Universität Wien FIND
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

220013 SE FOSE: SE FOSE A Forschungsseminar A (2018W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Dorer
2 Görlach
3 Götzenbrucker

An/Abmeldung

Gruppen

Gruppe 1

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 12.10. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 09.11. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 23.11. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 07.12. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 11.01. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Freitag 25.01. 11:15 - 14:15 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Dieses Forschungsseminar beschäftigt sich mit dem Thema Medien – Politik – Geschlecht. Die Kategorie Geschlecht war lange Zeit in der Erforschung des Prozesses der politischen Kommunikation ausgeblendet. Ziel des Seminars ist zum einen die kritische Aufarbeitung der insbesondere seit den 2000er Jahren einsetzende Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte in Studien der politischen Kommunikation, zum anderen die Entwicklung eines Forschungsinstruments, mit dem Geschlecht adäquat empirisch erfasst werden kann. Dazu werden einführend die wesentlichen Ansätze feministischer Theorie, die als Basis geschlechtsspezifischer Fragestellungen gelten, gemeinsam diskutiert. Darauf aufbauend soll eine kritische Auseinandersetzung mit den Forschungsarbeiten aus unterschiedlichen Bereichen des politischen Kommunikationsprozesses und den methodischen Herangehensweisen in Gruppen zu jeweils drei Studierenden erfolgen, die in einer neuen Fragestellung und empirischen Studie münden sollen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Gruppenarbeit, Präsentation, aktive Mitarbeit und Diskussion, schriftliche Abschlussarbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Präsentation der Ergebnisse, Kontinuierliche Mitarbeit und Diskussionsbereitschaft, schriftliche Abschlussarbeit

Literatur

Dorer, J., B. Geiger und R. Köpl. 2008. Medien – Politik – Geschlecht. Wiesbaden: VS.
Holtz-Bacha, C. 2008. Frauen, Politk und Medien. Wiesbaden: VS.
Lünenborg, M. 2008. Politik auf dem Boulevard. Bielefeld: transcript.
Weitere Literatur wird in der LV bekanntgegeben.

Gruppe 2

Medien im Zeitalter der Identität

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 13.10. 10:00 - 16:00 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Sonntag 14.10. 10:00 - 16:00 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Samstag 20.10. 10:00 - 16:00 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Sonntag 21.10. 10:00 - 16:00 Seminarraum 10, Währinger Straße 29 2.OG

Gruppe 3

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 23.10. 13:15 - 16:15 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Dienstag 06.11. 13:15 - 16:15 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Dienstag 20.11. 13:15 - 16:15 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Dienstag 04.12. 13:15 - 16:15 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Dienstag 08.01. 13:15 - 16:15 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG
Dienstag 22.01. 13:15 - 16:15 Seminarraum 9, Währinger Straße 29 2.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Body Images – (Bild)kommunikation in sozialen Medien

Konvergierende Medientechnologien (wie Smartphones, Soziale Medien und deren Hybridisierung) sind zu einem integralen
Bestandteil der Lebenswelten Jugendlicher weltweit avanciert. Dabei unterstützen vernetzte Technologien Jugendliche bei der
Erfüllung von Grundbedürfnissen wie jenem der sozialen Anerkennung und Einbettung (Taylor 1997:15). Speziell seit der steigenden Verbreitung von mobilen, internetfähigen Geräten haben sich sowohl neue Modi digitalen Selbst-Ausdrucks als auch neue emotionale Ausdrucksformen entwickelt. Die Ergebnisse einer vorangegangener Studien zeigen, dass Praktiken, die unter den Begriffen Lifelogging und Lifestreaming zusammengefasst werden können, den Hauptanteil der Nutzungspraktiken in konvergierenden Medienumgebungen ausmachen. Dabei bezeichnet Lifelogging „the capture, storage and distribution of everyday experiences and information for objects and people“ (Smart et al. 2007:16), während Lifestreaming sich auf Praktiken im Zusammenhang mit „mobile messaging“ Applikationen bezieht, die den geschlossenen, privaten Austausch von Nachrichten, Bildern, Texten, Videos und Audio-Notizen (David 2013) ermöglichen.
Einhergehend mit dem Wandel von „log in“ zu „always on“ haben Praktiken des Produzierens, Teilens, und Zeigens von Bildern
die Konstruktion jugendlicher Subjektivität und Gemeinschaft an Bedeutung gewonnen (Reißmann 2014). Diese Praktiken
verweisen auf die Ausbildung einer neuen Sozialform (Schnettler 2008), die auf distanzierter Verbundenheit (Köhl & Götzenbrucker 2013) basiert. Dieser Typ von Sozialität konstituiert sich auf Basis von Affektivität und Wahl anstelle von Tradition oder Territorium, was charakteristisch posttraditionale Vergemeinschaftungsformen ist (Maffesoli 1996; Hitzler et al. 2001). Während diese Sozialform eine Herausforderung das westliche Ideal des autonomen Selbst darstellt, welches sich von Vorstellungen der europäischen Moderne ableitet, scheint sie relationale Konzepte des Selbst, welche auf den Mindsets asiatischer Philosophien basieren, zu re-artikulieren (Wang & Liu 2010). Im Zuge der Globalisierung bilden sich sowohl jugendliche Subjektpositionen in Asien als auch in Europa entlang verschiedener verwobener lokaler, regionaler und globaler Diskurse aus. Vorliegendes Projekt beschäftigt sich mit den Medienkulturen Jugendlicher in Österreich im Vergleich mit SO Asien..

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Interviews, Beobachtung, Poster-Präsentationen, Ergebnispräsentationen und Seminararbeit im Team

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Lernziele
* Die Studierenden arbeiten den aktuellen, internationalen Forschungsstand zum Thema auf und stellen in einer Präsentation ein Teilgebiet der Forschung vor. Die Präsentation des Forschungsstandes beinhaltet auch Vorstellen von Forschungslücken und kritischen Fragestellungen und (Hypo)thesen.
* Die Studierenden führen eine (gemeinsame) Studie durch, die für die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft relevant ist und eine wissenschaftliche Fragestellung mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Theorien und Methoden bearbeitet.
* Angestrebt werden spezialisierte Teilprojekte zum übergeordneten Themengebiet, wobei jede Gruppe (max. 3 Personen) ein Themengebiet bearbeitet.
* Die Ergebnisse werden in einem wissenschaftlichen Abschlussvortrag und einer schriftlichen Abschlussarbeit (Teamarbeit) präsentiert.

Erkenntnisziele
Das Seminar beschäftigt sich mit digitaler Kommunikation & Fotografie resp. Bildpraktiken; insbesondere den Einflüssen neuer Technologien und Netzwerke (insb. Smartphones) und deren Folgen für jugendliche Lebensweisen am Beispiel von Körperdarstellungen in urbanen Räumen.
--> Wie gehen Jugendliche (15 bis 29 Jahre) im Milieu-Vergleich mit diesen technischen Mitteln um? Wozu verwenden sie dieselben? Welche Potenziale aber auch Risiken sind damit verknüpft? Wie wird körperliche Präsenz/Absenz hergestellt? Wie soziale Nähe oder Distanz vermittelt? Welchen Modifikationen unterliegen die Bilder?

2. Teilnahmevoraussetzungen
Grundkenntnisse Theorien und Methoden der qualitativen und quantitativen empirischen Sozialforschung.

Literatur

Literatur (Unterrichtssprache)
References
Bourdieu, P 1990, Photography. A middle-brow Art, Cambridge.

Bräuchler, B. & Postill, J. (eds.) 2010, Theorising Media and Practice. Berghahn.

Couldry, N, 2004 'Theorising media as practice', Social Semiotics, Volume 14, Issue 2, 1145- 132.

Durrant A, Frohlich D, Sellen A, Lyons E. 2009, 'Home curation versus teenage photography: Photo displays in the family home' in International Journal of Human-Computer Studies Vol 67 (12), pp. 1005-1023.

Doh M 2011, Heterogenität der Mediennutzung im Alter: Theoretische Konzepte und empirische Befunde München: kopaed.

Edwards, E 2009, 'Thinking Photography beyond the Visual?' in Long, JJ et al. (eds.) Photography: Theoretical Snapshots. London: Routledge, pp. 31-48.

Hartmann, M 2005, 'The Web Generation? Domestication, Moral Economies & Double Articulations at Play'. In: Silverstone, Roger (ed) From Information to Communication: Media, Technology and Everyday Life in Europe. Aldershot: Ashgate.

Hjorth, L & Pink, S 2013, 'The place of the emplaced mobile: A case study into gendered locative media practices', Mobile Media & Communication 1(1), pp. 211;115.

Keightley, E & Pickering, M 2014. 'Technologies of memory: Practices of remembering in analogue and digital photography', New Media Society, 16, pp. 576.

Larsen, J & Sandbye, M (eds.) 2014, Digital Snaps. The New Face of Photography. I.B. Tauris.

Lehmuskallio, A 2012, Pictorial Practices in a 'Cam Era'. Studying non-professional camera use. Academic Dissertation, University of Tampere.

Neumann-Braun, K & Autenrieth, U (eds.) 2011, Freundschaft und Gemeinschaft im Social Web. Bildbezogenes Handeln und Peergroup-Kommunikation auf Facebook&Co. Nomos, Baden-Baden.

Pink, S 2011 'Amateur photographic practice, collective representation and the constitution of place', Visual Studies, 26: 2, pp. 92-101.

Przyborski, A & Wohlrab-Sahr, M 2013, Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4. Auflage. Oldenbourg.
Rose, G 2010, Doing Family Photography: The Domestic, The Public and The Politics of Sentiment, Ashgate.

Sarvas, R & Froehlich, D 2011, From Snapshots to Social Media – The Changing Picture of Domestic Photography. Springer.

Schade, S & Wenk, S 2011, Studien zur visuellen Kultur. Einführung in ein transdisziplinäres Forschungsfeld. Bielefeld: transcript.

Schäffer, B 2003, Generationen – Medien – Bildung. Medienpraxiskulturen im Generationenvergleich. Opladen.

Schorb, B 2009, 'Erfahren und neugierig. Medienkompetenz und höheres Lebensalter', in Schorb et al (eds.), Medien und höheres Lebensalter. Theorie 211; Forschung – Praxis. VS Verlag.

Schwarz, O 2010, 'Negotiating Romance in Front of the Lens', Visual Communication 9, pp. 151-169.

Van Dijck, J 2008, 'Digital photography: communication, identity, memory', Visual Communication, 7: 57-76.

Van House, N 2011, 'Personal photography, digital technologies and the uses of the visual', Visual Studies Vol. 26, 2, pp. 125-134.
Villi, M & Stocchetti, M 2011, 'Visual mobile communication, mediated presence and the politics of space', Visual Studies, 26: 2, pp. 102-112.

Walser, R & Neumann-Braun, K, 2013 'Freundschaftsnetzwerke und die Welt ihrer Fotoalben – gestern und heute' in Wijnen, C. et al (eds.) Medienwelten im Wandel. Springer.

Information

Prüfungsstoff

Phase 1: Exploration: Verdeckte und teilnehmende Beobachtung (alle), Elevator-Posterpräsentation
Phase 2: Qualitative mündliche Leitfadengespräche + Bildanalyse + teilnehmende Beobachtung; je 2-3 Interviews pro TeilnehmerIn
Phase 3: qualitative Auswertung; Inhaltsanalyse nach Mayring, Bildinterpretation

Seminararbeit

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 22.02.2019 12:48