Universität Wien

190065 SE M7.1 Bildung, Biographie und Lebensalter (2021S)

Biographien von Adressat_innen Sozialer Arbeit

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

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Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Samstag 24.04. 09:00 - 15:00 Digital
  • Samstag 15.05. 09:00 - 15:00 Digital
  • Montag 28.06. 09:00 - 13:00 Digital
  • Dienstag 29.06. 09:00 - 15:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Seminar findet eine Beschäftigung mit Biographien von Adressat*innen Sozialer Arbeit statt. Soziale Arbeit kann als Normalisierungsmacht verstanden werden und verfolgt das Ziel ihre Adressat*innen an dominante Normalitätsvorstellungen anzupassen. In Hilfeprozessen werden Differenzen und Problemkonstruktionen herangezogen und auf deren Grundlage Subjekte zu ‚Subjekten der Hilfe‘ gemacht. Gleichzeitig zeigen sich in Biographien von Adressat*innen widerständige Aneignungsformen und Verschiebungen von institutionellem Wissen.
Im Seminar sollen diese Zusammenhänge, Spannungsfelder und damit verbundene Ambivalenzen aus biographischer Perspektive näher untersucht werden. Hierzu werden zunächst unterschiedliche theoretische Perspektiven auf Biographie, Adressat*innen, Subjektivierung und Institutionen Sozialer Arbeit im Kontext von gesellschaftlichen Differenz- und Normalitätsverhältnissen bearbeitet.
Ein Fokus liegt dabei auf Institutionen der stationären Erziehungshilfe (Heimerziehung und Pflegefamilien). Zur Bearbeitung dieser Fragen werden biographisch narrative Interviews Material mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in der stationären Jugendhilfe gelebt haben, herangezogen und analysiert.
Auf der Grundlage der Beschäftigung wird auch der Frage nachgegangen, was für pädagogisches Handeln folgt, welches die biographische Perspektive von Adressat*innen zum Ausgangspunkt nimmt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zu erbringende Leistungen: regelmäßige Mitarbeit im Seminarplenum (Diskussion und Reflexion); Mitarbeit in einer Kleingruppe; Lektüre von Fachliteratur und empirischem Material; Erarbeitung von kürzeren Reflexionspapieren; Präsentation der Ergebnisse im Seminar und schriftliche Ausarbeitung.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Der Kurs ist positiv abgeschlossen, wenn alle Teilleistungen erbracht und formal und inhaltlich positiv beurteilt wurden.

Arbeitsformen:
- Synchrone Online-Lehre
- Asynchrone Bearbeitung von Inhalten
- Verfassen von Schreibaufgaben und Reflexionspapieren
- Peer Feedback
- Arbeit in KG und selbstorganisierte Auswertung von Interviews in KG

Es wird eine eigenverantwortliche Erarbeitung ausgewählter Texte erwartet. Ergänzend treten Inputs von Teilnehmenden zu relevanten Begriffen und Konzepten des Seminars. Weiterhin werden in Kleingruppen biographisch narrative Interviews bearbeitet, die von der Seminarleitung zur Verfügung gestellt werden. Die Ergebnisse dieser Beschäftigung werden in Reflexionspapieren festgehalten. In der abschließenden Seminararbeit bearbeiten die Teilnehmenden biographisches Material mit einem methodisch begründeten Vorgehen und theoretischen Bezügen. Das Seminar wird blockweise angeboten.

Prüfungsstoff

Literatur

Die Basislektüre und eine ausführliche Literaturliste werden zu Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

M7.1

Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:18