210031 LK BAK5 LK Theoriegeschichte und Theoriedebatten (2016S)
Revolution und Freiheit
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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SeminareDie selbstständige Anmeldung innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend!Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.Anwesenheitspflicht in der ersten LV-Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung, und Studierende von der Warteliste können nachrücken.Nach der ab Oktober 2015 geltenden Satzung der Universität Wien gibt es neue letztmögliche Abgabefristen für Seminararbeiten falls Lehrveranstaltungsleiter keine kürzeren Fristen bekannt geben.Wintersemester der 30.AprilSommersemester der 30. SeptemberDie Lehrveranstaltungsleitung kann im Einzelfall entscheiden, ob ein Gespräch zur Arbeit erforderlich ist.Das Gespräch ist notenrelevant und ist zu dokumentieren (Prüfungsprotokoll).Stellt sich bei dem Gespräch heraus, dass der/die Studierende über die Inhalte des schriftlichen Beitrags keine oder ungenügend Auskünfte geben kann, ist die Seminararbeit (=Teilleistung) negativ zu bewerten.Gibt der/die Studierende zu, dass die Arbeit nicht selbst verfasst wurde, ist die Lehrveranstaltung mit einem "X" zu bewerten (HfL "Nichtbeurteilung wegen unerlaubter Hilfsmittel").
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mi 03.02.2016 08:00 bis Di 23.02.2016 23:59
- Abmeldung bis Do 31.03.2016 23:59
Details
max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Lehrveranstaltung findet geblockt zweiwöchentlich statt (jeweils 2 Einheiten pro Termin).
- Donnerstag 17.03. 18:30 - 21:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
- Donnerstag 14.04. 18:30 - 21:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
- Donnerstag 28.04. 18:30 - 21:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
- Donnerstag 12.05. 18:30 - 21:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
- Donnerstag 09.06. 18:30 - 21:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
- Dienstag 14.06. 18:30 - 21:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Donnerstag 23.06. 18:30 - 21:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
- regelmäßige Teilnahme an der Lehrveranstaltung (max. 2 unentschuldigte Fehleinheiten)
- Lektüre der Texte, mit denen im Kurs gearbeitet wird (verpflichtend)
- Abgabe der Hausübungen zu einen jeweiligen Texten (z.B. Fragen beantworten, Rezensionen, etc.)
- aktive Beteiligung an Gruppenarbeiten und Diskussionen in der Lehrveranstaltungen
- Abschlussessay zum Thema der Lehrveranstaltung (Umfang 15.000 Zeichen)Hausübungen sind bis 15 Minuten vor dem Beginn des Kurses auf die Lernplattform moodle hochzuladen.Genauere Informationen werden noch am Beginn der LV in Form eines Syllabus bekanntgegeben.
- Lektüre der Texte, mit denen im Kurs gearbeitet wird (verpflichtend)
- Abgabe der Hausübungen zu einen jeweiligen Texten (z.B. Fragen beantworten, Rezensionen, etc.)
- aktive Beteiligung an Gruppenarbeiten und Diskussionen in der Lehrveranstaltungen
- Abschlussessay zum Thema der Lehrveranstaltung (Umfang 15.000 Zeichen)Hausübungen sind bis 15 Minuten vor dem Beginn des Kurses auf die Lernplattform moodle hochzuladen.Genauere Informationen werden noch am Beginn der LV in Form eines Syllabus bekanntgegeben.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
- Anwesenheit (80 %, maximal zwei Fehleinheiten) (Grundbedingung)
- Regelmäßige Hausübungen zu den Texten (50% der Gesamtnote)
- Positive Abschlussarbeit (Textumfang 15.000 Zeichen) (50% der Gesamtnote)
- Regelmäßige Hausübungen zu den Texten (50% der Gesamtnote)
- Positive Abschlussarbeit (Textumfang 15.000 Zeichen) (50% der Gesamtnote)
Prüfungsstoff
Im Zentrum der Lehrveranstaltung steht die intensive Lektüre theoretischer Texte. Dabei soll vor allem auf die Analyse von Begriffen, Kontexten und Strukturen geachtet werden, die es ermöglichen die argumentative Struktur theoretischer Texte zu erkennen.
Literatur
Hannah Arendt (2003): Was ist Politik?, München - Zürich: Piper S. 9-35.Hannah Arendt (2002): Vita activa und Condition humaine, in: Dies.: Vita activa oder Vom tätigen Leben, München - Zürich: Piper, S. 16-21.Hannah Arendt (2000): Freiheit und Politik, in: Dies.: Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Übungen im politischen Denken I, München: Piper, 2. Auflage, S. 201-226.Hannah Arendt (2000): Revolution und Freiheit, in: Dies.: Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Übungen im politischen Denken I, München: Piper, 2. Auflage, S. 227-251.Hannah Arendt (2003): Macht und Gewalt, München - Zürich: Piper, 15. Auflage, S. 36-58.Hannah Arendt (2001): Die Aporien der Menschenrechte, in: Dies.: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft, München: Piper, 8. Auflage, S. 601-625.Hannah Arendt (2000): Verstehen und Politik [1953], in: Dies.: Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Übungen im politischen Denken I, München: Piper, 2. Auflage, S. 110-127.Seyla Benhabib (2008): "Das Recht, Rechte zu haben". Hannah Arendt und die Widersprüche des Nationalstaates, in: Dies.: Die Rechte der Anderen. Ausländer, Migranten, Bürger, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 56-74.Alex Demirovic (1995): Aspekte der theoretischen und politischen Praxis politischer Theorie, in: Helmut Kramer (Hg.): Politische Theorie und Ideengeschichte im Gespräch, Wien: WUV, S. 204-211.Julia Honkasalo (2013): Wie kann politische Freiheit institutionalisiert werden? Arendt, die Räterepublik und die Suche nach dem verlorenen Geist der Revolution, in: Julia Schulze Wessel/Christian Volk/Samuel Salzborn (Hg.innen), Wiesbaden: Springer: 181-205.Ina Kerner (2011): Geschlecht. In: Gerhard Göhler/Mattias Iser/Ina Kerner (Hg.innen): Politische Theorie. 25 umkämpfte Begriffe zur Einführung. 2. Auflage. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S. 126-141.Eva Kreisky/Marion Löffler/Georg Spitaler (2012): Theoriearbeit in der Politikwissenschaft. Eine Gebrauchsanleitung. In: Dies. (Hg.Innen): Theoriearbeit in der Politikwissenschaft. Wien: Facultas, S. 9-18.Iris Marion Young (2002): Power, Violence, and Legitimacy: A reading of Hannah Arendt in an age of police brutality and humanitarian intervention, in: David Ingram (ed.): The Political, Malden - Oxford, pp. 87-108.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38
Hannah Arendts politisches Denken lässt sich nicht widerspruchslos in die Theorieschulen der (Spät-)Moderne einordnen. Sie ist zwar scharfe Kritikerin der philosophischen Grundlagen des Marxismus, dennoch hegt sie große Sympathie für die Rätebewegung. Sie kritisiert zwar die Französische Revolution, ist aber keine konservative Denkerin. Angesichts des Aufstiegs des Nationalsozialismus und des Holocaust politisiert sich die Philosophin Arendt und wird zur politischen Theoretikerin. Die großen Katastrophen des 20. Jahrhundert und die Widersprüche der fordistischen Konsumgesellschaft bilden den Kontext ihrer luziden und zugleich teilweise polarisierenden Analysen zu Macht, Gewalt, Handeln und Revolution. Arendt ist nicht zuletzt auch jene Theoretikerin, die den "verlorenen Schatz" von Politik als gemeinsames und öffentliches Handeln wiederentdeckt und in das Zentrum ihres Theoriegebäudes stellt. In den letzten Lehrveranstaltungseinheiten werden schließlich aktuelle theoretische Auseinandersetzungen mit Arendt, Neuinterpretationen und Ansätze, mit Arendt "weiterzudenken" vorgestellt.Ziele und Methoden:
- kritische Auseinandersetzung mit politisch-theoretischen Texten
- Annäherung an das politische Denken Hannah Arendts
- Kennenlernen zentraler Begriffe und Konzepte politischer Theorie
- Erkennen und Kritik von Argumentationsstrukturen
- Historische und wissenschaftstheoretisch Kontextualisierung politischer Theorien
- Mündliche und schriftliche Präsentation und Interpretation der gelesenen Texte
- Anwendung politisch-theoretischer Konzepte und Argumente auf neue Problemstellungen