Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

210080 SE BAK15: Osteuropastudien (2021W)

Zivilgesellschaft in den östlichen EU-Mitgliedsstaaten

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
GEMISCHT

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fernbleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Achten Sie auf die Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und die korrekte Anwendung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Sa 22.01. 10:00-14:00 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 22.10. 13:15 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Samstag 06.11. 10:00 - 15:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Samstag 20.11. 10:00 - 15:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Samstag 18.12. 10:00 - 15:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Hinblick auf Zentral- und Osteuropa wird seit Beginn der Transformation in den Jahren 1989/1991 immer wieder auf das Problem einer vermeintlich fehlenden Zivilgesellschaft und auf schwache Partizipation verwiesen. Im Lichte der Umbrüche seit den frühen 1990er Jahren, die maßgeblich von unabhängigen Gewerkschaften, Antikriegs- und Menschenrechtsgruppen sowie UmweltaktivistInnen getragen wurden, erscheint das Bild der Region widersprüchlich.
Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist eine neue Welle an sozialen Bewegungen und Protesten zu beobachten. Diese decken ein breites Themenspektrum ab (Umwelt, Kapitalismuskritik, LGBTIQ+, etc.) und sind in vielen Ländern der Region vorzufinden. Neu daran ist, dass sie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem politischen (repräsentative Demokratie) und wirtschaftlichen System (Kapitalismus) eine neue Dynamik verleihen. Ein weiterer Aspekt ist, dass sowohl linke als auch dezidiert rechte und nationalistische Gruppierungen sich als soziale Bewegungen verstehen und als solche in Erscheinung treten.
In einem ersten Schritt werden Theorien der Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen behandelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den unterschiedlichen Formen von bürgerlicher und politischer Beteiligung und wie diese in der Literatur diskutiert werden. Der zweite Teil des Seminars beschäftigt sich mit den Regionalspezifika Zentral- und Osteuropas. Die letzte Phase behandelt dann verschiedene Länderbeispiele und geht der Frage nach wie Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen sich seit 1989 entwickelt haben.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie, die womöglich im Herbst/Winter wieder an Brisanz zunehmen wird, findet der Kurs als Hybrid statt, sprich in einer Mischform von „distance learning“ und Präsenzlehre. Sofern möglich, ist vorgesehen, dass die erste Sitzung als Präsenzlehre stattfindet, um einen direkten Austausch mit dem LV-Leiter und den anderen Studierenden zu gewährleisten. Allerdings sind im Hörsaal wohl nur 20 Personen plus LV-Leitung zugelassen, so dass es wohl zu einer Aufteilung der Studierenden im Kurs kommen muss. In den Sitzungen wird es sowohl Gruppenarbeiten, Plenardiskussionen und Podiumsdiskussionen geben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Im Mittelpunkt des Seminars steht die interaktive Diskussion der Texte als auch der Fallbeispiele, was die aufmerksame Lektüre der Literatur und mitunter gute Englischkenntnisse voraussetzt (die meisten Texte sind auf Englisch). Es werden verschiedene Diskussionsformate angewandt (Fishbowl, Podiumsdiskussion, Kleingruppen).
Zum erfolgreichen Absolvieren des Seminars ist eine regelmäßige Anwesenheit (keine verpasste Sitzung, da geblockt unterrichtet wird), das Vorbereiten der Pflichtlektüre sowie die aktive Teilnahme an den Diskussionen Grundvoraussetzung.
Die Leistungskontrolle besteht aus drei Komponenten: drei schriftliche Aufgaben (50 %, ca. 1000 Wörter), zwei kurze Reviews von den schriftlichen Aufgaben von anderen Studierenden (10 %, ca. 200 Wörter) sowie die Teilnahme an einer Diskussionsrunde (40 %). Die schriftlichen Aufgaben sollen das Verständnis der Pflichtlektüre prüfen als auch das Verfassen eigener wissenschaftlicher Texte verbessern. Pro thematischen Block ist eine Aufgabe zu erledigen. Die Reviews sollen die Fähigkeit konstruktives Feedback zu geben, verbessern. Die mündlichen Inputs zielen darauf ab, komplexere Inhalte kurz zusammenzufassen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Alle Leistungen (Reviews, schriftliche Aufgabe, Input) müssen jeweils positiv bewertet werden, um das Seminar zu bestehen. Da der Kurs geblockt stattfindet, darf keine verpasste Sitzung werden.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann im Einzelfall entscheiden, ob ein Gespräch zur Arbeit erforderlich ist. Das Gespräch ist notenrelevant und ist zu dokumentieren (Prüfungsprotokoll). Stellt sich bei dem Gespräch heraus, dass der/die Studierende über die Inhalte des schriftlichen Beitrags keine oder ungenügend Auskünfte geben kann, ist die Seminararbeit (=Teilleistung) negativ zu bewerten. Gibt der/die Studierende zu, dass die Arbeit nicht selbst verfasst wurde, ist die Lehrveranstaltung mit einem "X" zu bewerten ("Nichtbeurteilung wegen unerlaubter Hilfsmittel").
Ein Plagiat ist die bewusste und unrechtmäßige Übernahme von fremdem geistigem Eigentum; der/die AutorIn verwendet ganz oder teilweisefremde Werke in einem eigenen Werk, ohne die Quelle anzugeben. Zur Überprüfung der Abschlussarbeiten wird die Plagiatsprüfungssoftware „Turnitin“ der Universität Wien verwendet. Ein Plagiat wird im Sammelzeugnis mit einem X gekennzeichnet und mit folgendem Zusatz versehen. Nicht beurteilte und nichtige Prüfungen: Gemäß § 74 ist die Beurteilung einer Prüfung für nichtig zu erklären, wenn diese Beurteilung oder die Anmeldung zu dieser Prüfung erschlichen wurde (N), Gemäß § 13 (7) des studienrechtlichen Satzungsteils der Universität Wien sind Prüfungen, bei denen unerlaubte Hilfsmittel mitgenommen oder verwendet werden, nicht zu beurteilen (X).

Prüfungsstoff

Pflichtlektüre, Folien des LV-Leiters und Diskussionen im Kurs

Literatur

Die Literaturliste besteht primär aus aktuellen englischsprachigen Journalartikeln sowie einführenden Lehrbuchkapiteln. Gute Englischkenntnisse sind dementsprechend erforderlich.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 18.10.2021 14:08