Universität Wien FIND

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Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

190122 SE Theorie und Praxis der Schulentwicklung (2010W)

Praxiserforschung für LehramtskandidatInnen - Der Einsatz empirischer Sozialforschung im zukünftigen Praxisfeld

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Die Studierenden müssen bereit sein, außerhalb der Seminartermine aktiv in Gruppen an kleinen Forschungsprojekten zu arbeiten.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 14.10. 19:00 - 20:00 Seminarraum 7 Sensengasse 3a 2.OG
Samstag 16.10. 09:00 - 16:00 Seminarraum 7 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 21.10. 18:00 - 20:30 Seminarraum 6 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 04.11. 18:00 - 20:30 Seminarraum 7 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 25.11. 18:00 - 20:30 Medien-und Methodenlabor Sensengasse 3a 2.OG
Seminarraum 7 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 09.12. 18:00 - 20:30 Seminarraum 7 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 13.01. 18:00 - 20:30 Seminarraum 6 Sensengasse 3a 2.OG
Donnerstag 27.01. 18:00 - 20:30 (Großer Seminarraum, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Lehramtsstudierende werden im Rahmen der Lehrveranstaltung als PraxisforscherInnen im Zuge ihrer Forschungsaktivitäten Einblicke in Tätigkeiten des Erziehens und Beratens und in die Organisation Schule im Allgemeinen erhalten. Dies soll den Studierenden die Chance eröffnen, distanzierte Einsichten in ihr künftiges Praxisfeld zu gewinnen, um auf diese Weise in die Kunst der Praxisreflexion eingeführt zu werden. Durch Vorträge, Übungen und der Arbeit in Teams werden die Studierenden befähigt, sozialwissenschaftliche Methoden wie Beobachtung, Fragebogenentwicklung, Interviewführung etc. anzuwenden und darüber hinaus, die gesammelten Daten auszuwerten.

Das Seminar findet im Rahmen des Projekts: "Kooperationsschulen der Universität Wien" statt. "Kooperationsschulen der Universität Wien" sind Schulen, an denen praxisorientierte Forschung in Kooperation zwischen LehrerInnen, WissenschaftlerInnen und Studierenden betrieben wird. Die Verknüpfung der pädagogischen Arbeit der Schulen mit wissenschaftlich angeleiteter Forschung ermöglicht allen Beteiligten die Aneignung reflektierter Praxiskompetenz.
Siehe Projektbeschreibung: http://institut.erz.univie.ac.at/home/fe7/koopschul

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Diese Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent. Folgende Kriterien werden zur Leistungsbeurteilung herangezogen:

" Anwesenheit & aktive Mitarbeit in der Präsenz und im Team

" Eigenständige Projektarbeit im Team

" Erfolgreiche Durchführung eines Forschungsprojektes im Team

" Aktive Erhebung von Datenmaterial im Team

" Aktive Auswertung von Datenmaterial im Team

" Verfassen eines Forschungsberichtes im Team

Die detaillierten Kriterien der Leistungsbeurteilung werden in der Vorbesprechung bekannt gegeben,

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Studierenden sollen am Ende des Semester folgende Kompetenzen aufweisen:
o Grundkenntnisse und Fertigkeiten in der Anwendung ausgewählter sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden
o Analyse- und Rekonstruktionsfähigkeiten durch Fallanalysen
o Medienkompetenz durch die Arbeit mit der virtuellen Forschungsplattform
o Fähigkeit in Teams zusammenzuarbeiten
o Grundlagenwissen in Projektarbeit und Projektmanagement sowie die Fähigkeit selbstständig eigene Kleinprojekte durchzuführen
o Fähigkeit, einen wissenschaftlichen Projektbericht im Team zu verfassen
o Reflexionsfähigkeit

Prüfungsstoff

Die Forschungsarbeiten erfolgen in Projektgruppen und stützen sich methodisch auf Ansätze der Praxisforschung im engeren, der qualitativen Sozialforschung im weiteren Sinne und organisatorisch auf gezielte Maßnahmen der Projektorganisation. Die zu bearbeitenden Fragestellungen kommen unmittelbar aus der pädagogischen Schulpraxis und sind für diese bedeutsam. Es wird häufig direkt "vor Ort" an den Schulen gearbeitet. Die selbstgewählten Projektgruppen erarbeiten selbständig im Laufe des Semesters ihre eigenen Fragestellungen im Rahmen des vorgegebenen Rahmenthemas (wird in der ersten Stunde bekanntgegeben), das Forschungsdesign und sollen durch Hilfestellung der Seminarleitung am Ende des Seminars Forschungsergebnisse für nachfolgende Projekte vorlegen. Durch Impuls-Präsentationen (individuell zu gestalten) der Projektgruppen sollen alle Seminar-TeilnehmerInnen einen Überblick der gängigsten qualitativen Forschungsmethoden erhalten.
Um die Kommunikation und Kooperation unter den Seminar-TeilnehmerInnen und der Seminarleiterin zu verbessern, wird eine virtuelle "Forschungsplattform" eingerichtet.
Für die Mitarbeit auf unserer Forschungsplattform werden PC und Plattform- Kenntnisse vorausgesetzt, dessen Schulung im Rahmen des Seminars als Zusatzangebot für die gesamte Gruppe angeboten wird.

In der LV dargestellte wissenschaftliche Positionen:
Geht man davon aus, dass die Universität auch zukünftig ihre Verantwortung für die Weiterentwicklung von Lehre und Studium im Bereich der LehrerInnenbildung unter berufsqualifizierender Perspektive wahrnehmen will und soll, so sind Strategien gefragt, wie die bestehende institutionelle Verankerung der ersten Phase der LehrerInnenbildung an den Universitäten argumentativ und durch konkrete organisatorische Maßnahmen gefestigt werden kann. In diesem Sinne versteht sich das Konzept der Kooperationsschulen als Organisationsentwicklungsmaßnahme, die institutionellen Mehrgewinn für Schule und Universität durch die Schaffung effizienter Kooperationsstrukturen anstrebt.

Literatur

FRIEBERTSHÄUSER, Barbara & PRENGEL, Annedore (Hrsg.) (1997). Handbuch qualitativer Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim u.a.: Juventa.
ALTRICHTER, Herbert & POSCH, Peter (1990). Lehrer erforschen ihren Unterricht. Eine Einführung in die Methoden der Aktionsforschung. Bad Heilbrunn/Obb.: Klinkhardt.
FLICK, Uwe (Hrsg.) (1991). Handbuch Qualitative Sozialforschung: Grundlagen, Konzepte, Methoden und Anwendungen. München: Psychologie-Verlags-Union.
FLICK, Uwe (1995). Qualitative Forschung. Theorie, Methoden, Anwendung in Psychologie und Sozialwissenschaften. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
FLICK, Uwe, KARDORFF, Ernst v. & STEINKE, Ines (Hrsg.) (2000). Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Siehe insbesondere auch den Serviceteil und die umfassende Literaturliste.
OEVERMANN, Ulrich (1996). Theoretische Skizze einer revidierten Theorie professionalisierten Handelns. In: COMBE, Arno & HELSPER, Werner (Hrsg.), Pädagogische Professionalität. Frankfurt/Main 1996, S. 70 - 182. - Sehr zu empfehlender theoretischer Beitrag zum Thema Professionalisierung.


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:37