Universität Wien

180269 SE Gene und Gehirne (2007W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Donnerstag 11.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 18.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 25.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 08.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 15.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 22.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 29.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 06.12. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 13.12. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 10.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 17.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 24.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock
  • Donnerstag 31.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal. 2H NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung


Das 21. Jahrhundert steht im Zeichen des Gedankens anthropotechnischer Veränderungen durch Eingriffe in die Grundlagen der menschlichen Natur, welche zu einer massiven Verschiebung der bisher gekannten Gattungsgrenzen führen und damit in der weiteren Folge den ontologischen Status der anthropologischen Verfassung radikal in Frage stellen sollten. Transplantationsmedizinische, neurochirurgische sowie bio- gentechnische und computerinformationstechnische Eingriffe in die körperlichen, neuronalen und kognitiven Lebensgrundlagen würden, so heisst es, zu einer fundamentalen Verkünstlichung der bisher mit der menschlichen Natur identifizierten, bio-psycho-sozialen Humanexistenz führen. Sofern angenommen wird, dass die Grenzen zwischen dem "natürlichen" Menschen und seinen bio- und computertechnischen Korrelaten zunehmend verschwimmen, beinhaltet die Vorstellung (oder sollte man nach dem tatsächlichen Wissensstand besser sagen - die Phantasie) einer hochtechnisierten Zukunft der materialen und mentalen Grundausstattung der menschlichen Natur allerdings das Paradoxon einer nahezu übermenschlichen Selbstüberschreitung bei gleichzeitigem Rückfall auf das vormenschliche, teils sogar präbiologische Niveau einer hochtechnisierten künstlichen Bio-Maschinenexistenz von Mensch-Maschinen-Hybriden. Zu klären wären in diesem Zusammenhang drei Probleme:
1.) Was ist menschliches Leben ? 2.) Welcher Zusammenhang besteht zwischen Genen und Gehirnen ? 3.)
Wie verhalten sich Gene und Gehirne zu Bewusstsein und Geist ?

Didaktik:
Themeneinführung durch den LV-Leiter, Vergabe von Referatthemen, Referate mit Diskussion

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Zu 1.) Der Begriff des menschlichen Lebens
- Carola Meier-Seethaler: Welchen Lebensbegriff wird die Forschung des 21.Jahrhunderts voraussetzen ? In: R.Rehn et. al. (Hrsg.): Der Traum vom besseren Menschen. Zum Verhältnis von praktischer Philosophie und Biotechnologie.
F.a.M. 2003
- Frank Weinreich: "Wenn unsere Hoffnung nun am Alten hängt". Zur Problematisierung des Selbstbestimmungsrechtes von Individuen bei pränatalen Eingriffen in das menschliche Genom. In: Rehn et al. (Hrsg.) ebd.

Zu 2.) Gene und Gehirne
- Susan Blackmore: Evolution und Meme: Das menschliche Gehirn als selektiver
Imitationsapparat. In: A.Becker et al. (Hrsg.): Gene, Meme und Gehirne. Geist und
Gesellschaft als Natur. Eine Debatte, F.a.M. 2003
- Ruth Garrett Millikan: Vom angeblichen Siegeszug der Gene und Meme. Ebd.

Zu 3.) Gehirn - Bewusstsein / Geist
- Hans-Peter Krüger (Hrsg.): Hirn als Subjekt ? Philosophische Grenzfragen der
Neurobiologie. Berlin 2007 (Daraus Zusammenfassung von je einer von insgesamt
4 Diskussionsrunden).

Prüfungsmodalitäten:
Zeugniserwerb durch mündliches Referat mit schriftlicher Ausarbeitung (Seminararbeit)


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

§ 3/2/8, BA: M 14, PP § 57.3.4

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36