190195 SE BM 25 Bachelorarbeit II (2010S)
Die Literaturgattung der Schuljahresberichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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Wochendblock: Fr. 28. Mai 17 Uhr - So 30. Mai 13 Uhr;
Do 10. Juni Termin für allenfalls noch dringliche Fragen.
Do 10. Juni Termin für allenfalls noch dringliche Fragen.
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Di 16.02.2010 06:00 bis Di 23.02.2010 18:00
- Anmeldung von Mi 24.02.2010 10:00 bis Fr 26.02.2010 12:00
- Abmeldung bis Mo 08.03.2010 10:00
Details
max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Donnerstag 04.03. 17:00 - 20:15 (Erkerzimmer, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
- Donnerstag 18.03. 17:00 - 20:15 (Erkerzimmer, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
- Donnerstag 22.04. 17:00 - 20:15 (Erkerzimmer, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
- Donnerstag 20.05. 17:00 - 20:15 (Erkerzimmer, Garnisongasse 3/2. Stock, 1090 Wien)
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsstoff
Das SE findet zunächst an einigen Donnerstag-Abenden statt und dann als SE-Block in NÖ/Schloss Drosendorf. Bis zur Blockveranstaltung Einführung in das Thema, "handgreifliche" Auseinandersetzung mit den Schul-Jahresberichten, auch vor Ort in der Schulschriftensammlung des BMUKK, Entwickeln von Fragestellungen, Verfassen des Exposees für die BA II-Arbeit.
In der Blockveranstaltung werden die Exposees in elaborierender Absicht diskutiert, werden Fragestellung, Untersuchungsgegenstand, Vorgangsweise, Quellen und Realisierbarkeit "abgeklopft". Auf Basis des Exposees soll die BA II - Arbeit (bzw. die SE-Arbeit) geschrieben werden.
Die LV hat Studierende im Blick, die österreichische Bildungsgeschichte nicht nur als zu lernende Fertigprodukte kennenlernen wollen, sondern die sich selbst mit bildungsgeschichtlichen Quellen auseinandersetzen und sich von ihnen befremden lassen wollen; Studierende, die gerne schreiben oder aber beim Schreiben wissenschaftlicher Texte unsicher sind und glauben, dass es nun Zeit sei, sich darauf einzulassen...
Völlig ungeeignet ist das SE für den Typus "Der Student als Konsument". Weil über österreichische Schuljahresberichte wenige neuere Forschungen vorliegen, werden wir uns vieles selbst erschließen müssen. Selbständiges Arbeiten und Kooperation in der SE-Gruppe sind vorteilhaft.
In der Blockveranstaltung werden die Exposees in elaborierender Absicht diskutiert, werden Fragestellung, Untersuchungsgegenstand, Vorgangsweise, Quellen und Realisierbarkeit "abgeklopft". Auf Basis des Exposees soll die BA II - Arbeit (bzw. die SE-Arbeit) geschrieben werden.
Die LV hat Studierende im Blick, die österreichische Bildungsgeschichte nicht nur als zu lernende Fertigprodukte kennenlernen wollen, sondern die sich selbst mit bildungsgeschichtlichen Quellen auseinandersetzen und sich von ihnen befremden lassen wollen; Studierende, die gerne schreiben oder aber beim Schreiben wissenschaftlicher Texte unsicher sind und glauben, dass es nun Zeit sei, sich darauf einzulassen...
Völlig ungeeignet ist das SE für den Typus "Der Student als Konsument". Weil über österreichische Schuljahresberichte wenige neuere Forschungen vorliegen, werden wir uns vieles selbst erschließen müssen. Selbständiges Arbeiten und Kooperation in der SE-Gruppe sind vorteilhaft.
Literatur
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
BM 25 + 5.9.4
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:37
Neben den Jahresberichten der Gymnasien liegen auch solche der Realschulen vor (die das Medium der Jahresberichte nutzten, um sich als qualitätsvolle Newcomer neben den Gymnasien darzustellen), von Handelsschulen und Handelsakademien sowie von sehr vielen spezialisierten berufsbildenden gewerblichen Schulen, an Standorten mit entsprechender Produktionstradition (z.B. böhm. Glaserzeugung) und spezialisierten landwirtschaftlichen Schulen (in Weinbau-, Obstbau- oder Waldgegenden). - Pflichtschulen veröffentlichten selten Jahresberichte, eher Festschriften wie z.B. jene der VS in Hirschstetten zum 100jährigen Bestandsjubiläum oder einer Hauptschule im Pongau. - Jahresberichte höherer Mädchenschulen, die zunächst in privater Trägerschaft standen, sind Quellen aus der "Pionierphase" höherer Mädchenbildung. - Die Schulschriftensammlung des BMUKK weist einen großen Bestand an Jahresberichten auch der Gegenwart auf.Einige SE-Themen:- Die schulbehördlichen Vorschriften über Herausgabe und Verbreitung von Schul-Jahresberichten. (Worüber soll Rechnung gelegt werden und in welcher Weise? Worauf richtet die Schulbehörde ihre Aufmerksamkeit?)- Worüber und in welcher Weise berichten Jahresberichte (in welcher historischen Periode) und welche Textsorten werden dafür verwendet?- Ambivalenz der Schul-Jahresberichte als Mittel schulbehördlicher Homogenisierung, Kontrolle und Qualitätsverbesserung der höheren Schulen (top down) - und als Mittel des Sichtbarmachens bzw. Herausbildens von Schulqualität und schuleigenem Profil in schulischer Eigeninitiative (bottom up).- Schul-Jahresberichte als (historischer) Publikationsort fachwissenschaftlicher Aufsätze: Die deutlichen Spuren, die der Wandel im Berufsbild des Gymnasiallehrers in den Schul-Jahresberichten hinterließ.- Das staatenübergreifende Austauschsystem für Jahresberichte - ein bildungshistorisches Netzwerk für pädagogischen Austausch und pädagogische Kooperation zur Zeit der Monarchie.- Schul-Jahresberichte als der bildungshistorische ForschungsGEGENSTAND.- Schul-Jahresberichte als eine von mehreren Quellen bei der Bearbeitung verschiedener bildungshistorischer Forschungsfragen.- So war es- war es so? Warum mit Schul-Jahresberichten ein quellenkritischer Umgang erforderlich ist.- Akten des österreichischen Staatsarchivs: Aufschlüsse über Motive der Schulbehörde, was die Jahresberichte anlangt, und über die Rezeption der Berichte (durch Behörden, Wissenschaft, Lehrerschaft, Ausland)?- Die BMUKK-Sammlung der Schul-Jahresberichte - ihr Bestand, ihre herausragende Stellung im deutschen Sprachraum und das Arbeiten in der Sammlung.