Universität Wien FIND

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190063 SE Theorie und Praxis der Schulentwicklung (2010W)

Analyse der Kategorie 'Gender' in der Schule und Ansätze zu deren Implementierung

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Schulbesuche finden am: 22.10. in der Zeit von 10:00-11:30 Uhr und am 25.10. in der Zeit von 10:00.11:30 Uhr statt.

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 11.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum 6 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 21.10. 16:00 - 17:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Donnerstag 21.10. 18:00 - 19:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Freitag 22.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum 6 Sensengasse 3a 2.OG
Samstag 23.10. 14:00 - 15:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Samstag 23.10. 16:00 - 17:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Samstag 23.10. 18:00 - 19:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Montag 25.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum 6 Sensengasse 3a 2.OG
Montag 25.10. 18:00 - 19:30 Seminarraum 6 Sensengasse 3a 2.OG
Freitag 29.10. 18:00 - 19:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Samstag 30.10. 14:00 - 15:30 (Erkerzimmer, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
(Kleiner Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Samstag 30.10. 16:00 - 17:30 (Erkerzimmer, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
(Kleiner Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Dienstag 02.11. 12:00 - 13:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Dienstag 02.11. 14:00 - 15:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

ANALYSE DER KATEGORIE 'GENDER' IN DER SCHULE UND ANSÄTZE ZU DEREN IMPLEMENTIERUNG richtet sich an LehramtsstudentInnen in der schulpraktischen Ausbildung, die den Fundus ihres Handwerkszeuges, was "Geschlecht" betrifft, als zukünftige LehrerInnen erweitern wollen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Das Seminar baut auf
1. die Lektüre der Texte. Ohne die Lektüre ist aktive Mitarbeit praktisch unmöglich und kann damit nicht positiv abgeschlossen werden. Die Überprüfung erfolgt in Form von Diskussionen.
2. Anwesenheit.
3. ca. 4 A4 Seiten Free Writing Text über die eigene Philosophie (zu erstellen anhand eines Fragebogens zu Glück; nach genauer Anleitung zu erstellen. Die Anleitung erhalten Sie sofort nach Ihrer Anmeldung; Abgabe beim ersten Treffen).
4. Teilnahme an zwei Hospitationen in zwei verschiedenen mit Stundenbeobachtungen und Verfassen von zwei Beobachtungsaufgaben.
5. Aktive mündliche und schriftliche Mitarbeit in allen Blockveranstaltungen.
6. Zwei Präsentationen - a) eine Theorie in Form von Power Point und b) eine Aktivität/Übung für die Gruppe. Das Material wird nach Inskription zur Verfügung gestellt: a) wahlweise aus: Hrsg.innen. Anita Mörth, Barbara Hey, geschlecht + didaktik. Online-Publikation. Koordinationststelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung der Universität Graz, 2006; Hrsg. Christin Grohn-Menard, Bildung neu bilden - Balancen finden, 14. Bundeskongress Frauen und Schule, 2007; Frauen und Schule - gestern - heute - morgen. 13. Bundeskongress Frauen und Schule. Hg. von Regina Malz-Teske und Hannelore Reich-Gerick, Kleine Verlag, Bielefeld 2004, http://frauen-und-schule.de/k-histor.html; b) aus: Welz, Eberhard & Dussa, Ulla; Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Berlin (Hg.) (1998): Mädchen sind besser - Jungen auch. Konfliktbewältigung für Mädchen und Jungen - ein Beitrag zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Grundschule. Bd. 2: Curriculum - Spiele und Übungen. Berlin: Paetec, Ges. für Bildung und Technik; Salto, Rolle und Spagat, Basiswissen zum geschlechtsbewussten Handeln im Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft, Veronika Merz, Verlag Pestalozzianum Zürich 2001; Salto, Rolle, Pflicht und Kür. Materialien zur Schlüsselqualifikation Genderkompetenz in der Erwachsenenbildung. V. Merz unter Mitarbeit von E. Gründewald-Huber, Ch. Hanetseder, S. Ramsauer, M. Rechsteiner, I. Rusterholtz, A. Ryter. Verlag Pestalozzianum 2001;
7. Einen Beitrag/Info/Material aus: www.gender.schule.at vorstellen.
8. Erstellung einer visuellen (bzw. akustischen) Repräsentation von "Eine geschlechtergerechte Schule für Mädchen und Buben" und Präsentation vor der Gruppe im letzten Modul. (Beispiele werden im 1. Modul gezeigt).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel des Kurses ist es, Sie mit theoretischen Ansätzen vertraut zu machen, Ihnen Beispiele zu geben und Sie mit Handwerkszeug auszustatten, mit dem Sie in ihrem Fach die Kategorie "Geschlecht" so einsetzen können, dass Schule geschlechtergerecht/er werden kann. Am Ende des Kurses sollten Sie ein verbessertes Verständnis gewonnen haben, davon ° wie Sie sich philosophisch positionieren, welchem Menschenbild Sie anhängen und wie ihre Philosophie das eigene Handeln als LehrerIn beeinflusst. ° wie Sie selbst geschlechtlich sozialisiert wurden; ° wie verschieden oder ähnlich Mädchen und Burschen lernen ° wie Geschlechterungerechtigkeit in der Schule produziert wird ° wie historisch und kulturell bedingt die Kategorie ‚Geschlecht' ist ° welche Maßnahmen gegen Geschlechterungerechtigkeit von Seiten des Ministeriums und der EU gesetzt wurden (Publikationen des Ministeriums und Gender Mainstreaming) ° welche Rolle ‚Freude' und ‚Humor' bei der Vorbereitung und beim Unterrichten spielen und welche Auswirkungen diese Faktoren auf Sie selbst, sowie auf Mädchen und Buben haben ° wie die Auswahl von Materialien und Methoden Geschlechterstereotypen verstärken oder abschwächen, und damit neue Räume öffnen können ° wie Beurteilung als dynamischer Prozess angelegt werden kann und wie verschieden oder ähnlich Mädchen und Buben diesen Prozess nützen ° wie das System ‚Schule' im Bezug auf die Kategorie ‚Geschlecht' funktioniert ° aus welchen Elementen die österreichische Tiefenkultur besteht und welche Auswirkungen dies auf die Kategorie ‚Geschlecht in der Schule' hat ° was Disziplin, Gewalt und Gewaltprävention bedeuten ° wie Lehrpersonen sich zwischen Macht und Verantwortung bewegen ° wie die Gendertheorie in die Schule als Organisation passt ° welche Gestaltungsräume sich für LehrerInnen öffnen und die Fähigkeiten erworben haben, ° die eigene Philosophie als LehrerIn zu formulieren ° Klar formulieren zu können, wohin es mit Mädchen und Buben in der Schule gehen soll ° Gendererkenntnisse in die Unterrichtsplanung und Ihren Unterricht einfließen zu lassen ° Möglichkeiten einer gewaltfreien Leistungsbeurteilung mädchen- und bubenspezifisch zu nützen ° Gefühle in Bezug auf sich selbst, Mädchen, Buben, Materialien, Methoden und Schulstruktur zu erkennen, die Geschlechterrollen verstärken, abschwächen oder neutral sind und diese Gefühle konstruktiv zu nützen ° konstruktive Methoden im Umgang mit den geschlechtsspezifischen Themenkreisen Disziplin, Gewalt und Gewaltprävention zu nützen; ° die Notwendigkeit von Interventionen in diesen Bereichen, sowie erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nützen (Die Kokoko-Stunde) ° mögliche Handlungsfelder in Bezug auf ‚Gender und Schule' zu erkennen und zu nützen ° die Vielfalt assoziativ-kreativer Verarbeitungen des Themas erkennen und nützen

Prüfungsstoff

Wir werden so zusammenarbeiten, dass wir die bestmögliche Lernumgebung für uns schaffen. (Lektüre, Free writing, Stundenbeobachtung- und Analyse, Film, Gruppen- und Einzelarbeit, Diskussion, Collage, Impulsreferate, Hörbeispiele, Videoausschnitte, Präsentation, kreativ-assoziative Arbeit). Ich freue mich während und am Ende des Kurses über Ihre Rückmeldungen und Ideen, wie ich diesen Kurs für Sie und Studierende nach Ihnen verbessern kann.

Literatur

SKRIPTUM (kopiert für 10 TeilnehmerInnen á 18 Euro Kopierkostenbeitrag) PLUS ALLE UNTERLAGEN MIT * GEKENNZEICHNET, KÖNNEN IM EINGANGSBEREICH DES INSTITUTS ERWORBEN BZW. SELBSTÄNDIG KOPIERT WERDEN.
MATERIALIEN MIT ** SIND ONLINE.

GANZWERKE:
*Dale Spender. Frauen kommen nicht vor - Sexismus im Bildungswesen. Fischer 1985;
(kann auch im Internet oft günstig erworben werden).

*Unterrichtsprinzip ERZIEHUNG ZUR GLEICHSTELLUNG VON FRAUEN UND MÄNNERN, 5. SCHULSTUFE: Informationen und Anregungen zur Umsetzung ab der 5. Schulstufe. Themen: Koedukation, Interaktions- und Kommunikationsstrukturen, Sprache, Schulbücher, Gewalt, Mädchen- und Bubenarbeit, Berufsorientierung, Neue Medien, Literatur, Kontaktadressen. BMBWK (Hg), 2003, 2. Aufl., 134 Seiten. (kostenlose Publikation des Ministeriums).

*Gerda Sengstbratl: Die Mädchen-KoKoKo-Stunden. Kommunikation, Kooperation, Konfliktlösung. Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Schulschiff Bertha von Suttner, Wien XXI (Hrsg. vom BMUK 1999, Amedia Verlag, Wien) aus der Reihe "Schulqualität und geschlechtssensible Lernkultur - Projektberichte zur Reflexion und Weiterentwicklung der Koedukation" (kostenlose Publikation des Ministeriums).

PRÄSENTATION EINER THEORIE NACH WAHL:

*Hrsg.innen. Anita Mörth, Barbara Hey, geschlecht + didaktik. Online-Publikation. Koordinationststelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung der Universität Graz, 2006.

*Hrsg. Christin Grohn-Menard, Bildung neu bilden - Balancen finden, 14. Bundeskongress Frauen und Schule, 2007.

*Frauen und Schule - gestern - heute - morgen. 13. Bundeskongress Frauen und Schule. (ausgewählte Beiträge) Hg. von Regina Malz-Teske und Hannelore Reich-Gerick. 497 Seiten, Kleine Verlag, Bielefeld 2004 http://frauen-und-schule.de/k-histor.html.

EINE ÜBUNGEN/AKTIVITÄT:
*Welz, Eberhard & Dussa, Ulla; Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Berlin (Hg.) (1998): Mädchen sind besser - Jungen auch. Konfliktbewältigung für Mädchen und Jungen - ein Beitrag zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Grundschule. Bd. 2: Curriculum - Spiele und Übungen. Berlin: Paetec, Ges. für Bildung und Technik.
*Salto, Rolle und Spagat, Basiswissen zum geschlechtsbewussten Handeln im Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft, Veronika Merz, Verlag Pestalozzianum Zürich 2001 .
*Salto, Rolle, Pflicht und Kür. Materialien zur Schlüsselqualifikation Genderkompetenz in der Erwachsenenbildung. V. Merz unter Mitarbeit von E. Gründewald-Huber, Ch. Hanetseder, S. Ramsauer, M. Rechsteiner, I. Rusterholtz, A. Ryter. Verlag Pestalozzianum 2001.
GESCHLECHTERGERECHTE SPRACHE:
**13.03.2009 Herr Koma kommt: Der Frauenmord in Winnenden, http://www.fembio.org/biographie.php/frau/druckversion/herr-koma-kommt-der-frauenmord-in-winnenden/.
**Globale Entmannung: http://www.luisepusch.de/sprache.html.
**Laut & Luise: Die aktuelle Glosse von Luise F. Pusch http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog.
Pusch, Luise F. Das Deutsche als Männersprache, Suhrkamp 1984.
_____________.Alle Menschen werden Schwestern. Suhrkamp 1990.

GENDER IN DER PÄDAGOGIK:
Zum Hören:
**www.gender.schule.at:
12. - 15. Jänner 2009 Radiokolleg - Gendersensibler Unterricht,
**12.1.09 9:30 http://oe1.orf.at/programm/2009011217201.html,
**13.1.09 9:30 http://oe1.orf.at/programm/2009011317201.html,
**14.1.09 9:30 http://oe1.orf.at/programm/2009011417201.html,
**15.1.09 9:30http://oe1.orf.at/programm/2009011517201.html.
**http://www.gender.schule.at/index.php.

PUBLIKATIONEN ZU GESCHLECHTSSPEZIFISCHEN THEMEN DES MINISTERIUMS:
Herausgegeben von der Abteilung für geschlechtsspezifische Bildungsfragen des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur werden in der Anzahl der TeilnehmerInnen bestellt. Das Verzeichnis der Publikationen und die Downloadoptionen finden Sie auf der Homepage des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur www.bmukk.gv.at/gleichstellung-schule BMUKK Materialien: http://www.bmukk.gv.at/service/publ_bmukk.xml,
VERSANDSPESEN pro Versendung (€ 2,1

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:37