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210133 SE M10: Kultur und Politik (2017W)

Krieg der Bilder: Terror und Krieg als visuelle Inszenierungen

9.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Eine Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase ist erforderlich! Eine nachträgliche Anmeldung ist NICHT möglich.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Beachten Sie die Standards guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 12.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 19.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 09.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 16.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 23.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 30.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 07.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 14.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 11.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 18.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
Donnerstag 25.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Krieg und Terror werden in der sozialwissenschaftlichen Forschung zunehmend unter dem Aspekt einer strategischen visuellen Inszenierung untersucht. Während Kriegsfotografie seit dem Krimkrieg von 1855 und ganz besonders seit dem 1. Weltkrieg als Werkzeug der Beeinflussung einer öffentlichen Wahrnehmung des Kriegsgeschehens gilt, werden Terroranschläge spätestens seit dem 11. September 2001 hinsichtlich ihrer kalkulierten Wirkungsabsichten und medialen Inszenierungen befragt. Zahlreiche Theoretiker - wie etwa der Historiker Gerhard Paul oder der Kunsthistoriker Horst Bredekamp - haben darauf hingewiesen, dass Bilder zu Waffen in politischen Konflikten werden können und aktiv in das historische Geschehen eingreifen. Anhand historischer und aktueller (Bild)Beispiele wollen wir im Seminar unterschiedliche politische Funktionen von Kriegs- und Terrorbildern vor dem Hintergrund ihrer Produktions- und Rezeptionsbedingungen diskutieren: Zu welchen Zwecken werden Bilderzeugnisse von Terrororganisationen und Kriegsparteien eingesetzt? Welche Bildstrategien finden dabei Verwendung? Wie beeinflussen Kriegs- und Terrorbilder die mediale Berichterstattung und wie entstehen so genannte "Frames" (wie etwa die Rede vom "Krieg gegen den Terror")? Welche Bildkonventionen und Genres finden dabei Verwendung? Unter welchen Bedingungen ragen einzelne Bilderzeugnisse aus der so genannten Flut an Bildmaterial heraus?
Ziel der Lehrveranstaltung ist eine Sensibilisierung der TeilnehmerInnen für die kulturellen, redaktionellen und politischen Rahmungen von Krieg und Terror, die die Wahrnehmungen und Deutungen dieser Ereignisse wesentlich prägen.

Methoden der Lehrveranstaltung:

- Einführende Vorträge durch die Lehrveranstaltungsleiterin;
- Diskussionen von Basistexten aus dem begleitenden Reader im Plenum;
- Einzel- und Gruppenarbeiten mit Bildmaterial.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Beurteilung erfolgt auf Basis von drei Aufgabenstellungen, die im Laufe des Semesters zu erbringen sind (90% der Note). Die regelmäßige und aktive Teilnahme (v.a. Textlektüre und Diskussionsbereitschaft) wird vorausgesetzt und fließt mit 10% in die Beurteilung ein. Zwei Fehlstunden werden toleriert.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für eine positive Beurteilung müssen sämtliche Aufgabenstellungen absolviert werden:

Aufgabe 1 (Lektüreprojekt): Formulierung einer seminarbezogenen Fragestellung und Beantwortung der Frage auf Basis von mind. 3 Journal Articles im Umfang von ca. 10 Seiten (30% der Note);

Aufgabe 2 (Rechercheprojekt): Vergleichende schriftliche Analyse der visuellen Rahmung eines kriegerischen Konflikts oder eines terroristischen Gewaltakts in der medialen Berichterstattung sowie in sozialen Netzwerken über den Zeitraum von mind. einer Woche im Umfang von ca. 20 Seiten (50% der Note).

Aufgabe 3 (Präsentation): Mündliche Präsentation der Ergebnisse des Rechercheprojekts (Aufgabe 2) im Plenum (10% der Note).

Eine detaillierte Beschreibung der drei Aufgabenstellungen finden Sie im Syllabus zum Seminar, der in der ersten Einheit ausgegeben wird und auf der Lernplattform MOODLE abrufbar ist.

Prüfungsstoff

Beim Seminar handelt es sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung (siehe Leistungskontrolle, Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab).

Literatur

Ein Reader mit verpflichtenden Texten ist zu Semesterbeginn im FACULTAS-Shop des Neuen Institutsgebäudes erhältlich. Weiterführende und vertiefende Literatur wird auf der Lernplattform MOODLE zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 18.10.2018 11:28