Universität Wien FIND

Kehren Sie für das Sommersemester 2022 nach Wien zurück. Wir planen Lehre überwiegend vor Ort, um den persönlichen Austausch zu fördern. Digitale und gemischte Lehrveranstaltungen haben wir für Sie in u:find gekennzeichnet.

Es kann COVID-19-bedingt kurzfristig zu Änderungen kommen (z.B. einzelne Termine digital). Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

210087 SE BAK14: Geschlecht und Politik (2020S)

'Warum hat denn niemand dieses Patriarchat zerbombt...?!' - Ein Überblick über feministische Herrschaftskritik

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Beachten Sie die Standards guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 11.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 18.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 25.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 01.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 22.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 29.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 06.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 13.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 20.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 27.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 03.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 10.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 17.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
Mittwoch 24.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind die Studierenden in der Lage, die Charakteristika materialistischer, postkolonialer und queerer feministischer Theorieströmungen zu erkennen und zu verstehen, welche Formen von Macht und Herrschaft im gesellschaftlichen Kontext mit welchen theoretischen Tools aufgedeckt werden können. Sie können nach Abschließen des Seminars die besprochenen feministischen Theorien als wissenschaftliche herrschaftskritische Instrumente anwenden, um eigenständig machtvolle gesellschaftliche Phänomene zu analysieren. Außerdem sind sie am Ende des Semesters in der Lage, die verschiedenen Theorieströmungen miteinander zu vergleichen und ihre blinden Flecken zu erkennen, sowie diese konstruktiv zu kritisieren.

Inhalte:
Wir werden uns in dem Seminar erst damit auseinandersetzen, was feministische Herrschaftskritik bedeutet und danach in drei thematischen Blöcken die Charakteristika materialistischer, postkolonialer und queerer feministischer Theorien als herrschaftskritische Instrumente erarbeiten. Es werden dabei Begriffe wie Geschlecht, Körper, Sexualität, (Reproduktions-)Arbeit, Klasse, 'race', Solidarität und Affekt aus verschiedenen feministischen Perspektiven betrachtet und diskutiert. Nach dieser textintensiven ersten Seminarphase beschäftigen wir uns in einem kurzen Exkurs mit kritischer Wissenschaftstheorie. Diese Einheit dient als Basis für die eigenen Projekte, welche die Studierenden in der zweiten Hälfte des Semesters dann durchführen werden und in welchen sie die erworbenen theoretischen Kenntnisse mit empirischen Fragestellungen verbinden und gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse aufdecken und kritisch hinterfragen sollen.

Methoden:
Bei den Präsenzterminen werden wir vermehrt mit Kleingruppendiskussionen sowie Plenumsdiskussionen zu den gelesenen Texten arbeiten. Zur Vorbereitung für jede Einheit sind Texte zu lesen und Arbeitsaufgaben zu den Texten zu erfüllen, die meistens aus der Beantwortung von Leitfragen zu den Texten und kurzen Reflexionen bestehen. Gegen Ende des Semesters sind kurze Präsentationen zu den eigenen Projekten zu halten, diese können auch in Gruppen stattfinden. Am Ende des Seminars ist eine Seminararbeit zu verfassen, die sich kritisch mit den Inhalten der Lehrveranstaltung auseinandersetzen soll.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

*Regelmäßige aktive Seminarteilnahme
*Zeitgerechte Abgabe der Arbeitsaufträge auf Moodle
*Erarbeiten eines eigenen Projekts und Präsentieren dieses Projekts in der Lehrveranstaltung (max. 30 Minuten)
*Verfassen einer Seminararbeit nach wissenschaftlichen Standards zu einem selbst gewählten Thema, das mit dem Lehrveranstaltungsthema zusammenhängt

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen:
*Regelmäßige aktive Teilnahme
*2 Fehleinheiten (bei mehreren Fehleinheiten sind Kompensationsaufgaben in Form eines schriftlichen Essays zu leisten)
*Zeitgerechte Abgabe der Arbeitsaufträge auf Moodle
*Erarbeiten eines eigenen Projekts und Präsentieren dieses Projekts in der Lehrveranstaltung (max. 30 Minuten)
*Verfassen einer Seminararbeit nach wissenschaftlichen Standards zu einem selbst gewählten Thema, das mit dem Lehrveranstaltungsthema zusammenhängt (10-12 Seiten inkl. Literatur, Times New Roman 12 pt, 1,5 Zeilenabstand oder äquivalent); als Gruppenarbeit möglich. Deadline: 30.09.2020

Alle Teilleistungen müssen zeitgerecht erbracht und positiv beurteilt worden sein, um die LV positiv abschließen zu können.

Beurteilungsmaßstab:
Teilnahme 20%
Hausaufgaben 30%
Präsentation des eigenen Projekts 20%
Seminararbeit 30%

Prüfungsstoff

/

Literatur

Grundlagenliteratur:
*Sauer, Birgit (2015): macht feministische Politikwissenschaft zu einer kritischen Wissenschaft? Rückblicke und Herausforderungen. In: Bargetz, Brigitte et al. (Hg.): Kritik und Widerstand. Feministische Praktiken in androzentrischen Zeiten. Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich, S. 23-40.
*Lorey, Isabell (xx): Konstituierende Kritik. Die Kunst, den Kategorien zu entgehen. In: Mennel, Birgit/Nowotny, Stefan/Raunig, Gerald (Hg.): Kunst der Kritik. Wien/Berlin: Turia + Kant, S. 47-64.
*Dalla Costa, Mariarosa (1973): Ausschnitte aus: Die Frauen und der gesellschaftliche Umsturz. In: Dalla Costa, Mariarosa/James, Selma: Die Macht der Frauen und der Umsturz der Gesellschaft. Berlin: Merve Verlag, S. 27-31; 33-49; 55-66.
*Firestone, Shulamith (1970/2010): Ausschnitte aus: Frauenbefreiung und sexuelle Revolution. In: Wischermann, Ulla/Rauscher, Susanne/Gerhard, Ute (Hg.): Klassikerinnen feministischer Theorie. Grundlagentexte, Band II (1020-1985), Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, S. 105-117.
*Federici, Silvia (2019): Marxism, Feminism, and the Commons. In: dies. (Hg.): Re-Enchanting the World. Feminism and the Politics of the Commons. Oakland: PM Press, S. 151-174.
*Auth, Diana/Rudolph, Clarissa (2017): Care im sozialinvestiven Wohlfahrtsstaat – Mehr Geschlechtergerechtigkeit oder mehr Krise? Einleitung. In: Femina Politica, 2/17, S. 9-17.
*Castro Varela, Maria do Mar/Dhawan, Nikita (2015): Gayatri Chakravorty Spivak – Marxistisch-feministische Dekonstruktion. In: dies. (Hg.): Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung. 2. Auflage. Bielefeld: transcript, S. 151-218; davon: S. 163-165, S. 177-183, S. 186-199, 204-217.
*hooks, bell (1986): Sisterhood: Political Solidarity between Women. In: Feminist Review, 23, S. 125-138.
*Mohanty, Chandra Talpade (2003): „Under Western Eyes“ Revisited: Feminist Solidarity through Anticapitalist Struggles. In: Signs 28 (2), S. 499-535; davon: S. 501-507, 510-516.
*Woltersdorff, Volker (2003): Queer Theory und Queer Politics. In: UTOPIE kreativ, 156, S. 914-923.
*Butler, Judith (1997): Einleitung. In: dies.: Körper von Gewicht. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 19-41.
*Wagenknecht, Nancy/Peter (2004): Was ist Heteronormativität? Zu Geschichte und Gehalt des Begriffs. In: Hartmann, Jutta et al. (Hg.): Heteronormativität. Empirische Studien zu Geschlecht, Sexualität und Macht. Wiesbaden: VS Verlag, S. 17-34.
*Nay, Yv E. (2015): Queerfeministische Politiken affektiv strukturierter Paradoxien. In: Femina Politica, 1/15, S. 52-64.
*Della Porta, Donatella/Keating, Michael (2008): How many approaches in the social
sciences? An epistemological introduction. In: dies. (Hg.): Approaches and Methodologies in the Social Sciences: A Pluralist Perspective. Cambridge: Cambridge University Press, S. 19-39.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21