Universität Wien FIND

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200167 SE Anwendungsseminar: Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie (2020W)

Wege der Stabilisierung im psychiatrischen Kontext

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 20 - Psychologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anwendungsseminare können nur fürs Pflichtmodul B verwendet werden! Eine Verwendung fürs Modul A4 Freie Fächer ist nicht möglich.

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Lehrveranstaltung findet in Präsenzform statt. Im Falle eines Lockdowns wird auf digitale Lehre umgestellt.
Ich bitte Sie aus Sicherheitsgründen eindringlich, sich zuverlässig an- bzw. abzumelden bzw. mich im Falle einer Nichtteilnahme rechtzeitig zu informieren, um einen zu großen Andrang in der ersten Einheit zu vermeiden. Kolleg*innen auf der Warteliste, die gerne nachrücken möchten, bitte ich, vorab mit mir via Mail Kontakt aufzunehmen.
Update am 03.11.2020: Die kommenden Einheiten finden digital statt.

Dienstag 13.10. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Samstag 17.10. 10:00 - 17:00 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 27.10. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 10.11. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Samstag 21.11. 10:00 - 17:00 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 24.11. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 01.12. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 15.12. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 12.01. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 19.01. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624
Dienstag 26.01. 18:30 - 20:30 Hörsaal D Psychologie, NIG 6.Stock A0624

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt des Seminars sind die Gegebenheiten, Anforderungen und Herausforderung psychologischen Tuns im psychiatrischen Kontext (stationäre, rehabilitative und ambulante Behandlung). Ziel ist es, psychologische Zugangswege zu überlegen und zu erproben (Gesprächsführung, Krisenintervention und Arbeit in Gruppen) und zugleich über den Tellerrand der Psychologie hinaus zu blicken auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen und ethische Fragestellungen.
- Grundlagen des Intervenierens in Krisen: Phänomen Burnout, Krisenintervention
- Psychologische Gruppen: Planung, Konzeption, Durchführung
- Fragen von Scham (Beschämung) und der menschlichen Würde im psychiatrischen Arbeitsfeld
- Psychische Erkrankungen als Zeitzeichen
Auf die interaktive Gestaltung des Seminars und die gemeinsame Reflexion wird durchgängig sehr viel wert gelegt. Die Methoden, die zur Anwendung kommen, sind Diskussionen, Rollenspiele, Gruppenarbeiten und Präsentationen.
Die Lehrveranstaltung wird mit gestaltet von Veronika Sima.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Im Vordergrund steht die aktive Beteilung an den gemeinsamen Überlegungen, Diskussionen und Gruppenübungen.
- In einer Referatsgruppe ist gemeinsam zu einem der Themen der Lehrveranstaltung ein Beitrag auszuarbeiten, der alle Anwesenden aktiv mit einbezieht.
- Am Ende des Semesters ist verpflichtend ein Feedback abzugeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Regelmäßige Anwesenheit (Maximale unentschuldigte Fehlzeiten: 4 LV-Einheiten)
- Aktive Mitarbeit (Diskussion, Erprobung, Selbsterfahrung)
- Impulsreferate und interaktive Gestaltung eines Themenbereichs in einer Kleingruppe (verpflichtend)
- Kurze schriftliche Reflexion (2 A4 Seiten) der Lehrveranstaltung am Ende des Semesters

Beurteilungsmaßstab:
Es können 100 Punkte erreicht werden:
- Mitarbeit und Selbstreflexion (Bereitschaft, sich mit persönlichen Fragen auseinanderzusetzen, Diskussionsbeiträge, Nachfragen): 30 Punkte
- Referat: 50 Punkte
- Feedback: 20 Punkte

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind alle Teilleistungen zu erbringen und 60 Punkte erforderlich.
1 (sehr gut): 100-90 Punkte
2 (gut): 89-81 Punkte
3 (befriedigend): 80-71 Punkte
4 (genügend): 70-60 Punkte
5 (nicht genügend): 59-0 Punkte

Prüfungsstoff

Die im Seminar behandelten Themen:
- Burnout und psychische Krise(n)
- Interventionsformen im Einzel- wie Gruppensetting
- Ethische Implikationen im psychiatrischen Handlungsfeld (Scham, Würde und Würdeverlust)
- Transdisziplinäre Perspektiven

Literatur

Bock, T. (2004).Umgang mit psychotischen Patienten. Bonn: Psychiatrie-Verlag.
Boden, M. & Feldt, D. (2008). Krisen bewältigen, Stabilität erhalten, Veränderungen ermög-lichen. Ein Handbuch zur Gruppenmoderation und zur Selbsthilfe (4., erweiterte Neuausga-be). Bonn: Psychiatrie-Verlag.
Dorrmann, W. (2009). Suizid. Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten (6., aktualisierte Auflage). Stuttgart: Klett-Cotta.
Hilgers, M. (2013). Scham. Gesichter eines Affekts. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Hillert, A. & Marwitz M. (2006). Die Burnout-Epidemie. München: Beck.
Reddemann, L. (2008). Würde – Annäherung an einen vergessenen Wert in der Psychotherapie. Stuttgart: Klett-Cotta.
Weinmann, S. (2019). Die Vermessung der Psychiatrie. Täuschung und Selbsttäuschung eines Fachgebiets. Köln: Psychiatrie-Verlag.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 03.11.2020 18:49