Universität Wien FIND

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220037 UE UE-FEM - Übung zum Praxisfeld Feministische Kommunikationsforschung (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

1 Bernold , Moodle
2 Geiger
4 Riegler
5 Trnka-Kwiecinski , Moodle
6 Voglmayr
8 Weish , Moodle

An/Abmeldung

An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 10.03. 09:45 - 12:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 24.03. 09:45 - 12:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 07.04. 09:45 - 12:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 28.04. 09:45 - 12:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 09.06. 09:45 - 14:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Samstag 10.06. 09:45 - 13:45 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

JOURNALIST_INNEN, FILMEMACHER_INNEN, BLOGGER _INNEN
Feminismus als Profession?

Kann Feminismus als Profession ausgeübt werden? Wer will und wer braucht das?
Wie werden Berufe im Feld von Kommunikation und Kultur zu Praxisformen feministischer Veränderung von Welt? Wie verhalten sich gegenderte Normen spezifischer Berufsfelder zu Inhalten und Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Diversität, Sexualisierung, Identität?
Wie wurden frauenbewegte Inhalte im Kontext des First und Second Wave Feminismus von Journalist_innen und Filmemacher_innen propagiert? (u.a. Rosa Mayreder, Bertha von Suttner, Ulrike Meinhoff, Alice Schwarzer, Valie Export, ..) Wie werden feministische Themen aktuell im Kontext von Celebrity Feminismus a la Beyoncé oder Emma Watson von Journalistinnen und Bloggerinnen (u.a. Lena Dunham, Sibylle Haman, Mädchenmannschaft, Laurie Penny,...) transportiert?

Die Übung wird erstens ausgewählte Texte zu feministischen Öffentlichkeitsparadigmen
und politischer Kommunikation gemeinsam erarbeiten.
Zweitens werden ausgewählte Berufsfelder und Akteur_innen aus den Feldern Journalismus, Filmregie und Netzkommunikation in historisch-biographischer und problemzentrierter Perspektive recherchiert .
Drittens werden ausgewählte journalistische Texte, Filme und Blogeinträge der behandelten Akteurinnen in Hinblick auf deren Potentiale von Empowerment, Aufklärung, Mobilisierung und Vergemeinschaftung untersucht und diskutiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesendheit Lektuere und Diskussionsbereitschaft, eigenstaendige Recherche und mündliche Präsentation der bearbeteten Themen zu Semesterende, kleine schriftliche Arbeit

Literatur

Arendt, Hannah, Vita activa oder vom tätigen Leben. (1958) München, Zürich 1989

Benhabib, Seyla, Für Feministinnen. Mit Arendt gegen Arendt denken, in: DU. Die Zeitschrift für Kultur Oktober 2000

Becker-Schmidt, Regina: Doppelte Vergesellschaftung von Frauen: Divergenzen und Brückenschläge zwischen Privat-- und Erwerbsleben, in: Becker, Ruth/ Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie, Wiesbaden 2005, S. 62-72

Bernold Monika, Bewegungsöffentlichkeiten, mediale Selbst-Aktivierung und Geschlecht. Die Studierenden Proteste in Wien 2009. In: Christine Linke/Tanja Maier/Martina Thiele (Hg.) Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Bewegung. Forschungsperspektiven der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Geschlechterforschung. Bielefeld 2012 Transcript, 143-163

Bernold Monika/Braidt Andrea/Preschl Claudia(Hg.) (2004) Film, Fernsehen, Feminismus. Marburg

Klaus Elisabeth/Ulla Wischermann (2013): Journalistinnen. Eine Geschichte in Biographien und Texten 1848–1990. Berlin

Lorey, Isabell: Virtuosität zwischen Dienstbarkeit und Exodus. Postfordistische Öffentlichkeit, soziale Produktion und politisches Handeln. In: Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, 49, 2010, 11-24

Wischermann Ulla: Feministische Theorien zu Theorien zur Trennung von Privat und Öffentlich; Ein Blick zurück und nach vorn. Feministische Studien 2oo3, 1, 23-34

Zobl, Elke: Grrrl Zines: Fanzines mit feministischem Anspruch. In: Bernd Hüttner, Christiane Leidinger und Gottfried Oy (Hg.): Handbuch der ALTERNATIVmedien 2011/2012. Printmedien, Freie Radios & Verlage in der BRD, Österreich und der Schweiz. Neu-Ulm 2011, 88-97

Zobl Elke/Ricarda Drueke (Hg.) Feminist media: participatory spaces, networks and cultural citizenship Bielefeld 2012 (Critical media studies ; 9 )

Gruppe 2

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 14.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 21.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 28.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 04.04. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 25.04. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 02.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 09.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 16.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 23.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 30.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 13.06. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 20.06. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 27.06. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wie für alle sozialen Bewegungen sind auch für die feministischen Bewegungen der zweiten und dritten Welle eigene Medien und Kommunikationsforen für selbstbestimmte Artikulation, interne Verständigung und gesellschaftliche Einflussnahme von entscheidender Bedeutung. Neben einigen traditionsreichen feministischen Zeitschriften und (popfeministisch inspirierten) Magazinen jüngerer Generation sind es heute vor allem Netzöffentlichkeiten wie eine breite queer-feministische Blogszene, in denen sich unterschiedliche Positionen und Praxen manifestieren und in herrschende Genderdiskurse intervenieren.
In der Lehrveranstaltung beschäftigen wir uns mit Strukturen, Leistungen und Anforderungen feministischer Medien- und Netzöffentlichkeiten in aktueller und historischer Perspektive. Dazu werden wir uns zunächst theoretisch mit feministischen Öffentlichkeiten, Nonprofit-Medien und Entwicklungen des Feminismus auseinandersetzen. Recherchen im Archiv und online sollen weiters einen Eindruck von Vielfalt und Bandbreite feministischer Zeitschriften, Online-Magazine und Blogs vermitteln, um dann vertiefend Inhalte, Themen, Darstellungsweisen, Akteur*innen und Positionierungen ausgewählter Medien entlang eigener Fragestellungen inhalts- und bildanalytisch zu bearbeiten.
Methoden: Inputs, Diskussion, gemeinsame Textlektüre, Übungsaufgaben, Präsentation, Exkursion/Gastreferentin
Ziele: Einblick in Strukturen und Kontexte feministischer Öffentlichkeiten und Medien; Auseinandersetzung mit Entwicklungen und Differenzierungen des Feminismus

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige, aktive Mitarbeit, Lektüre, mündliche und schriftliche Teilleistungen

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit (max. 2 Mal fehlen); Mitarbeit/Diskussion/Lektüre (10%), Recherche & Mediensteckbrief (20%); Konzepterstellung und Präsentation (15%); schriftliche Abschlussarbeit à 10-12 Seiten (55%)

Literatur

Degele, Nina/Winker, Gabriele: Feminismen im Mainstream, in Auflösung - oder auf intersektionalen Pfaden. In: Freiburger GeschlechterStudien 24, 2010, 79-93
(online: http://www.budrich-journals.de/index.php/fgs/article/view/4101/3438)
Franke, Yvonne et al. (Hg.): Feminismen heute. Positionen in Theorie und Praxis. transcript 2014
Geiger, Brigitte/Hauser, Margit: Medien der neuen Frauenbewegung im Archiv. In: Interface: a journal for and about social movements 2 (2) (November 2010), 103-125 (http://www.interfacejournal.net)
Klaus, Elisabeth/Drüeke, Ricarda (2012): Öffentlichkeiten in Bewegung? Das Internet als Herausforderung für feministische Öffentlichkeitstheorien. In: Maier, Tanja/Thiele, Martina/Linke, Christine (Hrsg.): Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Bewegung. Bielefeld: transcript, 51-70.
Neue Kommunikationstechnologien und Gender. Medien Journal 2/12
Scharff, Christina/Smith-Prei, Carrie/Stehle, Maria: Digital Feminisms: Transnational Activism in German Protest Cultures. Feminist Media Studies. Special Issue. Vol. 16 (1), 2016
Susemichel, Lea/Rudigier, Saskya/Horak, Gabi (Hg.): Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestreams. Königstein/T.: Helmer 2008
Thomas, Tanja/Kruse, Merle: "Post" - "Pop" - "Pseudo"? Zur Diskussion popfeministischer Zeitschriften als Arenen der (Re-)Artikulation feministischer Öffentlichkeiten. In: Riegraf, Birgit u. a. (Hg.): Geschlechterverhältnisse und neue Öffentlichkeiten. Feministische Perspektiven. Münster: Westfälisches Dampfboot, 2013, 163-190
Zobl, Elke/Drüeke, Ricarda (Hg.): Feminist Media: Participatory Spaces, Networks and Cultural Citizenship, transcript 2012

Gruppe 4

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 20.03. 13:15 - 16:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 03.04. 13:15 - 16:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 08.05. 13:15 - 16:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 22.05. 13:15 - 16:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 12.06. 13:15 - 16:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 26.06. 13:15 - 16:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Vertiefung in die Geschichte der Frauenbewegungen, in die Feministischen Theorien und in Feministisches Handeln und das Erarbeiten feministischer Positionen und 'Antworten' auf aktuelle politische Entwicklungen (theoretisch als auch praktisch);

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Übungsaufgaben und deren Präsentation (einzeln oder in Gruppen)
schriftliche und mündliche Übungsaufgaben und deren termingerechte Erledigung; Präsentationen; aktives Teilnehmen an Diskussionen; Art bzw. Form der Abschlussarbeit - ob schriftlich, in Form eines Projekts oder 'aktionistisch' - wird gemeinsam in der Gruppe ausdiskutiert.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit; aktive Mitarbeit; Übungsaufgaben; Abschlussarbeit;

Gruppe 5

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 07.07. 10:00 - 18:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Samstag 08.07. 10:00 - 18:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Sonntag 09.07. 10:00 - 18:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Liebe und Konsum im Kontext der feministischen Kommunikationsforschung - ausgehend von grundlegenden Überlegungen sollen Sie Ihr persönliches Erkenntnisinteresse erkennen, formulieren und auch ausarbeiten. Die Themenpalette ist daher denkbar groß und von der Motivation der Studierenden geprägt.
Die Studierenden können selbständig ihr Erkenntnisinteresse bearbeiten und vertiefen, und sie können dieses in den Gesamtkontext der LV stellen sowie diskursiv behandeln.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Vorbereitung einer Präsentation zum Blocktermin, Anwesenheit im Blocktermin, Diskussion, Präsentation zum Termin (der nicht frei wählbar ist) und abschließend Seminararbeit (vorzugsweise als Gruppenarbeit).
Eine eigene Information zur LV wird auf Moodle zur Verfügung gestellt, darin werde auch die Benotungskriterien gesondert aufgeschlüsselt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Wir erschließen uns eine gemeinsame theoretische Basis aus der rezenten Literatur und vertiefen uns dann in Ihre jeweiligen Forschungsvorhaben.

Prüfungsstoff

Ausgehend von der Basisliteratur zur feminsitischen Kommunikationsforschung sowie transdisziplinären Zugängen zu den Themen Liebe und Konsum vertiefen Sie sich in Ihre Forschungsvorhaben (vorzugsweise in Gruppenarbeiten) und präsentieren Ihre Erkenntnisse im Plenum.

Literatur

Basisliteratur wird zur Verfügung gestellt (als Scans auf Moodle), weiterführende Literatur muss je nach Interesse und Themenfeld selbst recherchiert werden.

Gruppe 6

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 14.03. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 21.03. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 28.03. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 04.04. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 25.04. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 02.05. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 09.05. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 16.05. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 23.05. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 30.05. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 13.06. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 20.06. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 27.06. 11:15 - 12:45 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Kein Abend vergeht, ohne dass Krimireihen und -serien über unsere Bildschirme flimmern. Im Fernsehkrimi, sowohl im privaten wie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, werden gesellschaftlich relevante Themen von der Umweltverschmutzung über Prostitution bis hin zur Migrant_innendiskriminierung verhandelt. Krimireihen wie TATORT werden als Seismographen deutscher Befindlichkeiten und Mentalitäten, als gesellschaftliche Beobachter wahrgenommen (Pfabigan 2016). Im Zentrum des Genres stehen die Ermittler_innen, die, ausgestattet mit einem bestimmten vergeschlechtlichten Habitus, proletarisch oder mittelständisch, ihre Kriminalfälle lösen und somit auch gesellschaftliche Erziehungsarbeit leisten.
Wir werden in der Lehrveranstaltung einerseits einen besonderen Fokus auf den Personenkreis der Ermittler_innen aus der intersektionalen Perspektive unter Berücksichtigung des Lokalkolorits legen. Die Analyse weiblicher und männlicher Ermittler_innen, die als normsetzende Instanzen fungieren, bezieht sich auf Berufs- und Privatleben, Erscheinungsbild, Konfliktverhalten, Konkurrenz und Kooperation, Umgang mit Täter_innen und Opfern. Andererseits werden wir die Medialisierung sozialer Themen und ihrer Opfer/Täter_innen-Darstellung in den Blick nehmen. Welche Art von Verbrechen findet in welcher räumlichen Umgebung statt und wie korrespondieren diese fiktiven Darstellungen mit relevanten gesellschaftlichen (Sicherheits-)Diskursen.

Methoden: Gemeinsame Textlektüre; Anwendung der Fernsehanalyse nach Mikos; Durchführung einer Krimi-Recherche; Diskussionsphasen; Gastreferentin.

Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Intersektionalität. Eine kritische Analyse des Krimigenres unter den Aspekten Normsetzung, Disziplinierungsinstrument sowie (Re-)Produktion einer hegemonialen Ideologie.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Verbindliche Teilnahme. Drei schriftliche Teilleistungen: Recherche, Konzepterstellung und TV-Analyse. Abschlusspräsentation.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

TV-Krimi-Recherche im Beobachtungszeitraum von einer Woche nach vorgegebenen Kriterien (30 %). Schriftliche TV-Analyse eines ausgewählten Krimi-Beispiels im Umfang von 10 Seiten (55 %). Konzepterstellung, Lektüre und Präsentation fließen zu 15 % in die Beurteilung ein.

Literatur

Buhl, Hendrik (2013): Tatort. Gesellschaftspolitische Themen in der Krimireihe. Konstanz München.
Fox, Caterina. G. (2008): Hände hoch. Sie sind entlarvt! Eine Whiteness-kritische Analyse der Krimi-Reihe DER ALTE. In: Ulla Wischermann/Tanja Thomas (Hg.): Medien – Diversität – Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz. Wiesbaden: VS Verlag. 107-123.
Hickethier, Knut/Schumann, Katja/Koebner, Thomas (Hg.): (2005): Kriminalfilm. Stuttgart.
Lünenborg, Margreth/Fürsich, Elfriede (2014): Intersektionalität und „The Other“: Die komplexe Verhandlung von Migration, Gender und Klasse in der Produktion und Rezeption deutscher Fernsehangebote. In: ÖGK: Intersektionalität. Zeitschrift für Kommunikationskultur. 38. Jahrgang. Nr. 3/2014.
Pfabigan, Alfred (2016): Mord zum Sonntag. Tatortphilosophie. Salzburg-Wien: Residenz Verlag.
Schmitz, Markus (2010): Räumlichkeit, Gender und die Inszenierung von Blickgrenzen in einem Türken-Tatort. In: Griem, Julika/Scholz/ Sebastian (Hg.): Tatort Stadt. Mediale Topographie eines Fernsehklassikers. Frankfurt am Main. 103-119.
Winker, Gabriele/Degele, Nina (2009): Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld: transcript Verlag.

Gruppe 7

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 08.03. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Mittwoch 22.03. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Mittwoch 05.04. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Mittwoch 03.05. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Mittwoch 17.05. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Mittwoch 31.05. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG
Mittwoch 14.06. 17:45 - 20:45 Seminarraum 8, Währinger Straße 29 1.OG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Erkennen und Diskussion der Verschränkung von Sexismen und Rassismen in medial vermittelten Diskursfeldern über geschlechtsbasierte / sexualisierte Gewalt, Flucht und Asyl. Ausgehend von gemeinsam erarbeiteten theoretischen Überlegungen aus Ansätze der feministischen Kommunikationswissenschaft und Genderforschung sowie der Cultural Studies wird das Themenfeld von Sexismen und Rassismen in den Medien anhand rezenter Mediendiskurse – insbesondere zu geschlechtsbasierter/sexualisierter Gewalt sowie eigener qualitativer Untersuchungen bearbeitet.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit, Exzerpieren von Basistexten, Durchführen einer „Miniforschung“, Vorbereitung einer Präsentation, Mitarbeit und Diskussion, Präsentation der Miniuntersuchung sowie abschließende Seminararbeit (= Forschungsbericht vorzugsweise als Gruppenarbeit).
Eine eigenes Handout zur LV wird in der 1. LV vorgestellt (siehe Moodle ab 6.3.2017)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Teilnahme, pünktliche und vollständige Abgabe der Übungsaufgaben, Präsentation des Forschungsvorhabens, Teilnahme an Gruppenarbeiten, Verfassen eines Forschungsberichts (Details in eigenem Handout auf Moodle)

Prüfungsstoff

Basisliteratur zur feministischen Kommunikationswissenschaft und Genderforschung sowie Cultural Studies, Vertiefung und Umsetzung anhand der Forschungsvorhaben (Gruppenarbeiten), Präsentation der Erkenntnisse im Plenum.

Literatur

Literaturliste und Basistexte werden ab 6.3. 2017 auf Moodle zur Verfügung gestellt

Gruppe 8

Frauenkörper und Körperpolitiken: zu aktuell medial vermittelten Diskursfeldern von Geburt, Schwangerschaft, Mutterschaft zwischen Ab-und Aufwertung (Stichwort: 'Rabenmütter', 'Eislaufmuttis' und Karrierremütter) sowie zur Medialisierung von Verhütung und Abtreibung als weiterhin tabuisierte und umkämpfte Zonen des 21. Jahrhunderts

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Termine sind zweiwöchig teilgeblockt: 21.3., 4.4., 2.5., 16.5., 30.5., 20.6.

Achtung: 2 Exkursionen werden angeboten, eine davon muss gewählt werden

1. Bibliotheksführung C3/Frauensolidarität in der Sensengasse (um die Ecke)
2. Exkursion ins Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch (8 Euro Eintritt p.P.)

Dienstag 21.03. 08:00 - 11:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 04.04. 08:00 - 11:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 02.05. 08:00 - 11:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 16.05. 08:00 - 11:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 30.05. 08:00 - 11:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 20.06. 08:00 - 11:00 Seminarraum 4, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele: Kritisches selbständiges Denken, Erweiterung des Fachwissens, der Fachrecherche und der Kompetenz zu wissenschaftlichen Arbeiten; Methodenerproben soll möglich sein, daher Forschungssettings können aber müssen nicht umgesetzt werden;

Inhalte: Öffentlichkeitstheorien (Spannungsfelder von privat/öffentlich), medialisierte Diskurse zu Frauenkörper und -politiken vor dem Hintergrund sozialer Klassen, ethnischer Zugehörigkeiten, (sub-)kultureller Zwänge und weltanschaulicher Ideologiepositionen zu Mutterschaft und Geburtenkontrolle zwischen staatlichen und privaten Restrinktionen in einem gesellschaftlichem Klima rhetorischer Freiheitspostulate

Methoden: Vorträge, Inputs, Handouts, Gruppendiskussionen, Exkursionen, Gastvortrag

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Übungsaufgaben abgeben (3 Übungen, je 10%), aktive Diskussionsbereitschaft (10%), Präsentation des Fo-Settings (10%), Verfassen einer Gruppenarbeit (max. 4 Personen) zu einem selbstgewählten Thema im Rahmen des Gesamtthemas der Lv (50%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Teilnahme an allen Blöcken (einmaliges Fehlen mit begründetem Fernbleiben ist gestattet); Abgabe von 3 Übungsaufgaben, Präsentation des Forschungssettings, Teilnahme an Gruppenarbeit, Verfassen eines Forschungssettings (15 Seiten exklusive Fachliteratur)

Prüfungsstoff

Das didaktische Konzept der Lv, die Teilnahmekriterien, der Inhalt und die Zeugniskriterien werden in der ersten Einheit erläutert und sind auf Handout 1 verschriftlicht;
Prüfungsstoff bzw. Wissensgebiete sind: Öffentlichkeitstheorien, vermittelte Mediendiskurse über Körperpolitiken und Bevölkerungspolitiken, feministische Dekonstruktion von Mütterlichkeitsideologien; kritische Reflexion von Macht, Herrschaft und Instrumentalisierung des weiblichen Körpers als Staatsakt einer zu kontrollierenden Geburtenpolitik

Literatur

siehe Handout 1 und auf Lernplattform moodle zu Semesterbeginn

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38