210059 SE BA13/G6: SE Spezialisierungsmodul: Aspekte modernen Regierens in Österreich (2011S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Do 17.02.2011 08:00 bis Fr 25.02.2011 08:00
- Anmeldung von Mi 02.03.2011 08:00 bis Do 03.03.2011 08:00
- Abmeldung bis Fr 01.04.2011 18:00
Details
max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Donnerstag 10.03. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 17.03. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 24.03. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 31.03. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 07.04. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 14.04. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 05.05. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 12.05. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 19.05. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 26.05. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 09.06. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 16.06. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
- Donnerstag 30.06. 16:30 - 18:00 Hörsaal III NIG Erdgeschoß
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Das politische System Österreichs ist hochkomplex. Viele miteinander verflochtene Akteure gestalten den politischen Prozess im Rahmen der institutionellen Strukturen. Regierungshandeln erschöpft sich nicht nur in der Gesetzesinitiative oder in der Ausführung von Gesetzen. Regieren ist nicht nur Anpassen an veränderte Stimmungen innerhalb der Bevölkerung. Ebenso wenig kennzeichnet ein alltägliches „Sich-Durchwursteln“ der Politiker hinreichend das Regieren. Vielmehr können Routinehandlungen gleichermaßen beobachtet werden wie spontane Improvisation und grundlegende Strategieentwürfe. Alles zusammen bestimmt das Erscheinungsbild des Regierens. Viele Institutionen, unterschiedliche Interessenslagen, historische Erfahrungen und institutionelle Prägungen machen das politische System Österreichs unverwechselbar und einmalig. Trotzdem hängt die Qualität einer Demokratie auch von der Qualität der Regierung ab. „Good Governance“ – „gutes Regieren“ – verweist auf den Zusammenhang von effektiver Steuerung und der Stabilität des politischen Systems.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Referat, schriftliche Arbeit, Diskussion
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Im Seminar sollen vor allem die Kennzeichen und Handlungsoptionen modernen Regierens analysiert, unterschiedliche Politik- und Regierungsstile aufgezeigt und Erklärungsvariablen für Machtstabilisierung und Machterosionen sowie die Mechanismen der politischen Kommunikation dargestellt werden. Es geht um doe Ergänzung formaler Institutionenkunde durch den Blick auf informelle Entscheidungsprozesse, politische Kommunikation, personalisierte Regierungsstile und Strategien. Dadurch können Verfahren, Formen und Organisationen des Herrschaftszugangs, der Herrschaftsstruktur und der Herrschaftsweise offengelegt werden. Denn Regieren ist eine Manifestation politischer Herrschaft und das Seminar widmet sich der Darstellung der Funktionsweise des Regierens.
Prüfungsstoff
Referate, Diskussion, Lesen und Analysieren von entsprechenden Texten
Literatur
in Auswahl: Althaus, Marco (Hrsg.) (2002): Kampagne! Neue Strategien für Wahlkampf, PR und Lobbying, Münster, Hamburg, London; Anselm, Elisabeth/ Freytag, Aurelius u.a. (Hrsg.) (1999): Die neue Ordnung des Politischen. Die Herausforderungen der Demokratie am Beginn des 21.Jahrhunderts. Frankfurt a.M./New York; Benz, Arthur u.a. (Hg.) (2007): Handbuch Governance. Theoretische Grundlagen und empirische Anwendungsfelder, Wiesbaden; Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) (2007): Politische Führung in der Europäischen Union. Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage in EU-Mitgliedsstaaten, Berlin/Brüssel; Böhret, Carl (1991): Politische Vorgaben für ziel- und ergebnisorientiertes Verwaltungshandeln aus Regierungserklärungen, in: Hartwich, Hans-Hermann/Wewer, Göttrick (Hrsg.): Regieren in der Bundesrepublik, Bd. III, Opladen, S.69-82; Burkert-Dottolo, Günther (2003): Die Reformkraft wurde sichtbar. Moderne Politik darf eigene Klientel nicht schonen, in: Auer, Clemens Martin/Fleischhacker, Michael (Hrsg.), Diesmal. Analysen zur Nationalratswahl 2002, S.129-151; Dicke, Klaus (Hrsg.) (2001): Politisches Entscheiden, Baden-Baden; Falk, Svenja u.a. (Hrsg.) (2006): Handbuch Politikberatung, Wiesbaden; Fischer, Thomas u.a. (Hrsg.) (2008): Politische Reformprozesse in der Analyse. Untersuchungssystematik und Fallbeispiele, Gütersloh; Forum.Medien.Politik (Hrsg.) (2004): Trends der politischen Kommunikation. Beiträge aus Theorie und Praxis, Münster; Gottschlich, Maximilian u.a. (1989): Was die Kanzler sagten: Regierungserklärungen der Zweiten Republik 1945 – 1987, Wien/Köln; Grasselt, Nico/Korte, Karl-Rudolf (2007): Führung in Politik und Wirtschaft. Instrumente, Stile und Techniken, Wiesbaden; Hirscher, Gerhard/Korte, Karl-Rudolf (Hrsg.) (2001): Aufstieg und Fall von Regierungen. Machterwerb und Machterosion in westlichen Demokratien, München; Hirscher, Gerhard /Korte, Karl-Rudolf (Hrsg.) (2003): Information und Entscheidung. Kommunikationsmanagement der politischen Führung, Wiesbaden; Holtmann, Everhard / Patzelt, Werne J. (Hrsg.) (2008): Führen Regierungen tatsächlich? Zur Praxis gouvernementalen Handelns, Wiesbaden; Hösele, Herwig (2010): Was ist faul im Staate Österreich? Eine Reformagenda, Wien; Kamps, Klaus (2007): Politisches Kommunikationsmanagement. Grundlagen und Professionalisierung moderner Politikvermittlung, Wiesbaden; Kamps, Klaus/ Nieland, Jörg-Uwe (Hrsg.) (2006): Regieren und Kommunikation. Meinungsbildung, Entscheidungsfindung und gouvernementales Kommunikationsmanagement – Trend, Vergleiche, Perspektiven, Köln; König, Klaus (2001): Der Regierungsapparat bei der Regierungsbildung nach Wahlen, in: Derlien, Hans-Ulrich/ Murswieck, Axel (Hrsg.): Regieren nach Wahlen, Opladen, S.15 – 38;König, Thomas (1999): Regieren im deutschen Föderalismus, in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.13, S.24-36; König, Thomas u.a. (1998): Regierungserklärungen von 1949 bis 1998, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, Heft 3, S.642-659; Korte, Karl-Rudolf (1998): Kommt es auf die Person des Kanzlers an?, In: Zeitschrift für Parlamentsfragen, Heft 3, S.387-401; Korte, Karl-Rudolf /Hirscher, Gerhard (Hrsg.) (2000): Darstellungspolitik oder Entscheidungspolitik? Über den Wandel von Politikstilen in westlichen Demokratien, München; Kropp, Sabine (2001): Regieren in Koalitionen, Wiesbaden; Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.) (2006): Vergleichende Regierungslehre. Eine Einführung, 2. Aufl., Wiesbaden; Laux, Lothar / Schütz, Astrid (1996): „Wir, die wir gut sind!“. Die Selbstdarstellung von Politikern zwischen Glorifizierung und Glaubwürdigkeit, München; März, Peter (2003): An der Spitze der Macht. Kanzlerschaften und Wettbewerber in Deutschland. 2. überarb.Aufl., München; Mair, Peter/Müller, Wolfgang C. u.a. (1999): Parteien auf komplexen Wählermärkten. Reaktionsstrategien politischer Parteien in Westeuropa, Wien; Mayntz, Renate (Hrsg.) (1997): Soziale Dynamik und politische Steuerung, Frankfurt a. M.; Mayntz, Renate (1997): Soziologie der öffentlichen Verwaltung. 4. durchges. Aufl. , Heidelberg; Moorstedt, Tobias (2008): Jeffersons Erben. Wie die digitalen Medien die Politik verändern, Frankfurt a.M.; Pelinka, Peter (2000): Österreichs Kanzler. Von Leopold Figl bis Wolfgang Schüssel, Wien; Sarcinelli, Ulrich / Tenscher, Jens (Hrsg.) (2008): Politikherstellung und Politikdarstellung. Beiträge zur politischen Kommunikation, Köln; Schatz, Heribert u.a. (Hrsg.) (2002): Politische Akteure in der Mediendemokratie. Politiker in den Fesseln der Medien?, Wiesbaden; Weidenfeld, Werner (Hrsg.) (2007): Reformen kommunizieren. Herausforderungen an die Politik, Gütersloh;
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38