Universität Wien

180215 SE Phänomenologische und postphänomenologische Körpertheorien (2023S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Lehrveranstaltung findet zweiwöchig mit jeweils zwei Einheiten (13.15-16.30 Uhr) statt.

Mittwoch 08.03. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 22.03. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 19.04. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 03.05. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 17.05. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 31.05. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 14.06. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
Mittwoch 28.06. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Phänomenologische Ansätze wie z.B. diejenigen von Merleau-Ponty und Waldenfels haben herausgearbeitet, dass der Leib/Körper zentrale Vermittlungsinstanz zwischen Ich und Welt ist, dass über das leibliche Verhalten der Bezug zur Welt und zu anderen gestiftet wird und dass Subjekte als radikal verkörperte zu denken sind. Auch gesellschaftliche Ordnungen werden in Praktiken einverleibt; Habitualisierungen bzw. leibliche Gewohnheiten sind daher als Verkörperung von Ordnungen zu denken.
Der Rückgang auf Leiblichkeit/Körperlichkeit hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Disziplinen auch zu einem sogenannten Corporeal (oder Body) Turn geführt, für den - neben phänomenologischen Autor_innen - vor allem Denker_innen wie z. B. Pierre Bourdieu, Michel Foucault oder Judith Butler u.a. zentral waren und sind, deren Theorien teilweise in großer Nähe, teilweise aber auch in Kritik und Absetzung zur Phänomenologie entstanden sind.
Das Seminar wird Texte von Merleau-Ponty, Waldenfels, Young, Bourdieu, Foucault und Butler behandeln.

Methoden: Einführungen durch den Lehrveranstaltungsleiter, Lektüre und Diskussion von Texten, die in Referaten vorgestellt werden.

Ziele: Auseinandersetzung mit phänomenologischen und postphänomenologischen Körpertheorien.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung (zwei Einheiten, d.h. ein Termin, kann gefehlt werden). Referat (im Rahmen eines Gruppenreferats - auch schriftlich auszuarbeiten und vor der Präsentation abzugeben), Lektürereflexionen, Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung (zwei Einheiten, d.h. ein Termin, kann gefehlt werden). Zeugniserwerb durch Referat (im Rahmen eines Gruppenreferats - auch schriftlich auszuarbeiten und vor der Präsentation abzugeben), Lektürereflexionen, Seminararbeit.
Mindestanforderungen für eine positive Beurteilung: ausreichende Anwesenheit, Referat, Lektürereflexionen.
Lektürereflexionen/Mitarbeit: 15%, Referat: 25%, Seminararbeit: 60%.

Prüfungsstoff

Da es ein Seminar ist, gibt es keine Abschlussprüfung.

Literatur

Pierre Bourdieu: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft, Frankfurt am Main, 1987.
Pierre Bourdieu: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt/M. 2001.
Pierre Bourdieu: Die männliche Herrschaft, Frankfurt/M. 2001.
Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt/M. 1991.
Judith Butler: Raster des Krieges, Frankfurt/M. 2010.
Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1, Frankfurt M. 1977.
Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung, Berlin 1966.
Bernhard Waldenfels: Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes, Frankfurt/M. 2001.
Iris Marion Young: Werfen wie ein Mädchen. Eine Phänomenologie weiblichen
Körperverhaltens, weiblicher Motilität und Räumlichkeit, in Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 41, 1993, 707-725.

Die im Seminar zu lesende Literatur wird als PDF auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 14.03.2023 11:29