Universität Wien

190349 VO BM 21 Gesellschaft und soziale Veränderung (2010S)

Geschlechterverhältnisse im Wandel: Intergenerationale und biographische Perspektiven

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 19 - Bildungswissenschaft

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 22.03. 18:00 - 21:30 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Mittwoch 24.03. 09:00 - 12:00 Hörsaal 30 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
  • Donnerstag 25.03. 08:00 - 10:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Donnerstag 25.03. 14:00 - 16:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Freitag 26.03. 12:00 - 20:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Freitag 11.06. 17:00 - 19:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
  • Samstag 12.06. 10:00 - 12:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Bei der Frage nach Wandlungsprozessen und Beharrungstendenzen im Verhältnis der Geschlechter richtet sich die Aufmerksamkeit häufig auf die junge Generation. Im Vergleich zwischen jungen Männern und Frauen mit ihren Vätern und Müttern soll sich zeigen, wo sich Althergebrachtes verändert hat und wo es sich einem Wandel widersetzt. Dabei werden insbesondere junge Frauen wahlweise zu selbstbewussten, optimistischen und pragmatischen Hoffnungsträgerinnen der Gleichheitsidee stilisiert oder einer entpolitisierten Haltung gegenüber vielleicht subtiler gewordenen, aber weiter bestehender struktureller Diskriminierung gescholten.
Die Vorlesung widmet sich zunächst den sich darin niederschlagenden Ambivalenzen von Überwindung und Reproduktion traditioneller Geschlechterverhältnisse an den biographischen Übergängen des jungen Erwachsenenalters (insbesondere Berufsfindung und Familiengründung). Für diese Gleichzeitigkeit widersprüchlicher Tendenzen können unter einer intergenerationalen Perspektive strukturelle und normative Rahmenbedingungen sichtbar gemacht werden. Dazu gilt es, die gewohnte Optik eines kontrastierenden und typisierenden Generationenvergleichs zu problematisieren und durch eine Aufmerksamkeit für Prozesse intergenerationaler Interaktionen zu ersetzen, in denen sich in wechselseitiger Einflussnahme der Beteiligten Tradierungen und Transformationen vollziehen. In Kombination mit einem biographieanalytischen Zugang lassen sich weiterhin intergenerationale Wandlungsprozesse als Verschiebungen biographischer Konstruktionslogiken beschreiben, die wiederum Aufschluss über das Zustandekommen von Wandlungsprozessen und -resistenzen in verschiedenen Bereichen (etwa Lebensformen, Berufsleben, Bildung, politisches Engagement) geben können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BM 21 + 5.8.1

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:37