Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle. ACHTUNG: Lehrveranstaltungen, bei denen zumindest eine Einheit vor Ort stattfindet, werden in u:find momentan mit "vor Ort" gekennzeichnet.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

210080 SE BAK15: Osteuropastudien (2020W)

Transformation zum illiberalen Staat im östlichen Europa

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Die Lehrformate für das WS (digital, hybrid, vor Ort) befinden sich in Entwicklung. Die Lehrenden werden die geplante Organisationsform und Lehrmethodik auf ufind und Moodle bekannt geben. Aufgrund von Covid19 muss mit kurzfristigen Änderungen in Richtung digitaler Lehre gerechnet werden.

Nicht-prüfungsimmanente (n-pi) Lehrveranstaltung. Eine Anmeldung über u:space ist erforderlich. Mit der Anmeldung werden Sie automatisch für die entsprechende Moodle-Plattform freigeschaltet. Vorlesungen unterliegen keinen Zugangsbeschränkungen.

VO-Prüfungstermine erfordern eine gesonderte Anmeldung.
Mit der Teilnahme an der Lehrveranstaltung verpflichten Sie sich zur Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis. Schummelversuche und erschlichene Prüfungsleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 07.10. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 14.10. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 21.10. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 28.10. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 04.11. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 11.11. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 18.11. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 25.11. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 02.12. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 09.12. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 16.12. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 13.01. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 20.01. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 27.01. 08:00 - 09:30 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Jahr 1989 brachte für die staatssozialistischen Länder Europas in vielerlei Hinsicht einschneidende Veränderungen. Die Entwicklung nach dem Wendejahr 1989 in Richtung Marktwirtschaft und liberale Demokratie ist seitdem allerdings nicht ohne Stagnationen und Rückschritte verlaufen. Die anfängliche Euphorie verflüchtigte sich schrittweise. Aktuell lässt sich das an Entwicklungen in den ehemaligen Vorzeigestaaten der Transformation – Polen und Ungarn – verdeutlichen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hinterfragte 2014 öffentlich das „westliche“ Model der liberalen Demokratie. Ähnliches gilt für Polen, das durch die Regierungsübername der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) 2015 einen deutlich autoritäreren Kurs eingeschlagen hat. So wurden kurz nach dem Regierungswechsel verschiedene demokratische Institutionen wie der Verfassungsgerichtshof in ihrer Unabhängigkeit beschnitten. Gerade am Beispiel Polens lässt sich aufzeigen, dass der eingeschlagene Weg der PiS-Regierung auf eine verstärkt polarisierte Gesellschaft trifft. Einerseits genießt die demokratisch gewählte Regierung – ähnlich wie die Fidesz-Regierung in Ungarn – das Vertrauen eines nicht unerheblichen Teils der Gesellschaft, anderseits trifft diese Art von Politik vermehrt auf offenen Protest.
Das Ziel des Seminars ist es den Studierenden einen umfassenden Einblick in die aktuell diskutierte Krise der Demokratie in Zentral- und Osteuropa zu geben. Die Lehrveranstaltung ist in drei Blöcke gegliedert. In einem ersten Schritt soll ein theoretisches Verständnis von zentralen Begriffen und Konzepten entwickelt werden. Aktuelle Krisenphänomene von Demokratien sowie Transformationstheorien stehen hier im Mittelpunkt. Anschließend wird die konkrete Situation in Zentral- und Osteuropa diskutiert. Dabei wird hinterfragt, welche Rolle dabei das staatssozialistische Erbe und die Transformationsphase im Hinblick auf die Krise der Demokratie in der Region spielen. Abschließend werden die beiden schon angesprochenen Fälle – Ungarn und Polen – sowie Rumänien exemplarisch vertiefend behandelt.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie, die womöglich im Herbst/Winter wieder an Brisanz zunehmen wird, findet der Kurs primär digital, sprich in Form von „distance learning“ statt. Sofern möglich, ist vorgesehen, dass die erste Sitzung als Präsenzlehre stattfindet, um einen direkten Austausch mit dem LV-Leiter und den anderen Studierenden zu gewährleisten. Danach finden die wöchentlichen Sitzungen über Jitsi (auf Moodle) statt. In den Sitzungen wird es sowohl Gruppenarbeiten, Plenardiskussionen und Podiumsdiskussionen geben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Im Mittelpunkt des Seminars steht die interaktive Diskussion der Texte als auch der Fallbeispiele, was die aufmerksame Lektüre der Literatur und mitunter gute Englischkenntnisse voraussetzt (die meisten Texte sind auf Englisch). Es werden verschiedene Diskussionsformate angewandt (Fishbowl, Podiumsdiskussion, Kleingruppen).Zum erfolgreichen Absolvieren des Seminars ist eine regelmäßige Anwesenheit (max. zwei verpasste Sitzungen), das Vorbereiten der Pflichtlektüre sowie die aktive Teilnahme an den Diskussionen Grundvoraussetzung.
Die Leistungskontrolle besteht aus drei Komponenten: drei schriftliche Aufgaben (50 %, ca. 1000 Wörter), ein Take Home Exam (40 %) und zwei kurze Reviews von den schriftlichen Aufgaben von anderen Studierenden (10 %, ca. 200 Wörter). Die schriftlichen Aufgaben sollen das Verständnis der Pflichtlektüre prüfen als auch das Verfassen eigener wissenschaftlicher Texte verbessern. Pro thematischen Block ist eine Aufgabe zu erledigen. Das Take Home Exam findet nach der ersten Hälfte des Kurses (November) statt und dient zur Überprüfung des bis dahin behandelten Unterrichtsstoffes. Die Reviews dienen dazu konstruktives Feedback zu geben und zu bekommen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Alle drei Leistungen (Reviews, schriftliche Aufgabe, Take Home Exam) müssen jeweils positiv bewertet werden, um das Seminar zu bestehen

Prüfungsstoff

Pflichtlektüre, Folien des LV-Leiters und Diskussionen im Kurs

Literatur

Die Literaturliste besteht primär aus aktuellen englischsprachigen Journalartikel sowie einführenden Lehrbuchkapiteln. Gute Englischkenntnisse sind dementsprechend erforderlich.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 01.10.2020 10:30