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180193 VO-L Kosmopolitische Perspektiven von der Antike bis in die Gegenwart (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 10.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 17.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 24.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 31.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 07.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 14.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 21.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 28.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 05.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 12.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 16.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 23.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 30.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Zentrum der Lehrveranstaltung steht die Auseinandersetzung mit kosmopolitischen Perspektiven innerhalb der europäischen Philosophie bzw. Geistesgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart in vier Schwerpunkten: (i) Im ersten Teil steht die Entstehung des kosmopolitischen Denkens in der Philosophie der Antike im Mittelpunkt. Bemerkenswert dabei ist, dass die Ansätze des antiken kosmopolitischen Denkens nicht in den großen und wirkungsmächtigen Schulen bzw. politischen Theorien von Platon oder Aristoteles zu finden sind. Wer konkrete kosmopolitische Ansätze in der Antike ausfindig machen will, der muss sich an die philosophischen Strömungen und Schulen der Sophisten, der Kyniker und insbesondere der Stoiker wenden. (ii) Im zweiten Teil der Lehrveranstaltung rückt die Renaissance in den Mittelpunkt der Betrachtungen, zumal in dieser Zeit das kosmopolitische Denken wieder intensiver aufgenommen worden ist. Dabei weniger aus anthropologischer als aus gesellschaftlicher und sozialer Perspektive. Und darüber hinaus war das kosmopolitische Nachdenken der Renaissance für die Entwicklung des Humanismus der Neuzeit wichtiger Bestandteil. (iii) Im dritten Teil folgt eine Auseinandersetzung mit der Philosophie der Aufklärung. Dabei insbesondere mit jenen Aspekten, anhand derer sich die Entwicklungen des kosmopolitischen Denkens hin zum Kosmopolitismus als (gesellschafts-)politisches Anliegen bzw. Bestreben deutlich machen lassen. Dabei kommt u.a. Immanuel Kant und seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ eine besondere Bedeutung zu. (iv) Im vierten und letzten Teil der Lehrveranstaltung folgt eine Betrachtung des kosmopolitischen Denkens im 20. und im 21. Jahrhundert durch die Thesen von Ulrich Beck, Otfried Höffe und Seyla Benhabib. Abschließend werden neuere Ansätze des Kosmopolitismus in den Sozial- und Kulturwissenschaften diskutiert, die zu einer Ausdifferenzierung des aktuellen Kosmopolitismus – in anthropologischer, ökonomischer, sozialer und politischer Perspektive – führen und die Lehrveranstaltung abrunden.

Ziele der Lehrveranstaltung sind (i) eine historische als auch systematische Betrachtung des kosmopolitischen Denkens von der Antike bis in die Gegenwart, (ii) die Vermittlung unterschiedlicher Konzeptionen und Bestimmungen des (politischen) Kosmopolitismus sowie (iii) in Summe die Auseinandersetzung mit einem philosophischen Randbegriff, der im Laufe der Jahrhunderte eine permanente Umdeutung – und facettenreiche Ausdifferenzierung – erfahren hat.

Methoden: Vorlesung inkl. Reader (individuelle Pflichtlektüre bzw. „Leseleistung“); die Vorlesungen werden durch Power-Point-Präsentationen zu jeder Einheit unterstützt und digital (als pdf) über die Lernplattform moodle zur Verfügung gestellt; Betreuung durch die Lernplattform moodle.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung am Semesterende, die sich aus zwei in Essayform zu beantwortenden Fragen zusammensetzt: eine Frage aus den Inhalten der Lehrveranstaltung (Auswahl aus zwei Fragen), eine Frage aus dem Bereich der Pflichtlektüre (LV-Reader). Während der schriftlichen Prüfung sind keine Hilfsmittel zulässig.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ein positiver Abschluss der Lehrveranstaltung erfolgt wenn beide Fragen (jene zu den Inhalten der Lehrveranstalung und jene zur Pflichtlektüre) genügend (ausreichend) beantwortet werden.

Prüfungsstoff

Inhalte der Lehrveranstaltung (1 Prüfungsfrage); LV-Reader (1 Prüfungsfrage).

Literatur

Der LV-Reader wird digital (über moodle) zur Verfügung gestellt wie auch die einzelnen Präsentationen zu den Vorlesungseinheiten.

Weitere (ergänzende) Literatur zur Vertiefung der LV-Inhalte wird in der ersten Einheit vorgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 01.10.2019 12:28