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190008 SE M3a Gegenstandstheorie I: Bildung, Medien und gesellschaftliche Transformation (2015S)

Medienpädagogik: Buchdruck

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 04.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 11.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 18.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 25.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 15.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 22.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 29.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 06.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 13.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 20.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 27.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 03.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 10.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 17.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG
Mittwoch 24.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 1 Sensengasse 3a 1.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Studienplanpunkt "Gegenstandstheorie - Bildung, Medien und gesellschaftliche Transformation" umfasst fünf ECTS in einer prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung mit zwei SWS Lehrleistung. Quantitativ betrachtet umfasst die Lehrveranstaltung damit 125 Stunden Arbeitszeit der Studierenden, von denen etwa 25 Stunden auf gemeinsame Arbeitsphasen in der Universität mit Präsenz der Beteiligten entfallen. Der darüber hinaus gehende Aufwand der Lehrenden wird nicht weiter spezifiziert, bei den Studierenden sind dies etwa 100 Stunden.
Inhaltlich wird das Ziel des Moduls wie folgt spezifiziert: "Die Studierenden kennen zentrale Theorien und Modelle der Bildung, der gesellschaftlichen Veränderung und der Medien, und können deren systematischen, historischen und empirischen Zusammenhang an ausgewählten Beispielen analysieren." Das ist eine recht weit gefasste, eine Vielzahl von Themen zulassende Formulierung. Denn schon die Theorien und Modelle der Bildung, selbst wenn es sich um wie auch immer auszuwählende zentrale Theorien und Modelle handelt, weisen einen erheblichen Umfang auf. Nichts anderes ist von gesellschaftlichen Veränderungen und Medien zu sagen. Insofern eröffnet der Studienplan einen Raum, den es zu spezifizieren gilt.
Diese Spezifikation muss, wie in jeder didaktischen Planung, eine doppelte sein: Der formulierte Themenbereich muss mit Inhalten spezifiziert, also didaktisch präzisiert werden. Und der vorgegebene Arbeitsrahmen muss mit Arbeitsformen spezifiziert, also methodisch präzisiert werden.
Im Blick auf die Inhalte ist mit dem Studienplan intendiert, dass die jeweiligen Lehrenden Inhalte auswählen können, die ihren Forschungsschwerpunkten entsprechen. Damit kann eine forschungsgeleitete Lehre sicher gestellt werden. Die Studierenden können ihre Interessen durch die Wahl eines der Seminare ausdrücken, deren Schwerpunkt jeweils in der Ankündigung anzugeben ist. Im konkreten Fall und aus Sicht des Lehrenden ist also der individuelle Forschungsschwerpunkt als Maßgabe zu wählen. Dabei handelt es sich im konkreten Fall um die Medienpädagogik.
Im Blick auf die curriculare Vorgabe werden daher Medien in den Mittelpunkt gerückt. Von dieser Sicht aus sind dann auch Theorien und Modelle der Bildung sowie gesellschaftliche Veränderungen zu berücksichtigen. Das soll an ausgewählten Beispielen analysiert werden, und ein solches Beispiel gilt es im nächsten Schritt zu bestimmen.
Als Beispiel wird im zur Rede stehenden Seminar der Buchdruck verwendet. Zum einen ist es zunächst offensichtlich, dass der Buchdruck nicht nur für die gegenwärtige Kultur eine wesentliche Folie darstellt, sondern auch für das wissenschaftliche Arbeiten. Damit kann anhand einer Auseinandersetzung mit dem Buchdruck nicht nur den Zielen des Studienplans, sondern auch Bildungsabsichten im Sinne einer Anregung zur Reflexion der eigenen Tätigkeit entsprochen werden. Neben diesem Grund für den Fokus auf den Buchdruck kann hier darauf hingewiesen werden, dass andere Medien, wie z.B. die derzeit viel diskutierten Internetcomputer, in anderen Teilen des Curriculums (M9: E-Learning, M4.2: Körper) thematisiert werden.
Zur Methode ist es im Falle der Auseinandersetzung mit Medien ein sowohl bildungsrelevante Brüche erzeugendes als auch die Theorie-Praxis-Transformation orientierendes Vorgehen, das Medium selbst nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu thematisieren. In einem Seminar über den Buchdruck sollte daher erstens ein Buch produziert und zweitens Arbeitsformen gewählt werden, die für die Buchdruckkultur typisch sind.
Die Produktion eines Buches muss wegen des kooperativen Charakters eines Seminars und der vorgegebenen zeitlichen Rahmenbedingungen als Sammelband erfolgen, wobei die Geschichte des Sammelbandes hier nicht genauer erläutert werden kann. Dabei darf allerdings ein Aspekt nicht vernachlä [TECHNISCH SIND HIER NUR 4000 ZEICHEN MÖGLICH. DER WEITERE TEXT WIRD IM SEMINAR ZUR VERFÜGUNG GESTELLT]

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Beurteilt wird die Präsentation und Diskussion im Seminar (40%) sowie die Ausarbeitung (60%).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für ein positives Ergebnis ist die Teilnahme an den Sitzungen (maximal 2 Fehltermine) sowie die positive Beurteilung aller Teilleistungen erforderlich.

Prüfungsstoff

Literatur

Einführendes
Comenius (1657): Didacta Magna.
Kant, Immanuel (1784): Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? In: Berlinische Monatsschrift, 12, 481-494.
Moser, Heinz (2006): Einführung in die Medienpädagogik. Aufwachsen im Medienzeitalter. 5. Aufl., Wiesbaden.
Stiftung Warentest (2007): Nicht ohne Tadel. Schulbücher. In: test, 10, 74-80.
3 Texte für die individuelle Arbeit

Gesellschaft
Chomsky, Noam (2003): Media Control. Von Macht und Medien. Hamburg.
Habermas, Jürgen (1962): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Neuwied.
Hausjell, Fritz (1993): Journalisten für das Reich. Der "Reichsverband der deutschen Presse" in Österreich 1938 - 45. Wien.

Medien
Havelock, Eric A. (1992): Als die Muse schreiben lernte. Frankfurt am Main.
McLuhan, Marshall (1968): Die magischen Kanäle. Düsseldorf.
Innis, Harold (1997): Kreuzwege der Kommunikation. Ausgewählte Texte. Wien, New York.
Giesecke, Michael (1991): Der Buchdruck in der frühen Neuzeit. Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien. Frankfurt am Main.
Goody, Jack; Watt, Ian; Gough, Kathleen (1986): Entstehung und Folgen der Schriftkultur. Frankfurt am Main.
Manguel, Alberto (2000) Eine Geschichte des Lesens. Hamburg.
Butler, Judith (2006): Haß spricht. Zur Politik des Performativen. Frankfurt am Main.
Eco, Umberto (1977): Das offene Kunstwerk. Frankfurt am Main.

Bildung
Sting, Stephan (1998): Schrift, Bildung und Selbst. Eine pädagogische Geschichte der Schriftlichkeit. Weinheim.
Koller, Hans-Christoph (1999): Bildung und Widerstreit. Zur Struktur biographischer Bildungsprozesse in der Postmoderne. Hamburg.
Humboldt, Wilhelm von (1997): Bildung und Sprache. Paderborn.

Medienpädagogik
Jörrissen: Medienbildung - eine Einführung
Baacke, Dieter / Lauffer, Jürgen: Nicht nur schöner Schein - Kinder- und Jugendzeitschriften in Deutschland. Übersicht und Empfehlungen, Bielefeld: GMK 1994

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

M3a

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:52