180711 SE Seminar zum komparativen Denken (2011S)
Philosophische Anthropologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Labels
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Fr 11.02.2011 14:00 bis So 27.02.2011 09:00
- Abmeldung bis Do 31.03.2011 23:00
Details
max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Dienstag 15.03. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 22.03. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 29.03. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 05.04. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 12.04. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 03.05. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 10.05. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 17.05. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 24.05. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 31.05. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 07.06. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 21.06. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
- Dienstag 28.06. 14:00 - 16:00 Hörsaal 3E NIG 3.Stock
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Entweder die Abhaltung eines mündlichen Referates am Ende des Semesters oder die Abgabe einer schriftlichen SE-Arbeit ab Ende des Semesters. Vorausgesetzt hierfür wird eine regelmäßige Teilnahme am Seminar.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsstoff
Eigenständiges Denken tritt in unserer Zeit, in der die digitale Information ein unüberschaubares Ausmaß erreicht hat, oftmals in den Hintergrund ist eine Aussage, die man heute immer wieder hören kann. Im Lichte dieser Aussage wird von mir am Anfang jedes Themenabschnittes ein Impulsreferat angeboten. Es geht z.B. um die Auffassung des Denkens anhand von Descartes Discours de la Methode, Quatrieme Partie. Dies spiegelt sich bei Husserl in bestimmten Teilen der Cartesianischen Meditation wider. Zu reflektieren ist, welche Anregung Husserl vom Cartesischen Ansatz je pense erhalten und welche eigenen Ideen er eingebracht hat. Im Anschluss an diesen Vergleich von Descartes und Husserl öffnet sich ein weiterer Horizont, der durch wiederholte Reflexionen verdichtet werden kann: Ausgehend von der Grundfassung der epoche kommt man an Hand von konkreten Belegen Dogens, das sich nichts denkende Denken (hi-shiryo) und der epoche Husserls zur Tangente des zentralen Denkhorizonts der okzidentalen und nicht-okzidentalen Philosophie.
Dies dient dem Abstecken eines Motivationshorizonts, worin der verstreute Bewusstseinsinhalt unserer selbst zum Mittelpunkt des produktiv philosophischen Denkens gesammelt werden kann. samadhi, eine Sammlung der Konzentration ist darin kein kulturfremdes Gedankengut, doch dient es als starting point zum Denken als Grundlage der philosophischen Anthropologie. Eine bloße Aufzählung von Unterschieden lässt sich keineswegs als komparatives Denken anerkennen. Ebensowenig sind Vermischungen aus verschiedenen Denkrichtungen produktiv. Ziel dieses Seminars ist es, einerseits global und andererseits regional und in dieser Zweiseitigkeit einesteils kooperativ und andererseits eigenständig denken zu üben bzw. zu lernen. Ob und wieweit eine Idee in das eigenständige Denken integriert wurde, wird sich am Ende des Semesters zeigen.
Dies dient dem Abstecken eines Motivationshorizonts, worin der verstreute Bewusstseinsinhalt unserer selbst zum Mittelpunkt des produktiv philosophischen Denkens gesammelt werden kann. samadhi, eine Sammlung der Konzentration ist darin kein kulturfremdes Gedankengut, doch dient es als starting point zum Denken als Grundlage der philosophischen Anthropologie. Eine bloße Aufzählung von Unterschieden lässt sich keineswegs als komparatives Denken anerkennen. Ebensowenig sind Vermischungen aus verschiedenen Denkrichtungen produktiv. Ziel dieses Seminars ist es, einerseits global und andererseits regional und in dieser Zweiseitigkeit einesteils kooperativ und andererseits eigenständig denken zu üben bzw. zu lernen. Ob und wieweit eine Idee in das eigenständige Denken integriert wurde, wird sich am Ende des Semesters zeigen.
Literatur
Descartes, Discours de la Methode (bes. Quatrieme Partie), Stuttgart 2009
Heintel, Zum Begriff der Erziehungslehre im Rahmen der Freiheitlichkeit menschlicher Existenz, in: Wiener Jahrbuch für Philosophie, Bd. 30 / 1998, Wien 1999
- Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?, Wien 1993
Henrich (Hrsg.), All-Einheit, Stuttgart 1985
Husserl, Cartesianische Meditation (bes. § 10 - § 18), Hamburg 1987, 1995
Reininger, Metaphysik der Wirklichkeit, Wien 1931, 1970
Dogen, fukan zazengi (Zur allgemeinen Förderung zur Zen-Praxis,
in: Gesamtausgabe II, Tokyo 1970. Siehe H. Dumoulin, Dogen-Zen, in der FB Philosophie, Handapparat beim Bibliothekar)*
Gabriel, Haselbach, Hashi (Hrsg.), Zen und Tao, Wien 2007
Gabriel, Hashi (Hrsg.), intellectus universalis, Wien 2005
- , Komparative Philosophie der Gegenwart, Wien 2007
Hashi, Die Aktualität der Philosophie. Grundriss des Denkwegs der Kyoto-Schule, Wien 1999, 2004
- , Naturphilosophie und Naturwissenschaft. Tangente und Emergenz im interdisziplinären Spannungsumfeld, Münster/ Berlin / Zürich / London / Wien 2010
Ueda S., Erfahrung und Selbst-Gewahren (keiken to jikaku)*, Tokyo 1994
* Die Textteile werden von mir übersetzt und erörtert.
Heintel, Zum Begriff der Erziehungslehre im Rahmen der Freiheitlichkeit menschlicher Existenz, in: Wiener Jahrbuch für Philosophie, Bd. 30 / 1998, Wien 1999
- Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?, Wien 1993
Henrich (Hrsg.), All-Einheit, Stuttgart 1985
Husserl, Cartesianische Meditation (bes. § 10 - § 18), Hamburg 1987, 1995
Reininger, Metaphysik der Wirklichkeit, Wien 1931, 1970
Dogen, fukan zazengi (Zur allgemeinen Förderung zur Zen-Praxis,
in: Gesamtausgabe II, Tokyo 1970. Siehe H. Dumoulin, Dogen-Zen, in der FB Philosophie, Handapparat beim Bibliothekar)*
Gabriel, Haselbach, Hashi (Hrsg.), Zen und Tao, Wien 2007
Gabriel, Hashi (Hrsg.), intellectus universalis, Wien 2005
- , Komparative Philosophie der Gegenwart, Wien 2007
Hashi, Die Aktualität der Philosophie. Grundriss des Denkwegs der Kyoto-Schule, Wien 1999, 2004
- , Naturphilosophie und Naturwissenschaft. Tangente und Emergenz im interdisziplinären Spannungsumfeld, Münster/ Berlin / Zürich / London / Wien 2010
Ueda S., Erfahrung und Selbst-Gewahren (keiken to jikaku)*, Tokyo 1994
* Die Textteile werden von mir übersetzt und erörtert.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
BA M 8.1, § 3.2.8, PP § 57.6, § 4.1.7
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36
UNIVIS-Anmeldezeitraum von 11. Februar 2011, 14:00 Uhr bis 27. Februar 2011, 09:00 Uhr
Dieses Seminar ist nicht unbedingt als ein Pendant zur Vorlesung gedacht, sollte aber dem gründlichen Verständnis der Themen im BA-Modul 08 dienen, zu denen die VO Anregungen liefert. Betont wird in diesem SE die Stabilisierung der eigenständigen Reflexion im Horizont des komparativen Denkens. Das SE will einen Labor-ähnlichen Ort anbieten, wo konfrontative Reflexionen über philosophisch relevante Grundbegriffe wie Sein, Nichts, Sein und Denken, Auffassung von Raum und Zeit, Bedeutung der Empirie im philosophischen Denken u.v.a. diskutiert werden können. Die dadurch erzielte Erkenntnis kann sowohl für das Philosophie-Studium als auch für das Leben in der Realität nützliche Beiträge liefern. Am Ende des Semesters wird ein Sonderkapitel, Was ist Geist? in philosophischer und in naturwissenschaftlicher Sicht komparativ behandelt.