Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle. ACHTUNG: Lehrveranstaltungen, bei denen zumindest eine Einheit vor Ort stattfindet, werden in u:find momentan mit "vor Ort" gekennzeichnet.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

210067 SE BAK10: Internationale Politik und Entwicklung (2021S)

Trumpismus und seine Folgen in der Ära Biden: Transatlantische Beziehungen revisited

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

Die Lehre wird im SoSe 2021 zu Beginn voraussichtlich digital stattfinden. Je nach Lage wird auf hybride oder Vor-Ort-Lehre umgestellt. Die Lehrenden werden die konkrete Organisationsform und Lehrmethodik auf ufind und Moodle bekannt geben, wobei auch mit kurzfristigen Änderungen gerechnet werden muss.

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Achten Sie auf die Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und die korrekte Anwendung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 09.03. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 16.03. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 23.03. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 13.04. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 20.04. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 27.04. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 04.05. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 11.05. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 18.05. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 01.06. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 08.06. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 15.06. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 22.06. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Dienstag 29.06. 09:45 - 11:15 Digital
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Sieg von Donald Trump löste bei vielen Unglauben und Entsetzen über die Tatsache, dass nach Barack Obama ausgerechnet Trump, der am Beginn des Präsidentschaftswahlkampfes viel belächelte Kandidat der Republikaner, zum Sieger avancieren konnte. Die Befürchtungen über die Ära Trump haben sich bewahrheitet – von Populismus, Rassismus und Post-Faktischer Politik über direkte Angriffe auf US-amerikanische Institutionen und die Demokratie im Land bis hin zur erratischen Außenpolitik, die viele traditionelle Partner der USA tief verstörte und die transatlantischen Beziehungen schwer belastete, reichte das Trumpsche Wirken als Präsident. Der Höhepunkt war sicherlich die Weigerung von Donald Trump, das Wahlergebnis und die Niederlage gegen Joe Biden anzuerkennen, die nahezu direkt zur Erstürmung des Kapitols in Washington DC führte. Trumpismus – jener Begriff, den man auf Wikipedia wie folgt definiert: „Der Begriff Trumpismus kam während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 auf. Er bezeichnet eine populistische politische Methode, die auf komplexe politische, wirtschaftliche und soziale Probleme einfache Antworten suggeriert und die Verlierer der zunehmenden sozialen Ungleichheit mobilisieren soll, wobei das etablierte politische Establishment verächtlich betrachtet wird. Ideologisch ist sie rechtskonservativ-nationalistisch akzentuiert, wobei Trumps Politikstil auch Züge des Autoritarismus aufwies.“
Mit dem neuen US-Präsidenten Biden sind die Hoffnungen verbunden, dass die USA relativ schnell zur Vor-Trump-Normalität werden zurückkehren können. Insbesondere im Bereich der Außenpolitik erwartet man die Rückkehr zu den zentralen Koordinaten der US-Außenpolitik der Ära vor Trump. In den transatlantischen Beziehungen wird man sicherlich zu einer engeren und partnerschaftlichen Abstimmung zurückkehren.

Vor dem Hintergrund dieser sehr dynamischen und spannenden Entwicklungen in den USA werden wir uns im Seminar systematisch mit folgenden Fragen beschäftigen: Wir werden uns die Hintergründe und die strukturellen Faktoren für die Entstehung und Wirkung des Trumpismus ansehen und werden der Frage nach den Folgen des Trumpismus für die USA in der Ära Biden und für die internationalen Beziehungen insgesamt nachgehen. Wir werden uns mit den Grundlagen der US-amerikanischen Außenpolitik und der transatlantischen Beziehungen beschäftigen. Dabei werden die aktuellen geopolitischen Verschiebungen (Rolle von China, Russland, etc.) ebenfalls von Bedeutung sein. Wir werden ebenfalls während des Semesters aktuelle Entwicklungen verfolgen und analysieren, welche mittel- und langfristigen Entwicklungen und Trends einzelne Entscheidungen der Biden-Administration in Gang setzen werden. Letztlich werden wir uns auch mit Implikationen des Trumpismus und der neuen US-Administration für Demokratie weltweit sowie insgesamt auf die internationale Politik beschäftigen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es wird eine Mischung aus Online-Terminen im Plenum, wenn möglich Terminen am oiip sowie sogenannten „individuellen Intensivterminen“ geben. Ebenfalls werden wir zu einigen thematischen Aspekten des Seminars einen Austausch mit namhaften ExpertInnen organisieren.

Leistungskontrolle erfolgt anhand intensiver und interaktiver Mitarbeit am Seminar, schriftlicher Leistungen sowie Beteiligung an Gruppenarbeiten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

/ regelmäßige Teilnahme – maximal zweimaliges entschuldigtes Fehlen
/ Aktive Teilnahme am Seminar, Beteiligung an Diskussionen, Lesen von Texten
/ Verfassen der kurzen Reflexionsarbeiten während des Semesters (erste Aufgabe bis zur Einheit am 18.3., zweite Aufgabe bis zur Einheite am 1.4.)
/ Vorbereitung eines kurzen Input-Papers (zum selbstgewählten Thema der Seminararbeit) für die inhaltlichen Debatten und Präsentation desselben
/ Verfassen einer Seminararbeit im Umfang von etwa 12-15 Seiten.
/ Beteiligung an der Gruppenarbeit zur Konzeption und Erstellung eines journalistischen Papers am Ende des Seminars

/ zentrale und wichtigste Anforderung für das Seminar ist jedoch Neugierde und Lust an kritischer Reflexion

Prüfungsstoff

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent.

Für alle KollegInnen, die ins Seminar aufgenommen werden, sollte bis zur ersten Einheit am 9. März 2021 folgende Aufgabe erledigt werden:

- bis Montag am Abend (8.3.) sollen Sie eine kurze Mailnachricht schicken (von der Mail-Adresse, die Sie aktuell verwenden) mit einer kurzen schriftlichen Beschreibung Ihres Interesses am Thema und am Seminar bzw. Ihrer Erwartung vom Seminar:
- warum interessiert Sie das Thema?
- Was hat mich motiviert, ausgerechnet dieses Seminar zu besuchen?
- was erwarte ich mir vom Seminar, nicht zuletzt auch angesichts eines weiteren Online-Semesters?

Literatur

Ausführliche Literaturhinweise werden am Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt. Für eine erste Orientierung können folgende Bücher und Artikel konsultiert werden:

Thomas Jäger (Hg.): Die Außenpolitik der USA. Eine Einführung, Wiesbaden 2017

Michael Cox/Doug Stokes (ed.): US Foreign Policy, 3rd edition, Oxford University Press 2018

Timothy Snyder: On Tyranny. Twenty Lessons from the Twentieth Century, Penguin, London 2017

Ruth Wodka: Politik mit der Angst. Die schamlose Normalisierung rechtspopulistischer und rechtsextremer Diskurse, neue und völlig bearbeitete Auflage, Edition Konturen, Wien-Hamburg 2020

Peter J. Katzenstein: Das Problem heißt nicht Donald Trump. Die lange Vorgeschichte der amerikanischen Gegenwart, WZB Mittelungen, Heft 164, Juni 2019

Samantha Power: The Can-Do Power. America's Advantage and Biden's Chance, in: Foreign Affairs, Volume 100, Number 1, January/February 2021, S. 10-25, abrufbar hier https://www.foreignaffairs.com/articles/united-states/2020-11-20/samantha-power-can-do-power

Dan Hamilton: First Resort: An Agenda for the United States and the European Union Woodrow Wilson Center in partnership with the Transatlantic Leadership Network, Washington DC, January 2021, abrufbar hier: https://www.wilsoncenter.org/sites/default/files/media/uploads/documents/GE_210125_EU_US%20relations_v4.pdf

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26