Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

210107 SE M4: Internationale Politik und Entwicklung (2020W)

Verhältnisse sozialer Ungleichheit und intersektionale Herrschaftskritik

9.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Die Lehrformate für das WS (digital, hybrid, vor Ort) befinden sich in Entwicklung. Die Lehrenden werden die geplante Organisationsform und Lehrmethodik auf ufind und Moodle bekannt geben. Aufgrund von Covid19 muss mit kurzfristigen Änderungen in Richtung digitaler Lehre gerechnet werden.

Nicht-prüfungsimmanente (n-pi) Lehrveranstaltung. Eine Anmeldung über u:space ist erforderlich. Mit der Anmeldung werden Sie automatisch für die entsprechende Moodle-Plattform freigeschaltet. Vorlesungen unterliegen keinen Zugangsbeschränkungen.

VO-Prüfungstermine erfordern eine gesonderte Anmeldung.
Mit der Teilnahme an der Lehrveranstaltung verpflichten Sie sich zur Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis. Schummelversuche und erschlichene Prüfungsleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 07.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 14.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 21.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 28.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 04.11. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 11.11. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 18.11. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 25.11. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 02.12. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 09.12. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 16.12. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 13.01. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 20.01. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Mittwoch 27.01. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Analyse von Verhältnissen sozialer Ungleichheit stehen in einem klaren Zusammenhang mit gesellschaftstheoretischen Überlegungen. Wir diskutieren, was überhaupt unter sozialer Ungleichheit zu verstehen ist und wie diese entsteht und fragen nach den Macht- und Herrschaftsstrukturen, die Verhältnisse sozialer Ungleichheit charakterisieren. Diese unterliegen einem steten sozialen Wandel, womit die Bedeutung des historischen Kontexts deutlich wird.

Intersektionalität, die Theoretisierung und Analyse des Zusammenwirkens verschiedener Herrschaftsstrukturen und Unterdrückungsformen, rückt nicht zuletzt durch die globalen Proteste gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt sowie die „Black Lives Matter“-Bewegung aktuell wieder verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Schon in den 1980er Jahren beschäftigten sich Sozialwissenschafterinnen mit „interlocking systems of oppression“ (Patricia Hill Collins) oder „multiple jeopardies“ (Deborah King), um verschiedene Formen der Unterdrückung und die Mehrdimensionalität der Herrschaftsverhältnisse sowie deren Ideologie, Zwänge und Gewaltförmigkeit sichtbar zu machen. Materialistische Theoretikerinnen sowie Black und Chicana Feminists können in diesem Sinne als Wegbereiterinnen der Intersektionalitätsdebatte gesehen werden. Intersektionalität als kritische und politische Praxis reicht häufig noch weiter zurück. Wir beginnen mit einer Lektüre von Schlüsseltexten und arbeiten uns in einem ersten Schritt in den Ursprung und Verlauf der theoretischen Debatte ein. Wie wird Intersektionalität definiert und verstanden? Stehen stärker die Konstitution und konstituierende Wirkung von Kategorien im Zentrum oder gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse? Wie können empirische Projekte angelegt sein, die den Anspruch haben verschiedene Formen der Unterdrückung gemeinsam in den Blick zu nehmen? Wir untersuchen weniger, wodurch sich verschiedene Unterdrückungsformen voneinander unterscheiden, sondern deren Zusammenhänge und Verbindungen in spezifischen Gesellschaftsformationen.

Es wird schnell ersichtlich werden, dass die Beschäftigung mit Intersektionalität unterschiedliche Schwerpunkte setzt, je nachdem ob der Fokus mehr auf der Geschlechterforschung, der kritischen Rassismusforschung oder der Analyse von Klassenverhältnissen liegt. Im zweiten Teil der Lehrveranstaltung untersuchen wir Fallbeispiele und diskutieren Beiträge aus verschiedenen Forschungsbereichen (Kolonialismus, Frauenbewegungen/soziale Bewegungen, politische Institutionen, Rechtspopulismus), die zwei oder mehr Dimensionen gemeinsam untersuchen. Ziel ist es, die Nützlichkeit und Vielseitigkeit dieses Zugangs für die Analyse von Verhältnissen sozialer Ungleichheit aufzuzeigen.

Das Lehrformat hängt mit den aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten im Rahmen von Covid-19 zusammen. Ich plane, die Studierenden in zwei Gruppen zu teilen. Während die erste Gruppe vor Ort Referate halten und Artikel diskutieren wird, befindet sich die zweite Gruppe im Home-Learning und beschäftigt sich mit auf Moodle zur Verfügung gestellten Aufgaben. Die darauffolgende Woche wird getauscht. Sie kommen also alternierend jede zweite Woche ans Institut für Politikwissenschaft und bearbeiten dazwischen Fragestellungen selbständig oder in Kleingruppen.

Sollten wieder strengere Auflagen kommen, werden wir alle in den Modus des Home-Learning wechseln und via Moodle und Videoconference die Themen bearbeiten und diskutieren.

Sie erhalten in der ersten Oktoberwoche ein Mail, mit Informationen zur ersten Einheit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungsanforderungen hängen natürlich mit dem Lehrformat zusammen. Sofern wir alternierend im Hörsaal arbeiten können, sind folgende Leistungen zu erbringen: Lektüre der Grundlagentexte, Beteiligung an Diskussionen und Gruppenarbeiten, Referat, Bearbeitung von 5 Aufgabenstellungen und Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 05.10.2020 09:49