch die Qualität der jeweiligen Leistung verändert werden kann. Die Nichterfüllung der geforderten Anwesenheit überschreitet den Prozentsatz, der bei der Erfüllung dieser Teilleistung einberechnet wird.
Alle schriftlichen Teilleistungen sind allerspätestens bis zur vorletzten Einheit im Semester zu erbringen. Nach Beendigung des Semesters werden keine schriftlichen Arbeiten angenommen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Verständnis theoretischer Grundlagen der Rhetorik und praktische Einübung in den Umgang mit spezifisch philosophischen Argumentationsweisen.

Literatur

Aristoteles, Rhetorik. Übersetzt und herausgegeben von Gernot Krapinger, Stuttgart (Reclam) 1999. Bibliographisch ergänzte Ausgabe 2007.
Auinger, Thomas, Wissen, Anerkennung und implizite Normativität, in: Mitteilungen des Instituts für Wissenschaft und Kunst, 60.Jg./3-4, (Wie) entsteht Wissen?, Wien 2005.
VOLLTEXT unter: http://univie.academia.edu/ThomasAuinger/Papers/423438/Wissen_Anerkennung_und_implizite_Normativitat
Austin, John L., Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words), Stuttgart (Reclam) 2002.
Bichsel, Peter, Ein Tisch ist ein Tisch, in: Loschütz, Gert (Hrsg.), Das Einhorn sagt zum Zweihorn. Schriftsteller schreiben für Kinder, München (dtv) 1985, S. 245–249.
Blackburn, Simon, Der Mensch als Maß aller Dinge, in: Blackburn, Simon, Wahrheit. Ein Wegweiser für Skeptiker, Darmstadt (Primus) 2005, S. 41-61.
Brandom, Robert B., Der Mensch, das normative Wesen. Über die Grundlagen unseres Sprechens. Eine Einführung, in: Die Zeit, 29/2001.
• Brandom im Original: http://sms.cam.ac.uk/media/1265634
Bruce, Michael / Barbone, Steven (Hrsg.), Die 100 wichtigsten philosophischen Argumente, aus dem Amerikanischen von Michael A. Conrad, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2012.
Fuhrmann, Manfred, Die antike Rhetorik. Eine Einführung, Mannheim (Artemis & Winkler) 2011.
Glaser, Elvira / Kolmer, Agnes / Meyer, Martin / Stark, Elisabeth (Hrsg.), Sprache(n) verstehen, Zürcher Hochschulforum Bd. 52, Zürich 2014.
Heinrich, Richard, Wahrheit, Wien (facultas.wuv UTB) 2009. (hierin insbesondere das Kapitel 2 Wahrheit gegen Täuschung und Falschheit: Die Sophisten, Platon und Aristoteles, S.29-47)
Knape, Joachim, Was ist Rhetorik? Stuttgart (Reclam) 2000. Bibliographisch ergänzte Ausgabe 2012.
Kopperschmidt, Josef, Argumentationstheorie zur Einführung, Hamburg (Junius) 2000.
Nagel, Thomas, What is it like to be a bat?, in: The Philosophical Review LXXXIII, 4 (October 1974): 435-50.
Platon, Theaitetos, in: Werke Bd. 6, Griechischer Text von Auguste Diès, Deutsche Übersetzung von Friedrich Schleiermacher, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1990, S.1-217. (oder für die Lektüre im Kurs eine äquivalente Textausgabe!!!)
Tetens, Holm, Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung, München (C.H. Beck) 2004.
Weimer, Wolfgang, Logisches Argumentieren, Stuttgart (Reclam, Reihe Texte und Materialien für den Unterricht) 2013.

Gruppe 3

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Unentschuldigte Abwesenheit in der ersten LV-Einheit führt zur automatischen Abmeldung!! Sollten Sie in der ersten Einheit verhindert sein, schreiben Sie daher rechtzeitig an: donata.romizi@univie.ac.at

Montag 06.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 20.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 27.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 03.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 24.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 08.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 15.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 22.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 29.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 12.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 19.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Montag 26.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung


ZIELE:
- Wissen: Grundlagen der Argumentationstheorie, wichtige philosophische Positionen und Texte bez. Rhetorik und Argumentationstheorie, didaktische Konzepte und Ansätze zum Argumentieren im Philosophieunterricht.
- Können: Argumente aufbauen, rekonstruieren, überprüfen und widerlegen. Argumentative Fähigkeiten im Philosophieunterricht fördern.

INHALTE:
Die LV gliedert sich in eine Einführung und drei weitere Teile.
Jeder Teil umfasst drei Schwerpunkte: historisch-philosophisch; systematisch; didaktisch (Argumentieren im Philosophieunterricht).

Einführung: wir beschäftigen uns mit dem Sinn des Argumentierens, mit dem Verhältnis Argumentationstheorie/Rhetorik, mit den Eigenschaften des Argumentierens als Praxis.
- Historisch-philosophischer Schwerpunkt: die Kontroverse Platon/Sokrates vs. Sophisten.
- Systematischer Schwerpunkt: was ist ein Argument? Warum bzw. in welchen Kontexten sollten wir argumentieren? Ethos des Argumentierens.
- Didaktischer Schwerpunkt: argumentative und nicht-argumentative Gespräche.

1. Teil: Überzeugen.
- Historisch-philosophischer Schwerpunkt: Aristoteles, Rhetorik.
- Systematischer Schwerpunkt: wie man ein gutes Argument aufbaut.
- Didaktischer Schwerpunkt: mündlich argumentieren - (strenge) Moderationstechniken für den Unterricht.

2. Teil: Argumente (von Anderen) rekonstruieren.
- Historisch-philosophischer Schwerpunkt: Aristoteles, Dialektik.
- Systematischer Schwerpunkt: Anleitungen zur Rekonstruktion von argumentativen Texten.
- Didaktischer Schwerpunkt: Arbeit an philosophischen Texten im Unterricht - I: philosophische Texte rekonstruieren.

3. Teil: Argumente überprüfen und widerlegen.
- Historisch-philosophischer Schwerpunkt: Schopenhauer.
- Systematischer Schwerpunkt: Maßstäbe für die Einschätzung der Qualität von Argumenten; Fehlschlüsse; (faire und unfaire) Formen der Widerlegung.
- Didaktischer Schwerpunkt: Arbeit an philosophischen Texten im Unterricht - II: überprüfend vs. hermeneutisch Lesen.

METHODE
Diese LV ist eine Übung: das Üben ist absolut notwendig, um die Lernziele zu erreichen.
Die (wöchentlichen) Hausübungen machen einen großen Teil des Lernens aus. Zu diesen Übungen werden individuelle Rückmeldungen gegeben (durch die LV-Leiterin, die Tutorin oder Peer group Arbeit).
In der LV selbst (Präsenzunterricht) werden durch Frontalunterricht die wichtigsten Inhalte kompakt vermittelt. Diese sowie die Hausübungen werden durch Diskussion im Plenum besprochen.
Auch (kurze) Lektüren aus Primärquellen sind als HÜ vorgesehen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Am Ende von jedem Teil ist eine längere HÜ vorgesehen, die nicht nur korrigiert sondern auch benotet wird (insgesamt 30% der Endnote).
Schriftliche Prüfung beim letzten Termin (70% der Endnote). Keine Hilfsmittel.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Bei prüfungsimmanenten LV wird die Anwesenheit in Hinblick auf die Beurteilung berücksichtig.
Zur Leistungsbeurteilung herangezogen werden außerdem:
- Formale Qualität der HÜ (Sprache, Struktur, Layout usw.)
- Reflektierte Aneignung und selbstständige Ausarbeitung der Inhalte
- Entwicklung der logischen und argumentativen Fähigkeiten.

Literatur

Auf Moodle wird Folgendes zu Verfügung gestellt:
- Lektüren aus den Primärquellen (Platon, Aristoteles, Schopenhauer usw.)
- Lektüren und Videos (u.a. auf Englisch) zu möglichen Übungen für den Philosophieunterricht
- Folien der LV-Leiterin aus dem Frontalunterricht.
Diese Unterlagen können (müssen nicht!) dank eines Handapparats zu Rhetorik und Argumentationstheorie in der FB Bibliothek f. Philosophie durch selbstständige Arbeit ergänzt werden.

Gruppe 4

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Unentschuldigte Abwesenheit in der ersten LV Einheit führt zur automatischen Abmeldung. Sollten Sie also am ersten Termin verhindert sein, melden Sie sich bitte rechtzeitig (also vor dem ersten Treffen) bei: katharina.bernhard@univie.ac.at.

Donnerstag 09.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 16.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 23.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 30.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 06.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 27.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 04.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 11.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 18.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 01.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 08.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 22.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock
Donnerstag 29.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 2i NIG 2.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wir glauben eine ganze Menge an Dingen: Dass wir an unserem Geburtstag geboren wurden, dass es vom Menschen verursachten Klimawandel gibt, dass 2+2=4 ist, dass morgen die Sonne aufgeht, dass die Erde ein Geoid ist, und dass, wenn Sie in Wien sind, nicht gleichzeitig in London sein können. Wir glauben diese Dinge nicht einfach bloß so, sondern können, zumindest nach ein wenig nachdenken, Gründe (und hoffentlich gute) nennen, warum wir diese Dinge glauben. Wenn wir Gründe für unsere Überzeugungen angeben, dann bewegen wir uns im Bereich des Argumentativen: wir schließen (auf verschiedene Weisen) von diesen Gründen auf unsere Überzeugungen.
Argumente sind aber nicht nur im Alltag allgegenwärtig. Sie sind (häufig in komplexerer Form) besonders wichtige, vielleicht die wichtigsten, Instrumente in der Philosophie. Aber stützen sich PhilosophInnen tatsächlich immer auf gute Argumente?

Dieser Kurs soll Studierende in die Grundlagen des Argumentierens einführen, insb. mit Blick auf philosophisches Argumentieren. Dabei sollen, unter anderem, folgende Fragen beantwortet werden: Was ist ein Argument? Warum brauchen wir Argumente? Welche Formen von Argumenten gibt es (und warum sollten wir das wissen wollen)? Was ist ein gutes Argument, was ein schlechtes? Wie kann man Argumente in philosophischen Texten erkennen, und wie kann man Hauptargumente von Nebenargumenten unterscheiden? Wie argumentiert man gut im eigenen Schreiben? Welche argumentativen Fehlschlüsse gibt es, wie können wir diese identifizieren, und wie in unserem eigenen Denken und Schreiben vermeiden?
-- Um diese Fragen zu beantworten, werden wir uns zentral mit Themen der deduktiven und induktiven Logik auseinandersetzen müssen, zumindest grob und auf möglichst informelle Art und Weise.

Neben Texten zur Argumentationstheorie, informellen Logik und Rhetorik werden Texte aus kontemporäreren philosophischen Debatten besprochen und auf ihre argumentative Stichhaltigkeit überprüft.

Ziele:
(1) Studierenden ein besseres Verständnis der Relevanz von Argumentieren und richtigem (oder „gutem“) Schlußfolgern zu vermitteln.
(2) Einblick in Gründzüge verschiedener Argumentationsformen (deduktiv, induktiv, abduktiv)
(3) Studierende dazu befähigen argumentative Strukturen generell, und insb. in philosophischen Texten zu erkennen und wiederzugeben.
(4) Die Qualität von Argumenten zu evaluieren.
(5) Argumentative Fehlschlüsse, oder schlechtes argumentieren zu erkennen und im eigenen Denken und Schreiben zu vermeiden.
(6) Einblick in aktuellere philosophische Argumente metaphilosophische Debatten gewähren.

Methode:
-- Frontalunterricht mit Diskussionen.
– Gruppenarbeiten, kleinere Arbeitsaufgaben im Kurs und als Hausübungen. Eine größere Aufgabe wird im Verfassen eines max. 1000 Wörter langen Übungsessays bestehen (das Essay wird benotet und erhält Feedback, diese Note geht aber nicht in die Prüfungsnote ein). Mehrere Themen für diese Essays werden von der LV Leitung zur Wahl gestellt. Zu (fast) allen Übungen und Hausübungen wird es Feedback geben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aufschlüsselung:
25% Mitarbeit, Anwesenheit, Abgabe der Hausübungen, Übungsessay
25% Entweder ein weiteres (max. 1500 Wörter) Essay, ODER Referat
50% Kleine Abschlussprüfung am Ende des Semesters

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

-- Einige Texte werden im engl. Original gelesen. Englisch (Maturaniveau) wird also vorausgesetzt.
-- Anwesenheit: (max. zwei unentschuldigte Fehleinheiten)
-- Hausübungsabgabe: max. zwei Hausübungen dürfen fehlen, das Übungsessay muss abgeben werden
-- Abgabe eines zweiten Essays, ODER Referat
-- Schreiben der Prüfung

Literatur

Eine detaillierte Literaturliste wird zu Beginn des Semesters bekannt geben. Alle Materialen werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Einige Texte zu Argumentationtheorie und (informellen) Logik (Liste unvollständig):
dtsch:
Skyrms, B. 1989. "Einführung in die induktive Logik." Frankfurt a.M.: Peter Lang.
Salmon, W. C. 2015 (1983). "Logik." Stuttgart: Reclam.
Hardy, J., Schamberger, C. 2012. "Logik der Philosophie." Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, UTB.
Tindale, C. W. 2013. „Grundkurs informelle Logik. Begründen und Argumentieren im Alltag und in den Wissenschaften.” Münster: Mentis Verlag

engl.:
Baggini, J., Fosl, P. 2010. „The Philosopher’s Toolkit. A Compendium of Philosophical Concepts and Methods.” Malden, Oxford, Sussex: Wiley-Blackwell.
Weston, A. 2009. “A Rulebook for Arguments.” Indianapolis: Hackett Publishing.
Groarke, L.A., Tindale, C.W. 2013. “Good Reasoning Matters! A Constructive Approach to Critical Thinking” Oxford: Oxford University Press. (5. überarbeitete Auflage.)
Sinnott-Armstrong, W., Fogelin, R. 2015. “Understanding Arguments. An Introduction to Informal Logics.” Stamford: Cengage Learning.

Überdies werden wir uns mit kontemporären philosophischen Texten auseinandersetzen, die entweder selbst etwas zu Argumentation zu sagen haben, oder die für uns interessante Argumentationsweisen verwenden. Die Literaturliste wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben und im Laufe des Semesters angepasst.

Gruppe 5

Wer argumentiert, stützt seine Behauptungen, indem er Aussagen als Gründe anführt. Doch wann gilt ein Argument als schlüssig? Wie vermeidet man Widersprüche und Argumentationsfehler? Und welche Rolle spielt der Kontext, in dem argumentiert wird, für die Wahl der Gründe? - Ich werde versuchen, durch Methodenvielfalt den Bedürfnissen zukünftiger Lehrkräfte gerecht zu werden.

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Unentschuldigte Abwesenheit in der ersten LV-Einheit führt zur automatischen Abmeldung. -- Sollten Sie in der ersten Einheit verhindert sein, schreiben Sie daher rechtzeitig an david.wagner@univie.ac.at !

Montag 06.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 20.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 27.03. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 03.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 24.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 08.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 15.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 22.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 29.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 12.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 19.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien
Montag 26.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 3D, NIG Universitätsstraße 7/Stg. III/3. Stock, 1010 Wien

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel der Übung: Die Fähigkeit, philosophische Argumente zu erkennen und zu analysieren.
Kenntnis grundlegender Begriffe der Rhetorik.

Methode: Vortrag zur Schaffung einer begrifflichen Grundlage. Besprechen von Beispielen, um das vorgestellte Material einzuüben. Gemeinsame Analyse von philosophischen Texten, die über die e-Plattform moodle zur Verfügung gestellt werden. Referate (Stundenwiederholungen) und Podiumsdiskussionen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Veranstaltung hat prüfungsimmanenten Charakter, d. h. regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit sind gefordert. Mehrere kurze schriftliche Arbeiten (Exzerpt, Beispielanalyse, philosophischer Kommentar) sowie Teilnahme an einer der mündlichen Übungen (Referat, Podiumsdiskussion).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es besteht Anwesenheitspflicht, ein zweimaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet. Jede Teilleistung wird eigenständig bewertet. Die schriftlichen Teilleistungen fließen zu 70%, aktive Mitarbeit an den gemeinsamen Diskussionen zu 30% in die Beurteilung der Lehrveranstaltung ein.

Literatur

Tugendhat, Ernst/Wolf, Ursula: Logisch-semantische Propädeutik. Stuttgart: Reclam, 1993.
Pfister, Jonas: Werkzeuge des Philosophierens. Stuttgart: Reclam, 2013.

Information

Prüfungsstoff

Vgl. oben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA UF PP 06.2 Philosophieren Lernen
§ 57.2.7. Rhetorik und Argumentationstheorie

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36