Universität Wien

210128 SE M8: SE Geschlecht und Politik (2018S)

Politische Rhetorik und (Geschlechter-)Metaphern

9.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Beachten Sie die Standards guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 01.06. 09:00 - 16:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
  • Samstag 02.06. 09:00 - 14:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
  • Freitag 08.06. 09:00 - 16:00 Seminarraum 1 (S1), NIG 2. Stock
  • Samstag 09.06. 09:00 - 14:00 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Stellenwert von Rhetorik im Allgemeinen und von Metaphern im Besonderen für die Politikwissenschaft theoretisch zu reflektieren.
Metaphern nehmen im politischen Denken und Diskurs einen wichtigen Stellenwert ein. Besonders Körpermetaphern prägen die Vorstellung vom Politischen, aber auch des Ökonomischen und Kulturellen. Etwa die Vorstellungen vom Staat als Leviathan, als „Nachtwächterstaat“, „Vater Staat“ oder „schlanker Staat“, die Wirtschaft als Blutkreislauf, der Markt als „unsichtbare Hand“, Kulturen als im Kampf gegeneinander befindliche militärische Formationen: all das sind nicht nur Beispiele gelungener Rhetorik. Diese Metaphern stellen auch einen analytischen Zugang zu Substrukturen von Vorstellungen über politische und ökonomische Konstellationen, soziale Wissensordnungen sowie Logiken der Grenzziehung zwischen Eigenem und Anderem dar.
Die Schlüsselfunktion Rhetorik und rhetorischen Mitteln im politischen Denken und Diskurs verweist zum einen auf die Angewiesenheit politikwissenschaftlicher/sozialwissenschaftlicher Methodologie auf Sprache. Zum anderen bieten sich Metaphern als Ausgangspunkt theoriegeleiteter Analysen an, indem sie „verborgene Denkstrukturen“ offen legen, mithin auch verborgene vergeschlechtlichte Denk- und Wahrnehmungsstrukturen. Dabei bilden in der Reflexion von Metaphern Sprachgebundenheit und verborgener Gehalt den Konnex zu den theoretischen Konzepten von Ideologie und Diskurs. Zudem sind Metaphern an der Schnittstelle von Emotion und Kognition angesiedelt und stellen damit die geschlechterkonnotierte Dichotomie von Verstand und Gefühl in Frage. Dies eröffnet eine zusätzliche geschlechterkritische Perspektive auf Metaphern eröffnet.
Anhand ausgewählter Beispiele für aktuell und historisch diskursiv wirksame Metaphern werden (anhand von Sekundärliteratur und punktuell auch empirischen Beispielen) zunächst Bedeutung und Funktion von Metaphern anhand ausgewählter Themenbereichs erarbeitet und reflektiert. Solche Themenbereiche sind z.B.: Metaphern des Staates/Metaphern politischer Kollektivität; neoliberale Rhetorik - Metaphern des Ökonomischen; diskriminierende/ stereotypisierende/ ausgrenzende Rhetorik und rassistische/antisemitische Metaphern; Metaphern im Political Campaigning; ev. auch Metaphern in Internationalen Beziehungen;
Methoden, Ablauf und andere Kommentare
Ziel der LV: selbständige Erarbeitung von Themen sowie Lektüre/ Diskussion von Basistexten unter den Gesichtspunkten von Kontextualisierung, Aktualität; Praxisrelevanz, wissenschaftstheoretischer Verortung und Begriffsarbeit. Verknüpfen von aktuellen Debatten und empirischen Fragestellungen mit theoretischen Zusammenhängen und Begrifflichkeiten.
Ablauf und Methoden: Textlektüre, Kleingruppenarbeiten und Kleingruppendiskussionen zu spezifischen Fragestellungen, Präsentationen in der Großgruppe, angeleitete Diskussion in der Großgruppe mit Reflexionsschleife zu den grundlegenden theoretischen Leitfragen der LV.
regelmäßige Anwesenheit, Mitarbeit, Textlektüre, Ausarbeitung spezifischer Fragen, Präsentation, schriftliche Abschlussarbeit.Ziel der LV: selbständige Erarbeitung von Themen sowie Lektüre/ Diskussion von Basistexten unter den Gesichtspunkten von Kontextualisierung, Aktualität; Praxisrelevanz, wissenschaftstheoretischer Verortung und Begriffsarbeit. Verknüpfen von aktuellen Debatten und empirischen Fragestellungen mit theoretischen Zusammenhängen und Begrifflichkeiten.
Ablauf und Methoden: Textlektüre, Kleingruppenarbeiten und Kleingruppendiskussionen zu spezifischen Fragestellungen, Präsentationen in der Großgruppe, angeleitete Diskussion in der Großgruppe mit Reflexionsschleife zu den grundlegenden theoretischen Leitfragen der LV.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Anwesenheit, Mitarbeit, Textlektüre, Ausarbeitung spezifischer Fragen, Präsentation, schriftliche Abschlussarbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Anwesenheit, Präsentation und Abschlussarbeit.

Prüfungsstoff

Literatur

Wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38